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Havelland Ideen für Fontaneroute per Rad
Lokales Havelland Ideen für Fontaneroute per Rad
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16:40 16.03.2018
An Stelen wie in der Ketziner Altstadt sollen die Besucher mehr über Fontane erfahren. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Paretz

Der 200. Geburtstag Theodor Fontanes im nächsten Jahr beschäftigt schon jetzt die Havelländer. Nach Informationen der Lokalen Aktionsgruppe Havelland (LAG) wird anlässlich dieses Fontanejubiläums in den Landkreisen Havelland und Ostprignitz-Ruppin als kulturtouristisches Projekt eine Fahrradroute, die „Fontaneroute“, entwickelt.

Von Potsdam nach Neuruppin

Sie wird touristisch attraktive Orte mit Bezug zu Fontane verbinden und von der Landeshauptstadt Potsdam durch das Havelland, das Ruppiner-Seenland bis Neuruppin, der Geburtsstadt Fontanes, verlaufen.

Im Havelland sind unter anderem die Orte Paretz, Premnitz, Rathenow, Ribbeck und Mühlenberge einbezogen. Diese Hauptroute wird durch „Entdeckertouren“, das sind Abzweige zu weiteren Orten, ergänzt. Die Hauptroute soll auf vorhandenen Radwegen verlaufen und wird in Tages- beziehungsweise Ausflugsetappen unterteilbar sein, teilt die LAG mit. Auf eine mögliche Bahnanbindung wird geachtet.

Digitale Aufbereitung

In ausgewählten Orten werden an der Strecke Stelen oder Tafeln installiert, die Fontanes Schilderungen zu den Orten modern und interessant aufbereitet wiedergeben sowie Wissenswertes aus dem Ort und der Region vermitteln. Dementsprechend wird auch eine Routenwegweisung dem Radtouristen helfen, die nächsten Ziele zu finden. Vorbereitet wird dann auch eine digitale Aufbereitung der Informationen.

Überregionales Angebot

Nach einer ersten Information der Kommunen über das Vorhaben Ende Februar begrüßte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück das Vorhaben Fontaneroute ausdrücklich, besonders weil dieses touristische Angebot überregional angelegt sei. Drei der genannten Stelen werden in Paretz, Etzin und Falkenrehde stehen, Orte, die der Dichter in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieb.

Blick in die Etziner Kirche

So sei das Innere der Etziner Kirche wie das Dorf selbst, schlicht und einfach, wohlhabend, sauber, eine wahre Bauerndorfkirche, urteilte Fontane. Er beschrieb die Bildnisse der Geistlichen in der Kirche und nannte die Etziner Luft gesund und die Etziner Feldmark fruchtbar.

Auch über Falkenrehde schrieb Fontane ausführlich, unter anderem über seinen Kirchenbesuch und den Abstieg in die heutzutage zugeschüttete Gruft, in der ein Enthaupteter liegen sollte. Ausführlich wälzte er das Für und Wider, dass es sich um Oberst Ernst von Weiler handele, dem einst Falkenrehde gehörte, um es letztendlich zu verneinen.

Viele spannende Geschichten aus der Zeit vor knapp 200 Jahren sind es, die auf den Stelen zu vermerken sind. Diese sollten, so hofft Lück, gestaltet werden wie die für die Ketziner Altstadttour. Darüber wird allerdings erst im April entschieden.

Lücken im Radwegenetz

Und noch eine Erwartung verbindet der Bürgermeister mit der Vorbereitung der Fontaneroute. Es gebe Lücken bei der Verknüpfung der Kommunen mit Radwegen. Und vielleicht könnte für eine komplette Route dann die eine oder andere Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Nicht abwegig, denn die LAG begutachtet auch Fördermittelanträge.

Von Wolfgang Balzer

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