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Ideales Hallenbad gesucht

Falkenseer Stadtentwicklung Ideales Hallenbad gesucht

Seit langer Zeit schon wird in Falkensee um das Für und Wider eines Hallenbades gestritten. Nun wird eine Konzeptstudie erarbeitet, auf deren Grundlage eine Entscheidung fallen soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen: Was dürfen bau und Unterhaltung des Bades kosten? An welchem Standort soll es entstehen? Die Grundsatzentscheidung steht aus.

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Ob und wann in Falkensee jemals in einem Hallenbad geschwommen werden kann, ist ungewiss.

Quelle: dpa-Zentralbild

Falkensee. Der politisch umstrittene Bau eines Hallenbades in Falkensee hat in dieser Woche erneut den Hauptausschuss der Stadt beschäftigt. Vertreter von fünf Architektur- und Planungsbüros haben sich präsentiert und Einblicke in ihre Ideen und Überlegungen gewährt. Vorab waren ihnen von der Verwaltung Problem- und Fragestellungen übermittelt worden.

Die Sitzung des Hauptausschusses fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bei ihrer Versammlung Anfang Juni wollen sich die Stadtverordneten auf ein Büro festlegen und es beauftragen, eine „Konzeptstudie Hallenbad Falkensee“ anzufertigen.

Darin soll es dann im Idealfall Antworten auf viele grundlegende Fragen geben, die bisher noch offen sind. Als da wären: Was soll die Investition überhaupt kosten? Mit welchen jährlichen Betriebskosgen ist zu rechnen? Was ist die richtige und sinnvolle Größe für ein Hallenbad in einer größeren Kleinstadt wie Falkensee? Welche weiteren Funktionen neben dem eigentlichen Schwimmen sind sinnvoll: Nichtschwimmer-Becken? Sprungturm? Saunabereich? Wellnesslandschaft? Und schließlich geht es auch um die nicht unwesentliche Frage: Wo wäre der ideale Standort für ein Hallenbad?

Kommentar: Das Schwere im Leichten

Losgelöst von politischen Ränkespielen und finanziellen Sorgen sollte das Hallenbad-Thema in Falkensee nicht höher gehängt werden, als es ist. Das Bad ist, in Ruhe betrachtet, kein Bürgermeister-Geschenk an engagierte Senioren und auch kein Luftschloss – sondern nur eine Idee, die abgewogen werden muss wie andere Ideen auch. Was überfällig ist, das ist nach vielen Debatten die Grundsatz-Entscheidung. Will sich die Stadt das teure Vorhaben leisten und sich nach dem gerade erst beendeten Bau der neuen Stadthalle schon wieder in das Wagnis eines Multi-Millionen-Projektes begeben? Oder will die Stadt das nicht? Nur darum geht es, und um zu einer fundierten Antwort zu gelangen, kann ein schlüssiges Konzept als Grundlage für eine Entscheidung nicht falsch sein. So einfach ist das. Und doch zugleich so schwer. Stefan Kuschel

Bürgermeister Heiko Müller (SPD) gibt zu bedenken, dass vor allem auch bei letzterem Punkt viele Faktoren eine Rolle spielen: die bestmögliche Erreichbarkeit des Bades per Fahrrad ebenso wie die möglichst gute Erreichbarkeit mit dem Auto und dem Bus. Berücksichtigt man dabei die Falkenseer Verhältnisse, kommen überhaupt nur einige Standorte in Betracht.

Die meisten Fragezeichen freilich stehen noch hinter den Finanzen. Müller schätzt die Kosten für ein reines Funktionsbad auf rund
7 Millionen Euro, für ein Spaßbad nach dem Vorbild beispielsweise der Oranienburger Turm-Erlebniscity müsse man wohl mit 30 Millionen Euro kalkulieren. Die mutmaßlichen Kosten für das Hallenbad sind es denn auch, die erheblich zu den Dissonanzen beigetragen haben. Wie berichtet, hatten es die Stadtverordneten Ende Januar abgelehnt, die von der Verwaltung für 2016 eingestellte Position „1 Million Euro Hallenbad Planung“ zu beschließen. Nur SPD und Linke waren dafür. Stattdessen einigte man sich auf die Konzeptstudie und ein „geordnetes Verfahren“, ehe Geld für konkrete Planungen ausgegeben wird. Ein neuer Anlauf soll nun für das Haushaltsjahr 2017 unternommen werden. Heiko Müller: „Wir müssen eine Grundsatz-Entscheidung treffen: wollen wir ein Hallenbad oder nicht? Falls ja, wäre das eine Prioritäten-Setzung, die aber nicht bedeuten würde, dass dann gar nichts anderes mehr ginge.“

Von Stefan Kuschel

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