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Der Reiz der intimen Konzerte

Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel in Rathenow Der Reiz der intimen Konzerte

Sebastian Krumbiegel, Sänger der „Prinzen“, kommt am Mittwoch nach Rathenow. Im Gepäck hat er Songs seines Soloalbums „Solo am Piano“. Wir haben vorab mit ihm gesprochen und erfahren, was ihn an kleineren Konzerten reizt und warum das Publikum die Songs auch im Hotelzimmer mitschreibt.

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Sebastian Krumbiegel tritt am Mittwoch im Rathenower Kulturzentrum auf.

Quelle: Foto: M. Wustmann

Rathenow. „Toni ist einer der Coolsten. Er hat nie vergessen, dass in dem Wort Unterhaltung das Wort Haltung steckt“, sagt Sebastian Krumbiegel, Sänger der „Prinzen“ über Toni Krahl von der Band City. Krahl hatte den Auftakt zu einer Musiker-Reihe im Rathenower Kulturzentrum gemacht. Sebastian Krumbiegel ist am Mittwoch der zweite Gast. Das Konzert im Blauen Saal beginnt um 19.30 Uhr. Wir haben mit dem Sänger gesprochen.

Was erwartet den Zuhörer an dem Abend im Kulturzentrum?

Sebastian Krumbiegel: Zunächst mich und mein Klavier. Ich werde meine Solotitel spielen. Das sind eigene Titel. Aber auch einige Titel von befreundeten Künstlern wie Udo Lindenberg oder Silly mit „Liebeswalzer“ oder Künstlern, die ich bewundere wie Kurt Weill mit „Mackie Messer“. Mit dem ersten Album „Solo am Piano“ habe ich in 15 Monaten etwa 120 Konzerte auf großen und kleinen Tribünen gespielt. So viele Titel sind in meinem Kopf. Für den Abend habe ich kein fertiges Programm. Ich stelle mich auf das Publikum ein und werde einige Titel auch spontan singen.

Wie sehr liegt dir der direkte Kontakt zum Publikum?

Krumbiegel: Mit den Prinzen haben wir gerade wieder eine große Tour mit dem „Familienalbum“ gemacht und in großen Hallen gespielt. Das ist wunderbar, dass wir immer noch so erfolgreich sind und solche großen Konzerte vor 5.000 oder 10.000 Leuten spielen können. Aber die Konzerte in kleinem Rahmen sind etwas, das mir sehr viel Spaß macht. Die „Prinzen“ sind jetzt seit 25 Jahren zusammen. Als „Herzbuben“ seit 1987. Ein Grund dafür ist, dass wir uns immer auch gegenseitig Freiraum gelassen haben. Auch mit Soloprojekten andere Sachen auszuprobieren. Sich mit dem Publikum ganz direkt und nah auszutauschen macht den besonderen Reiz solcher kleinen Konzerte für mich aus.

Der Albumtitel „... und ihr“ ist also ganz wörtlich gemeint?

Oft passieren bei so intimen Konzerten ganz besondere Interaktionen mit dem Publikum. So war es auch bei den Konzerten mit „Solo am Piano“. Nach den Konzerten entstanden teilweise noch im Hotelzimmer, inspiriert von den Auftritten, weitere Songs. Also Songs, direkt vom Publikum beeinflusst. Das ist fast eine Zwiesprache. Mit „und ihr“ sind jeweils die Zuhörer an dem Abend gemeint. Dass man mit den Leuten im Gespräch bleibt und ihre Reaktionen direkt mitbekommt. Das ist für mich ganz wichtig. Da kann man auch mal kleine Experimente ausprobieren. Vielleicht auch mal etwas Halbfertiges zu spielen.

Was verbindet dich mit Toni Krahl?

Krumbiegel: Ich habe Toni Krahl mit „City“ schon als Fan im Publikum erlebt. Mittlerweile haben wir schon mehrmals gemeinsam auf einer Bühne gestanden, uns immer wieder mal getroffen. Vor rund zehn Jahren haben wir zusammen einen Film gedreht: „Max und Moritz reloaded“. Der war zwar nicht so erfolgreich. Aber seitdem verbindet uns eine echte und dicke Freundschaft.

Von Uwe Hoffmann

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