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Illegaler Sperrmüll in Nauen in Flammen

Gebäude stark beschädigt Illegaler Sperrmüll in Nauen in Flammen

Sechs Tage nach dem verheerenden Brandanschlag auf eine Turnhalle und nur zwei Tage nach dem Scheunenbrand in Ebereschenhof, hat es am Sonntagabend abermals in Nauen gebrannt. Im Ortsteil Teufelshof stand ein leerstehendes Gebäude in Flammen. Wieder soll es das Werk von Brandstiftern sein.

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Die Nauener Feuerwehr am Brandort in Teufelshof.

Quelle: Julian Stähle

Nauen. Die Nauener Feuerwehr wird weiterhin in Atem gehalten. Erneut mussten die Brandbekämpfer am späten Sonntagabend zum Löschen ausrücken, diesmal nach Teufelshof. Dort brannte ein seit mehr als 20 Jahren leerstehendes Gebäude. Es war der dritte große Löscheinsatz innerhalb weniger Tage.

Gegen 22.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und zu dem ehemaligen Landwirtschaftsgelände zwischen der bei Kienberg gelegenen Siedlung Teufelshof und Dreibrück gerufen. Dort brannte es in einem halbverfallenen Gebäude, in dem sich zu DDR-Zeiten eine Melkanlage befand. Rund anderthalb Stunden benötigte die Feuerwehr, um die Flammen zu löschen.

Wie sich herausstellte, war illegal abgelagerter Sperrmüll wie Sofas, Schränke und andere Möbelteile in Brand geraten. Um den Flammen die Nahrung zu entziehen, trugen die Einsatzkräfte einen Teil des Sperrmülls vorsorglich aus dem Gebäude heraus und löschten Dach und Wände.Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, die Untersuchungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Drei Brände in wenigen Tagen

Ob es einen Zusammenhang zu dem Feuer vom Freitagabend in Ebereschenhof bei Börnicke gibt, ist nach Auskunft der Polizei zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar. Dort standen eine Werkstatt und eine benachbarte ausgebaute Scheune in Flammen. Der Sohn des Eigentümer hatte die Feuerwehr alarmiert. Als die Einsatzkräfte gegen 19 Uhr dort eintrafen, brannten die Gebäude lichterloh. Es gelang jedoch, Tanks mit rund 2000 Liter Diesel zu sichern. Erst nach zwei Standen hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle, wobei es noch längere Zeit dauerte, bis sie gelöscht waren. Nicht nur die Gebäude nahmen großen Schaden, auch dort abgestellte landwirtschaftliche Fahrzeuge. Bei dem Feuer wurde jedoch niemand verletzt.

Einsatzfahrzeug in Teufelshof

Einsatzfahrzeug in Teufelshof.

Quelle: Julian Stähle

Zur Brandursache konnte die Polizei am Montag noch nichts Genaues sagen. „Wir wissen, dass der Brand in der Werkstatt ausgebrochen ist und dass dort nach Auskunft des Eigentümers kurz zuvor keinerlei Schweißarbeiten erfolgt sind“, sagt Sprecherin Jana Birnbaum. Somit könne man vorerst fahrlässige Brandstiftung ausschließen. In Frage kämen nunmehr sowohl ein technischer Defekt als auch eine vorsätzliche Brandstiftung.

Die Häufung der Brände im Bereich Nauen innerhalb weniger Tage könnte den Schluss zulassen, dass die Brände vom Freitag und Sonntag etwas mit dem Turnhallenbrand in der Nacht zum 25. August in Nauen zu tun haben könnten. Doch Sprecherin Jana Birnbaum hat dazu bisher keinerlei Erkenntnisse: „Da sehen wir keinen Zusammenhang.“

Die Turnhalle des Oberstufenzentrums in der Straße Zu den Luchbergen sollte spätestens ab Mitte September als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen. Rund 100 Frauen, Männer und Kinder hätten dort bis Jahresende vorübergehend eine Bleibe erhalten, bis die Asylbewerberunterkünfte in Dallgow-Döberitz und Schönwalde-Glien fertiggestellt sind. Bereits einen Tag nach dem Feuer war endgültig klar, dass es sich um einen Brandanschlag handelte. Spürhunde hatten Brandbeschleuniger gefunden.

Hohe Belohnung, keine Hinweise

Bereits am Dienstagabend gab es in Nauen eine Mahnwache. Am Standort des künftigen Asylberwerberheimes im Waldemardamm verurteilten rund 350 Menschen den Anschlag. Doch trotz einer Belohnung von 20 000 Euro für Hinweise auf die Brandstifter gibt es bisher noch keine konkrete Spur. Auch ein Bekennerschreiben ist bei der Sonderkommission noch nicht eingegangen.

Von Andreas Kaatz

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