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Havelland Gegenwind für „Brückenschlag“
Lokales Havelland Gegenwind für „Brückenschlag“
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15:54 24.07.2014
Das Modell des Kunstwerks „Brückenschlag“. Quelle: B. Geske
Premnitz

Der öffentliche Teil des Premnitzer Hauptausschusses am Mittwochabend, in dem es eigentlich nur um eine Bauvergabe für die Aussichtsplattform an der Havel gehen sollte, war fast zu Ende, da wurde es noch einmal interessant. Christian Peter, neuer Fraktionsvorsitzender der CDU, fragte, wie es sich mit dem geplanten Kunstwerk „Brückenschlag“ an der Steinbogenbrücke über die Bundesstraße verhalte, darüber hätten die Stadtverordneten nicht abgestimmt. In der Tat sei nicht abgestimmt worden, bestätigte Bürgermeister Roy Wallenta. Das Objekt sei den Stadtverordneten auf ihrer Sitzung im März „ausführlich vorgestellt“ worden. Es habe keine Ablehnung gegeben. Auf der gleichen Sitzung seien noch weitere Objekte für die Buga vorgestellt worden, erinnerte der Bürgermeister, auch diese würden demnächst ohne eine extra Abstimmung realisiert.

Der Abgeordnete Kai Berger (AfD), der als Zuschauer teilnahm, sagte, er sei „erschrocken“, als er den Bericht über das Kunstwerk in der Presse gelesen habe. Es gebe wichtigere Dinge in Premnitz, für die man Geld ausgeben müsse. Johannes Wolf (CDU) bekannte, er habe das vorgeschlagene Objekt „interessant“ gefunden, „schön“ finde er es nicht. Christine Milde (SPD) wählte die klarsten Worte: „Ich halte nichts von diesem Ding.“ Jürgen Mulsow, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Döberitz-Mögelin-Premnitz (DMP), fand, die Installation könne eine „Gefahrenstelle“ sein. Schon jetzt würden sich junge Leute auf der Brücke nicht immer ordnungsgemäß verhalten.

Bürgermeister Roy Wallenta sagte, mit einem Volumen von 270.00 Euro habe das Objekt einen Wertumfang, bei dem eine Abstimmung der Stadtverordneten nicht vorgeschrieben sei. „An Kunst reibt sich die Meinung“, erklärte er und räumte ein: Falls die Stadtverordneten sich das Thema auf den Tisch ziehen wollten, könnten sie das natürlich tun und darüber abstimmen. Da fügte Fachbereichsleiterin Carola Kapitza sofort hinzu, das müsse dann aber „schnell“ geschehen, schließlich sei der Auftrag an den Künstler schon ausgelöst. Sie teilte etwas später mit, dass noch keine Baugenehmigung erteilt ist, weil die Statik fehlt.

Hans-Joachim Maaß, Fraktionsvorsitzender der SPD, befand, es gebe wichtigere Probleme in Premnitz. Wenn nun die Verwaltung schon das Objekt in Auftrag gegeben habe, müsse auch die Verwaltung dafür „geradestehen“. Etwas später schlug er vor, die Installation nach der Buga wieder abzubauen. Für beide Gedanken fand er aber im Ausschuss keine Mehrheit.
Von der CDU und der SPD war am Ende klar zu vernehmen, dass sich diese beiden Fraktionen zeitnah eine Meinung darüber bilden wollen, ob sie für oder gegen die Installation des Objektes sind. Auf der Stadtverordnetenversammlung im September könnte es eine Abstimmung darüber geben. Die Verwaltung soll nun klären, ob und in welchem Umfang mit Regressforderungen des Künstlers zu rechnen wäre, falls die Stadt ihm den Auftrag wieder entzieht.

Von Bernd Geske

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