Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Im Strandbad Ketzin wird’s teurer
Lokales Havelland Im Strandbad Ketzin wird’s teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:15 31.03.2016
Vom Sprungbrett in die Havel ist vor allem für jüngere Besucher des Ketziner Strandbades ein Muss. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Ketzin/Falkensee

Wer ab Mai ins Ketziner Strandbad will, sich erholen, sonnen oder in der Havel baden möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen. Kinder sollen statt 50 Cent künftig 1 Euro bezahlen, für Erwachsene steigt der Preis von 2 auf 3 Euro. Das sind einige der Vorschläge, auf die sich die Mitglieder des Ketziner Finanzausschusses verständigt haben. Die letzte Entscheidung obliegt den Stadtverordneten in der Sitzung am 19. April. Vorher werden die Zahlen noch im Hauptausschuss am Montag diskutiert.

Im Vorfeld hatte die Fraktion CDU/FDP eine Anhebung der Eintrittspreise angeschoben. Ausgangspunkt dafür ist die Tatsache, dass der Zuschuss der Kommune Ketzin/Havel als Eigentümer des Naturbades Jahr für Jahr steigt. Für 2015 mussten knapp 100 000 Euro aus der Stadtkasse für den Strandbadbetrieb inklusive der Personalkosten aufgewendet werden. „12421 Besucher aber 100 000 Euro Defizit im letzten Jahr. Die nackten Zahlen zeigen erheblichen Handlungsbedarf“, sagt Fraktionschef Roman Lange und ergänzt: „Bei fast Flaschenpfand-Eintrittspreisen für eine Tageskarte ist ein wirtschaftlicher Betrieb unmöglich.“ Man sei deshalb für eine moderate Anhebung der Eintrittspreise und sollte das nach jeder Saison neu bewerten. Gleichzeitig zeigt er auch Möglichkeiten auf, wie die Attraktivität des Bades weiter gesteigert werden. „Tretboote, Strandkörbe und Sonnenliegen können in das Vermietungsangebot aufgenommen werden. Wenn die Preise schon steigen müssen, dann muss auch das Angebot ständig überprüft und angepasst werden“, sagt Roman Lange.

Teurer wird ab dieser Saison wohl auch der Bootsverleih. Eine Stunde rudern kostet statt zwei künftig fünf Euro, für zwei Stunden sind 10 Euro fällig. Neu eingeführt wird eine Familienkarte. Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder sollen 7 Euro zahlen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Ketzin/Havel unter anderem in einen neuen Steg und ein Sprungbrett investiert. Ein mögliches Projekt ist der Bau einer Rutsche. Die könnte aus dem Bürgerhaushalt (Volumen 50 000 Euro) finanziert werden, wenn sich dafür eine Mehrheit der Ketziner ausspricht.

Das Falkenseer Waldbad startet hingegen mit unveränderten Eintrittspreisen von ermäßigt 1,50 Euro und 3 Euro für Erwachsene pro Tageskarte in die neue Saison. „Die Preise werden nicht erhöht. Die Stadt zahlt jährlich einen Zuschuss von rund 153 000 Euro, der planmäßig in den Haushalt eingestellt ist“, so Gegefa-Geschäftsführer Ralf Haase. Die letzte Saison im Falkenseer Waldbad war mit 36 376 Badegästen eine der besten, seit die städtische Gesellschaft Gegefa Waldbad GmbH die Anlage führt. In der Winterpause wurden die Umkleidekabinen saniert und für 2016 aufgehübscht.

Die Besucher des Nauener Stadtbades müssen in der neuen Saison ebenfalls mit keinerlei Mehrkosten rechnen. Darüber informierte Manuela Materok von der Nauener Dienstleistungsgesellschaft (DLG), die für das Schwimmbad zuständig ist. Für eine Tageskarte zahlt ein Erwachsener weiterhin 6 Euro, ermäßigt kostet sie 3 Euro. Das Waldbad Nymphensee in Brieselang behält seine Preise von 2 und 3,50 Euro ebenfalls bei, bestätigte gestern Betreiber Kay Kabelitz.

Von Jens Wegener

Rund 50 Piloten und Flugbegeisterte der Quax-Flieger, dem Verein zur Förderung von historischen Fluggerät, trainieren seit Montag auf dem Flugplatz Bienenfarm. Unter Anleitung von Fluglehrern bereiten sie sich so auf die neue Saison vor. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen.

31.03.2016

Nach über Monate andauernde Querelen hat die Falkenseer Senioren-Union jetzt einen personellen Neustart gewagt. Angelika Neubauer wurde als Vorsitzende gewählt und stellte das Programm für die weitere Arbeit vor.

31.03.2016

Ale Kuhställe von ehemaligen Landwirtschaflichen Produktionsgenossenschaften gibt es im Westhavelland oft. Ein Berliner Investor beabsichtigt die etwa ein Hektar große Fläche als Freizeit- und Ferienanlage herzurichten.

02.04.2016
Anzeige