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Havelland Image soll aufpoliert werden
Lokales Havelland Image soll aufpoliert werden
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06:36 15.08.2014
Das Plattenbaugebiet im Osten der Kommune grenzt an die historische Altstadt an. Quelle: Thomas Düsterhöff
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Nauen

Es fehlt in der Plattenbausiedlungen im Osten der Kernstadt noch an vielem – sowohl auf sozialem Gebiet als auch bei der Umfeldgestaltung.

Das will die Stadt jetzt bis zum Jahre 2020 ändern. Die Verwaltung hat unlängst den Antrag ans Land gestellt, das Gebiet „Karl-Bernau-Ring/Innenstadt-Ost“ nahe der Nauener Altstadt in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ aufzunehmen. „Wir hatten schon seit Längerem den Eindruck, dass in dem Bereich etwas passieren sollte“, sagte Gunther App vom Nauener Bauamt. Denn die Zahl der Weg- und Zuzüge sei dort recht hoch. In dem Gebiet wohnen zudem verhältnismäßig viele Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger und  gerade dort treten bei Kindern verstärkt Gesundheitsprobleme auf, die ihre   Entwicklungschancen  beeinträchtigen. Nicht zuletzt wächst der Anteil älterer Bürger.

Somit ist jetzt unter anderem geplant, auf dem Gelände des Freibades einen weiteren Nachbarschaftstreff einzurichten, wie es ihn im Karl-Bernau-Ring bereits gibt. Außerdem soll im Stadtteil ein öffentlicher Spielplatz entstehen, man will Fuß- und Radwegeverbindungen einrichten und zudem in die Dr.-Georg-Graf-von- Arco-Oberschule mit Grundschulteil investieren. Die soll barrierefrei werden, und es ist vorgesehen, dort das Sport- und Freizeit- sowie das Ganztagsangebot zu verbessern. Darüber hinaus soll eine Familienberatungsstelle entstehen, und im Interesse einer besseren Nachbarschaft denkt man auch an Stadtteilfeste, die regelmäßig durchgeführt werden.

„Vieles davon sind erst einmal nur Ideen“, schränkt Gunther App ein. Deren Umsetzung würde aber rund sechs Millionen Euro kosten. Zwei Drittel davon zahlen Bund und Land, ein Drittel käme auf die Stadt zu. Ein entsprechendes Entwicklungskonzept für die sechs Jahre bis 2020 wird derzeit vom Potsdamer Büro Stadtkontor erarbeitet, das bereits seit 17 Jahren die Nauener Altstadtsanierung begleitet. Dass die Stadt sich nicht schon früher sich um das Plattenbau-Gebiet gekümmert hat, begründet App unter anderem damit, dass sich die Kommune nicht zwei umfangreiche Fördergebiete gleichzeitig leisten könne. „Dazu hätten wir nicht die personellen und finanziellen Möglichkeiten gehabt“, sagt er.

Im Mai vorigen Jahres wurde der erste Nachbarschaftstreff im Karl-Bernau-Ring eröffnet, ein weiterer ist im Freibad geplant. Quelle: Archiv

Denn einen erheblichen Teil an Geldern steckt die Kommune seit vielen Jahren in die Erneuerung der Häuser in der Nauener Altstadt. Deren Sanierung wird allerdings 2016/17 beendet sein. Dann sind auch wieder finanzielle Mittel für andere Dinge vorhanden.

Gunther App ist froh, dass die Chancen gut stehen, ins Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen zu werden. Dabei seien gleich mehrere Faktoren zusammengekommen. So wurde der eigene Eindruck vom Handlungsbedarf in dem großen Wohngebiet auch von dem im Entwurf vorliegenden „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ bestätigt. Dieses ist im Übrigen Voraussetzung dafür, dass die Nauener überhaupt ins Förderprogramm kommen. Und schließlich hatte das Infrastrukturministerium vor einigen Monaten mehrere Kommunen im Land Brandenburg dazu ermuntert, sich für das Programm zu bewerben, darunter auch Nauen. Dies hat die Stadt – vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten – nun auch gemacht. Eine Genehmigung der Behörde steht allerdings noch aus.

Programm soziale Stadt

Der Bereich „Karl-Bernau-Ring/Innenstadt-Ost“ wird im Süden von der Berliner Straße, im Westen von der B273 (Am Lindenplatz-Gartenstraße- Oranienburger Straße), im Norden vom Gartenweg zwischen Oranienburger Straße und Waldemardamm und im Osten von Waldemardamm und dem Freibad begrenzt.
Das 41 Hektar große Gebiet ist geprägt durch eine Wohnbebauung in industrieller Bauweise der 1970er-Jahre. Dort leben 2524 Einwohner – etwa 15 Prozent aller Nauener.
Mit Hilfe des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ beabsichtigt Nauen, in den Jahren 2014 bis 2020 städtebauliche Maßnahmen zur Aufwertung des Gebietes durchzuführen und dabei auch Projekte umzusetzen, die ohnehin schon geplant sind wie etwa an der Arco-Schule. ak

Auf keinen Fall sollen die Maßnahmen jedoch an den Bewohnern des Stadtteils vorbeigeplant werden, wie App betont. Vielmehr werden sie sogar einbezogen. „Wir sind dazu einerseits verpflichtet, aber andererseits wollen wir natürlich auch, dass nur etwas geschieht, was dem Gebiet gut tut.“ Dazu ist für den 11. Oktober eine Stadtteilkonferenz geplant. App hofft, dass viele Bürger kommen werden und ihre Ideen einbringen. Der Ort der Veranstaltung steht noch nicht fest.

Von Andreas Kaatz

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