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Havelland Organisch ist nicht automatisch gesund
Lokales Havelland Organisch ist nicht automatisch gesund
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13:27 18.10.2015
Revierförster Bernd Strauchmeyer vor einem Haufen Grünabfall im Premnitzer Wald. Quelle: Markus Kniebeler
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Premnitz

Der Wald, der sich an die Premnitzer Gartensparte „Gute Hoffnung“ anschließt, macht seinem Namen als Erholungsraum alle Ehre. Ruhig, grün, Vogelgezwitscher – ein Idyll. Aber das hält nur gut hundert Meter. Dann stößt der Spaziergänger auf einen Haufen, der dort nicht auf natürliche Art und Weise entstanden ist. Rasenschnitt, Äste von Obstbäumen und andere Gartenabfälle türmen sich zu einem beträchtlichen Berg. Und weil alles so schön beisammen liegt, hat irgendwer noch einen alten Bastkorb dazugeworfen. „Wahrscheinlich hat derjenige gedacht, dass organisches Material ja ohnehin verrottet und deshalb im Wald gut aufgehoben ist“, sagt Bernd Strauchmeyer.

Strauchmeyer ist der zuständige Revierförster, und wenn man ihn fragt, ob das der einzige derartige Haufen in seinem rund 5500 Hektar großen Revier sei, schüttelt er den Kopf. Nahezu überall, wo Siedlungsbereiche an den Wald grenzen, gebe es Stellen, wo Gartenabfall illegal entsorgt werde. Und immer kommen neue hinzu. „Das ist kein spezielles havelländische Problem“, sagt Strauchmeyer. Überall im Land Brandenburg werde Grünabfall einfach in den Wald gekippt. Und die Unvernunft der Menschen nehme eher zu als ab.

Brandgefährliche Verrottungsprozesse

Nun mag der ein oder andere fragen, was so schlimm daran sei, organisches Material in den Wald zu bringen. Schließlich verrotte es dort doch auf ganz natürliche Art und Weise. „Durch die Abfälle im Wald steigt die Brandgefahr“, sagt der Förster. Jeder, der seinen Rasenschnitt schon mal in einer Gartenecke deponiert hat, weiß, dass in dem Haufen Gärprozesse mit enormer Wärmeentwicklung abgehen. „Schlimmstenfalls kann es zu einem Brand kommen“, sagte Strauchmeyer.

Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die vom Grünabfall droht. Weil auf diese Weise Überreste von Pflanzen in den Wald kommen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben, gerät das ökologische Gleichgewicht in Gefahr. Immer wieder komme es beispielsweise vor, dass Privatleute die hoch allergene Ambrosia-Pflanze aus ihrem Garten eliminieren, den Abfall dann aber im Wald entsorgen – wo sich die Pflanze dann ungehindert ausbreiten kann und das Vergnügen der Erholungssuchenden beeinträchtigt. Andere Pflanzen wie etwa der japanische Staudenknöterich überwuchern die natürliche Pflanzenwelt des Waldes. Und dann kommt es Strauchmeyer zufolge immer wieder vor, dass Pilzerkrankungen von Obstbäumen über die abgeschnittenen Äste in den Wald getragen werden.

Der Revierförster versteht nicht, warum die Menschen den Wald als Grünmüllkippe missbrauchen. „Zumal die meisten einen eigenen Garten haben, wo sie das Grünzeug ganz einfach und legal kompostieren können.“ Dass die Entsorgung alles andere als ein Kavaliersdelikt ist, zeigt ein Blick auf den Strafkatalog. Wer beim Entsorgen erwischt wird, der muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Mit zehn Euro ist es keinesfalls getan.

Von Markus Kniebeler

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