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Im MAFZ-Schaugarten wachsen sogar Kiwis

Paaren im Glien Im MAFZ-Schaugarten wachsen sogar Kiwis

Selbst ein Paarener Urgestein wie Erwin Bathe ist jedes Mal wieder erstaunt, was im MAFZ-Schaugarten alles wächst. Auf 2,5 Hektar sprießt nahezu alles, was das Biologiebuch hergibt. Im Herbst reifen im MAFZ sogar Kiwis heran, klein zwar, aber doch köstlich und 100 Prozent regional. Ein kulinarischer Geheimtipp.

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Sichtlich Spaß beim Besuch im Schaugarten hatte die Klasse 5a der Evangelischen Grundschule in Berlin-Buch. Sie hatte ihren Aufenthalt beim Melkwettbewerb auf der Grünen Woche 2016 gewonnen.

Quelle: Philip Häfner

Paaren im Glien. Wenn Anneliese Liebenow jugendliche Besucher durch den Schaugarten im MAFZ-Erlebnispark führt, dann wird sie manchmal gefragt, ob dort auch Gras wächst, also Cannabis. Natürlich nicht, antwortet sie dann. Es ist aber auch schon fast das einzige, was dort nicht angebaut wird. Auf einer Fläche von 2,5 Hektar sprießt ansonsten nahezu alles, was das Biologiebuch hergibt.

Allein fünf Sorten Kartoffeln zum selbst ernten wachsen in Paaren im Glien, darunter solche Exoten wie Bamberger Hörnchen und der Blaue Schwede, 13 Sorten Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohlrabi und Kürbisse, dazu Heidel-, Him- und Brombeeren und die klebrig-süße Japanische Honigbeere, aus der sich vorzügliche Marmelade kochen lässt.
Auf dem Blumenfeld gedeihen Dahlien und Astern, im Kräutergarten duftet es nach Thymian, Minze, Salbei und Spitzwegerich. 150 Kräutersorten finden sich dort, viele mit medizinischer Wirkung. „Unsere natürliche Apotheke“, meint Anneliese Liebenow. Sie selbst nimmt seit vielen Jahren das Kraut das Unsterblichkeit, „seitdem hatte ich keine einzige Erkältung mehr.“

Selbst ein Paarener Urgestein wie Erwin Bathe ist jedes Mal wieder erstaunt, was im MAFZ-Schaugarten alles wächst. Im Herbst reifen sogar Kiwis, klein zwar, aber doch köstlich und 100 Prozent regional. In diesem Jahr muss die Ernte allerdings ausfallen: „Der Frost hat die Früchte zerstört“, erzählt Frank Meißner.

Er und Anneliese Liebenow gehören wie Erwin Bathe zum Förderverein der „Freunde des MAFZ“, der sich seit 2003 um den Schaugarten kümmert – ehrenamtlich und engagiert.

20 Helfer sind sie insgesamt, so dass der Schaugarten täglich besetzt ist – montags bis freitags von
8 bis 17 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr. „Die Besucherzahlen könnten besser sein“, meint Erwin Bathe, aber das gelte ja für das MAFZ im Allgemeinen. Dagegen ist der Stand auf dem Schönwalder Marktplatz jeden Sonnabend ein Selbstläufer. „Oft haben wir gerade aufgebaut, da reißen uns die Leute schon das Gemüse aus der Hand“, sagt Frank Meißner.

Den Garten kann man indes auch besuchen, wenn man nichts kaufen möchte. „Wir sind ja ein Schaugarten“, sagt Frank Meißner. „Es ist auch immer jemand vor Ort, den man fragen kann.“

Häufig sind auch Schulklassen im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ zu Besuch, um die botanische Vielfalt zu erforschen. „Die Kinder sind sehr interessiert“, sagt Erwin Bathe.

Vor zehn Jahren hätten viele auf die Frage, woher das Gemüse kommt, noch geantwortet: aus dem Supermarkt. „Mittlerweile kennen sich die meisten doch ganz gut aus. Wir sind also auf einem guten Weg“, meint Bathe.

Von Philip Häfner

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