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Havelland Imker fährt seine Bienen zum blühenden Raps
Lokales Havelland Imker fährt seine Bienen zum blühenden Raps
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15:05 03.05.2016
Jürgen Koch gehört zu den wenigen Imkern, die im Havelland noch einen Wanderwagen nutzen. Quelle: Stein
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Buschow

Auf einem großen Feld am Ortsrand von Buschow steht der Raps in voller Blüte. Für Bienen ist es ein Feld zum Wohlfühlen. Die Bienen von Imker Jürgen Koch kommen täglich auf das Feld und sammeln von den Blüten Nektar ein für Honig. Dafür fliegen sie immer hin und zurück. Jürgen Koch hat seine zwölf Bienenvölker in einem Wanderwagen, der etwa 800 Meter entfernt von dem Rapsfeld auf einer Waldlichtung steht.

Bienenwagen sind selten geworden in der Landschaft. Jürgen Koch (64) gehört zu den wenigen Imkern im Havelland, die noch einen solchen Wanderwagen nutzen und nicht wie die meisten seiner Kollegen aufstellbare Magazinbeuten mit weniger Arbeitsaufwand verwenden.

Mitglied im Imkerverein Rathenow und Umgebung

Seit 36 Jahren sind die Bienen Jürgen Kochs Hobby und seither ist er auch Mitglied im Imkerverein Rathenow und Umgebung. Imker geworden ist er durch seinen Vater, der ebenfalls Bienenvölker hatte.

Den Wanderwagen hat Jürgen Koch Mitte der 1980er Jahre selbst aufgebaut und sich dafür Achsen, Holz und anderes Material besorgt. Es ist ein Bienenstand auf Rädern, mit dem der Imker in die Gebiete wandern kann, die seinen Bienen eine günstige Tracht bieten. Die Waldlichtung bei Buschow hat Jürgen Koch für seinen Wanderwagen gewählt, weil von hieraus die Bienen später, wenn die Rapsblüte vorbei ist, ins Dorf zur Lindenblüte und zu einer Allee mit blühenden Robinien fliegen können.

Raps in voller Blüte. Quelle: Stein

Dadurch erspart sich der Imker ein mehrmaliges Wandern mit seinem Wagen. Der Wagen bietet Platz für die Bienenvölker, Hinterbehandlungsbeuten sowie Gerätschaften und Zubehör zur Honiggewinnung vor Ort auf der Waldlichtung.

Ein natürlicher Instinkt und Kommunikation untereinander führt die Bienen immer wieder zum blühenden Raps. Und sollte eine Biene unterwegs doch einmal andere Blüten anfliegen, bleibt der Abstecher ohne Folgen. „Auf die Qualität des Honigs haben vereinzelte Abwege auf andere Blüten keine Auswirkung“, sagt Imker Koch aus Rathenow.

Bienenwagen an der Straße ist kein guter Standort

In der Stadt würden die Bienen viel weniger Nahrung finden, erklärt er seine Leidenschaft für den Wanderwagen mitten in der ländlichen Natur. Den Wanderwagen nicht direkt am Rapsfeld aufzustellen, um somit den Bienen den Anflug von der Waldlichtung zu ersparen erklärt Jürgen Koch so: „Am Rapsfeld würde der Wagen in unmittelbarer Nähe einer Straße stehen. Die Bienenverluste durch den starken Fahrzeugverkehr wären zu groß“.

Außerdem würde der Anflug die Emsigkeit und die Ausdauer der Bienen nicht beeinträchtigen, ist von dem Imker weiter zu erfahren. Den Fleiß ihrer Arbeit in Form von Honig wird der Imker im Juni ernten. Die Bienen werden dann Nektar von anderen Blüten zum Wanderwagen bringen, den Jürgen Koch nach der Saison in Liepe unterstellt. 2016 rechnet der Imker insgesamt mit durchschnittlichen Ertrag von rund 35 Kilogramm Honig je Bienenvolk.

Von Norbert Stein

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