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Havelland Im MDZ arbeitet jetzt ein neuer Gefäßchirurg
Lokales Havelland Im MDZ arbeitet jetzt ein neuer Gefäßchirurg
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02:15 28.10.2017
Johannes Diermann und Schwester Meike am neuen Behandlungsstuhl im MDZ Nauen. Quelle: Danilo Hafer
Nauen

Sein Spezialgebiet ist für viele Menschen ein Tabuthema. Denn Johannes Diermann ist nicht nur Facharzt für Gefäßchirurgie, sein Schwerpunkt liegt vor allem im Bereich der Viszeralchirurgie und Proktologie, also alles von den Nieren bis zum Enddarm, inklusive Hämorriden. Seit Anfang September ist der 60-Jährige nun am Standort des Medizinischen Dienstleistungszentrums (MDZ) Havelland in Nauen ansässig. Diermann stammt ursprünglich aus Paderborn und war zuletzt im Marienkrankenhaus in Berlin tätig.

Engere Zusammenarbeit für die Patienten

„Ich habe lange Zeit als Chirurg in Krankenhäusern gearbeitet und freue mich jetzt auf einen engeren Kontakt mit meinen Patienten“, sagt Diermann. Im MDZ fungiert er als niedergelassener Arzt, der seine Patienten rund um betreuen kann. „Wir können kleine Eingriffe direkt vor Ort ambulant vornehmen, oder wenn nötig, die Patienten im Krankenhaus operieren“, so Diermann. Da die chirurgische Praxis direkt in der Klinik Nauen angesiedelt ist, steht Johannes Diermann in engem Kontakt zu den dortigen Ärzten, kann, wenn nötig, aber auch selbst operieren.

„Das bietet völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die vor allem für die Patienten ein großes Plus sind“, betont Annegret Randa, Geschäftsführerin des MDZ Havelland. Als Chirurg kann Diermann aber auch Patienten mit anderen Leiden übernehmen und so die Rettungsstelle entlasten.

Da Diermann mit seiner Spezialisierung auf die Viszeralchirurgie und Proktologie einen neuen Schwerpunkt in die chirurgische Praxis einbringt, wurden auch neue Geräte für die optimale Behandlung der Patienten angeschafft. Neben einem speziellen Proktologiestuhl, der den Patienten die Behandlung angenehmer machen soll, wurde auch ein Sonographiegerät gekauft. „Das ist ein spezielles Ultraschallgerät für die Untersuchung von Gefäßen im Bauchraum“, so Diermann. Gut 20 000 Euro kostet die neue Anschaffung.

Vielen Menschen trauen sich nicht zum Arzt

Für viele Menschen seien Erkrankungen am Gesäß nach wie vor ein Tabuthema. „Oft kommen Patienten erst, wenn sie Blutungen feststellen oder die Schmerzen zu stark sind“, so Diermann. Finden sie dann den Weg in die chirurgische Praxis, gehe es in 90 Prozent aller Fälle um Beschwerden durch Hämorriden. In den anderen Fällen handele es sich um schwerwiegendere Erkrankungen. Die hohe Zahl der Hämorridenfälle ist laut Johannes Diermann vor allem auf das Sitzen zurückzuführen.

„Die meisten Menschen sitzen im Grunde falsch und zu lange, so dass die ganze Belastung auf die Hämorriden drückt, die dann irgendwann Probleme machen.“ Aber auch das Unterdrücken des Stuhlgangs etwa, kann auf Dauer zu vergrößerten Hämorriden führen.

Wer merkt, dass er Probleme hat, sollte daher einen Arzt aufsuchen. „Hämorriden kann man heute in der Regel ganz einfach behandeln“, so der Chirurg. Damit auch möglichst viele Menschen von dem neuen Angebot in der chirurgischen Praxis des MDZ erfahren, möchte Diermann auch Öffentlichkeitsarbeit betreiben. „Ich werde sicher an den Ärztestammtischen teilnehmen und von den neuen Möglichkeiten hier berichten“, sagt er.

Von Danilo Hafer

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