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Ideen zum Ketziner Marktplatz gesammelt

60 Leute diskutierten im Bürgersaal Ideen zum Ketziner Marktplatz gesammelt

Die Spannbreite der Wünsche und Ideen der Ketziner zum künftigen Aussehen des Marktplatzes ist groß. Von Wohnbebauung bis viel Grün mit Sitzgelegenheiten ist alles möglich. Nur bleiben wie er ist, soll der Platz nicht.

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Die Vorschläge zur Marktplatzgestaltung wurden von den Ketzinern rege diskutiert

Quelle: Jens Wegener

Ketzin/Havel. Dass der Marktplatz im Fischerstädtchen Ketzin den Einwohnern sehr am Herzen liegt, zeigte sich am Dienstagabend im Bürgersaal. Gut 60 Einwohner waren gekommen, um sich über das künftige Aussehen des zentralen Platzes auszutauschen, erste Ideen zu sammeln, wie Bürgermeister Bernd Lück (FDP) mehrfach betonte. Schon nach wenigen Minuten war klar: eine favorisierte Gestaltungsvariante gibt es nicht. Die Spannbreite der Wünsche und Ideen hängt maßgeblich davon ab, wo die Leute wohnen. Nahezu alle anwesenden Anwohner des Marktplatzes lehnt eine komplette Bebauung mit Wohnungen, Häusern oder Büroräumen ab. Die Argumente dazu reichten von „zu groß“, über „passt nicht ins Stadtbild“ bis „dann haben wir keinen Markt mehr“.

Doch einen Markt im Sinne eines richtigen Marktplatzes, auf dem sich geschäftiges Leben abspielt, auf dem temporär Lebensmittel, bst und Gemüse verkauft werden oder Veranstaltungen stattfinden, gibt es in Ketzin schon seit Jahren nicht mehr. Das sei ja gerade der Grund für die Stadtverordneten gewesen, sich mit dem Thema erneut zu beschäftigen“, sagte Bürgermeister. Der Neu-Ketziner Architekt Volker Donath hatte sich – ohne Auftrag der Stadt – Gedanken über den Markt gemacht und seine Ideen zu Papier gebracht. Er sieht den Marktplatz als eine „städtebauliche Brache“ und schlägt deshalb vor, das Dreieck zwischen jetziger Bushaltestelle, Rathausstraße und Friedrichstraße zu bebauen. Dabei könnten aus seiner Sicht sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser entstehen, möglich seien Büros, eine Arztpraxis oder eine Kita. „Ich wollte damit ja nur Anstöße liefern und nur sagen, was theoretisch auf diese Fläche passen würde“, stellte der Architekt heraus.

Doch seine fünf möglichen Varianten waren für die große Mehrheit der Gäste am Dienstagabend nicht akzeptabel. Bis auf Uwe Augustiniak, der sich eine Teilbebauung vorstellen könne, wollten die anderen Bürger, die nahezu alle Anwohner des Marktplatzes sind, am liebsten viel Grün, einige Sitzgelegenheiten und einen Springbrunnen. Den größten verbalen Protest gab es gegen die vom Architekten vorgeschlagene Tiefgarage unter dem Marktplatz. „Dann fallen unsere alten Häuser ein, weil der Untergrund so schlecht ist“, riefen gleich mehrere Bürger. Gleichzeitig beklagten sie sich über Jugendliche, die den Marktplatz abends zu einem Treff oder zu einem Fußballplatz umfunktionieren würden. Apotheker Jens Welle erinnert daran, „dass die Geräuschkulisse am Markt durch das Kopfsteinpflaster gerade bei geöffneten Fenstern schon jetzt sehr hoch ist“.

Als Knackpunkt beim Neugestalten des Platzes kristallisiert sich der Umgang mit der Bushaltestelle, die sich derzeit zentral auf dem Markt befindet, heraus. Einerseits sollen die Schüler der benachbarten Oberschule nicht so weit laufen, anderseits nervt es die Anwohner, wenn die Kinder, während sie auf ihre Busse warten, auf dem Platz Krach machen und Müll hinterlassen. Ein Umfahren des Marktplatzes ist nur dann möglich, wenn die Ecke Am Markt/Friedrichstraße aufgeweitet wird, so dass der Bus dort rumfahren kann.

„Wir sollten den Marktplatz touristisch beleben“, forderte Stadtverordnete Evelin Sens (Linke). Diese und andere Ideen von Bürgern werden nun im Rathaus gesammelt und dann im Amtsblatt der Stadt vorgestellt.

Von Jens Wegener

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