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Im Optikpark Rathenow wird aufgeräumt

Bunte Flecken und ein Krokodil Im Optikpark Rathenow wird aufgeräumt

Zwei Stürme fegten im vergangenen Jahr über das Rathenower Buga-Gelände – vor allem der zweite hinterließ im Optikpark immense Schäden. Noch wird aufgeräumt, am 24. April beginnt die Optikparksaison. Ein Künstler zeigt jetzt, dass Bruchholz noch mehr Facetten hat.

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Aus einem entwurzelten Baum im Optikpark wurde ein Krokodil.

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow. Der Baumstamm war am unteren Ende gespalten und ragte aus dem Wasser des Havel-Altarms. Der Anblick nach dem Orkan im vergangenen Jahr war alles andere als schön. Jetzt wird im Optikpark aufgeräumt. Tonnenweise muss das Bruchholz aus dem Park gezogen werden. Doch nicht alle Stücke kommen weg. Der Künstler Aleksander Gerdunov zeigt, wie man aus einem gespaltenen Baum eine Figur schnitzt.

Krokodil schaut aus dem Wasser

Wer ab dem 24. April im Optikpark auf dem Werg am Havelaltarm in Richtung „Papparazzisteg“ unterwegs ist, bekommt vielleicht einen Schreck. Ein riesiges Krokodil mit aufgerissenem Mau schaut aus dem Wasser. Die neue Attraktion hat der Optikpark dem Künstler Aleksander Gerdunov zu verdanken – und dem Orkan, der im Sommer vergangenen Jahres große Schäden hinterlassen hatte.

Lichtungen, wo bis 2015 noch keine waren

Inzwischen sind die beschädigten Bäume gefällt. Teilweise sind Lichtungen entstanden, die es bis 2015 noch nicht gab. Viel Holz wurde aus dem Park gerückt – aber nicht alles. „Wir mussten uns überlegen, wie wir aus der Not eine Tugend machen“, sagt Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus. Zunächst habe man die Idee gehabt, Gerdunov solle den Krokodil-Baum so bemalen, dass er ein Krokodil-Gesicht bekommt. Doch Gerdunov griff lieber zum Schnitzmesser.

Joachim Muus zeigt, wie die Baumstümpfe eingefärbt werden

Joachim Muus zeigt, wie die Baumstümpfe eingefärbt werden.

Quelle: Joachim Wilisch

Und es gibt noch mehr Ideen. Die Baumstümpfe sind Zeugnis dafür, dass hier gesägt wurde. Um diese Wunden zu überdecken, werden sie eingefärbt – natürlich passend zum Park in den Spektralfarben. Die Farbe wird im April aufgetragen. Andere Bruchholzstücke wird Gerdunov zu Vierkanthölzern formen, auf denen Besucher balancieren sollen.

Vorgaben des Baumgutachtens abgearbeitet

Es gibt noch weitere Stellen, wo die Hinterlassenschaften des Sturmes bleiben. Einige Bäume wurden regelrecht entwurzelt, die Wurzelstümpfe bleiben als Schaustücke liegen. Ansonsten hat sich die Optikpark GmbH an die Vorgaben des Baumgutachtens gehalten, das direkt nach dem Orkan gemacht wurde. Darin gab es Hinweise auf Fällarbeiten, die sofort erledigt wurden, deshalb war das Buga-Gelände eine Zeitlang gesperrt. Weitere Arbeiten mussten nun erledigt werden. „Wir sind im Zeitplan“, so Elfie Balzer.

Im Park erläutert Joachim Muus noch einmal das neue Konzept mit dem Zaun zur Weinbergbrücke. „Es wird eine dritte Kasse geben auf Höhe des Fernrohres.“ So können Besucher, die von der Brücke her in den Optikpark wollen, hier hinein.“ Der Eingang für Behinderte auf der Nordseite des Schwedendamm-Sportplatzes bleibt ebenfalls. Der Haupteingang bleibt neben der Mühle.

Einige Bäume wurden regelrecht entwurzelt

Einige Bäume wurden regelrecht entwurzelt.

Quelle: Joachim Wilisch

Rund 70 Arbeitskräfte werden im Optikpark beschäftigt. Dazu kommen noch einmal 30 Mitarbeiter auf MAE-Basis. Einige sind jetzt schon im Park zu sehen, sie machen das Gelände schön für die Besucher, die ab dem 24. April erwartet werden. „Natürlich werden das nicht mehr so viele wie zur Bundesgartenschau 2015“, sagt Joachim Muus. „Aber es sollten mehr werden als 2014.“

Kulturstaatssekretär besucht den Park

Am Dienstag besuchte Kulturstaatssekretär Martin Gorholt das Gelände und ließ sich auf die kommende Optikpark-Saison einstimmen. „Die Buga hat – trotz aller Finanzierungsdebatten – einen Schub für Rathenow gebracht“, sagte er. „Davon profitiert natürlich auch der Optikpark.“

Das Credo von Elfie Balzer und Joachim Muus: „Der Park muss in jedem Jahr Neues bieten. Nicht nur im Programm.“ Darum können sich die Gäste auf viele Veränderungen freuen. Eine verrät Joachim Muus am Schluss: „Es wird einen Weg geben, auf dem wir im Maßstab die Entfernung der Erde zu den Planeten nachbilden.“

Arbeitgeber und Standortfaktor

Im Optikpark gibt es 100 geförderte Arbeitskräfte, 25 Festangestellte. Außerdem werden Langzeitarbeitslose integriert. Die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Anstellungen wird vom Parkmanagement unterstützt.

Als Standortfaktor hat der Park Qualität mit hohem gärtnerischen Anspruch. Das Alleinstellungsmerkmal Optik erscheint vielfältig.

Der Wasserwanderstützpunkt ist eine Erfolgsgeschichte. Da die Zahl der Wassertouristen mit Haus- und Motorboot ständig steigt, ist die Steganlage um zehn Meter verlängert worden.

Von Joachim Wilisch

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