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Ideen für neuen Marktplatz

Zentrumsideen in Ketzin vorgestellt Ideen für neuen Marktplatz

Mit einem Marktplatz hat das, was sich in Ketzin/Havel so nennt, wenig zu tun. Es gibt keinen Wochenmarkt und kaum Geschäfte. Aber der Bus fährt quer durch.

Ketzin/Havel 52.4736094 12.850554
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Ein Modell des Marktplatzes.

Quelle: Jens Wegener

Ketzin/Havel. Das Zentrum der kleinen Havelstadt Ketzin kann sich sehen lassen. Viele sanierte Häuser, ein schönes Rathaus, seit kurzem der restaurierte und umgebaute Gutshof. Nur beim Marktplatz hat die Kommune Nachholebedarf. Der hat weder Scharm noch erfüllt er einen besonderen Zweck. Das große Areal ist von Häusern umschlossen, quer durch fährt den Linienbus, weil dort eine Haltestelle aufgestellt wurde. Nur zu Weihnachten ist auf dem Platz Spektakel, ansonsten freuen sich die Jugendlichen, dass sie dort sitzen können.

„Mit einem Markt hat das nicht viel zu tun“, gesteht Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Das ursprüngliche Konzept, dort wirklich regelmäßig einen Wochenmarkt mit frischem Obst, Gemüse, Lebensmitteln (vielleicht sogar Fisch) abzuhalten, ist gescheitert. Irgendwie klappte es nicht mit den richtigen Händlern, was die Nachfrage schwinden ließ.

Seit Jahren läuft die Ideensammlung für die Neugestaltung, Schüler der Oberschule, Jugendliche aus dem Klub an der Stege und Senioren haben sich beteiligt. Doch ein Konzept kaum nie zustande.

Einen neuen Anlauf startet nun Architekt Volker Donath, der gemeinsam mit seiner Frau Helga Breuninger demnächst selbst Ketziner wird und eine Wohnung auf dem Gutshof Ketzin bezieht. „Der Marktplatz ist aus meiner Sicht eine städtebauliche Brache“, so Donath. Er wolle anregen, das zu ändern. Deshalb stellte er den Ketziner Bauausschussmitgliedern eigene Gedanken vor, die er sich ohne einen Auftrag zu haben, gemacht hat.

Im Wesentlichen beinhalten seine Varianten eine Bebauung der derzeit freien Fläche zwischen Haltestelle und der Friedrichstraße. „Möglich wäre auf jeden Fall eine Verdichtung mit Wohnhäusern. Wie groß die sein könnten oder wie sie angeordnet werden, um ein geschlossenes Ensemble entstehen zu lassen, sei dahingestellt“, sagte der Architekt. „Der Bedarf an Wohnungen ist in Ketzin mit Sicherheit vorhanden“, fügte der Bürgermeister ein.

Obwohl es keine Abstimmung im Ausschuss gab, fand die Variante mit einem überdachten, hallenartigen Durchgang mit viel Glas Anklang. Den könnten vor allem Schüler der benachbarten Oberschule Ketzin als auch die Kunden der Apotheke am Markt nutzen. Auf der gegenüberliegenden Seite wäre eine große Sitzgruppe oder gar ein grünes Klassenzimmer denkbar.

Maßgeblich beeinflusst wird jede Planung für den Marktplatz aber von der Entscheidung, wo der Bus künftig entlang fahren soll. „Ein Umfahren des Marktplatzes ist kaum möglich, weil es an der Ecke Am Markt/Friedrichstraße zu eng für einen Bus ist“, meinte der Bürgermeister.

Über all diese Dinge werden sich die Stadtverordneten in nächster Zeit Gedanken machen. In der Novembersitzung stellt Volker Donath seine Ideen noch einmal öffentlich vor. Abgeordnete Evelin Sens (Linke) forderte besonders die Anlieger des Marktplatzes auf, sich an der Gestaltung zu beteiligen.

Zu beachten sei bei allen Planungen, dass „die Stadt vor Jahren für die damalige Marktplatzgestaltung Fördermittel erhalten hat“, sagte Susanne Storch vom Ketziner Bauamt. Wenn vor 2022 die ursprüngliche Nutzung verändert werde, würden Rückzahlungen an das Land drohen.

Von Jens Wegener

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