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Immer mehr Kooperationen mit Madagaskar

Falkensee Immer mehr Kooperationen mit Madagaskar

Inselstaat feierte in seiner Botschaft in Falkensee den 57. Unabhängigkeitstag. Viele Gäste aus der Gartenstadt nutzten die Gelegenheit, engere Kontakte zu knüpfen. Fußballer von Falkensee-Finkenkrug möchten Freundschaftsspiel mit Botschaftsmitarbeitern.

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Der Chor der Erich-Kästner-Grundschule Falkensee sang die Nationalhymne von Madagaskar in der Landessprache.

Quelle: Carsten Scheibe

Falkensee. Madagaskar krempelt die Ärmel hoch. Der zweitgrößte Inselstaat der Welt möchte sich Stück für Stück aus der Armut herauskämpfen und den Aufbruch in eine neue Zeit suchen. Angesichts der einzigartigen Natur vor Ort, die von wildwachsenden Vanille-Orchideen bis hin zu den nur hier vorkommenden Lemuren-Primaten reicht, hat Madagaskar diverse Asse im Ärmel, um den Touristen einzigartige Fotomotive im tropischen Klima zu bieten.

Werbung in eigener Sache wurde am Wochenende in der deutschen Botschaft Madagaskars, in der Falkenseer Seepromenade gemacht. Ins rot-weiß-graue Botschaftsgebäude hatte Geschäftsträgerin Florence Isabelle Rafaramalala, die seit einem Jahr in Falkensee wirkt, zum Fest anlässlich des 57. Unabhängigkeitstages von Madagaskar geladen. Angesichts der Tatsache, dass zurzeit noch immer kein ordentlicher Botschafter bestellt wurde, gilt sie als ranghöchste Diplomatin in Deutschland aus Madagaskar.

In einer Ansprache, die sie auf französisch hielt, freute sie sich über die stetig wachsenden Beziehungen zwischen Deutschland und dem nun schon seit 1960 von den Franzosen unabhängigen Inselstaat.

Eine, die die Rede auch ohne Übersetzung verstehen konnte, war Luise Herbst. Sie ist als Dezernentin für das Bürgeramt und die Ordnungs- und Schulverwaltung in Falkensee verantwortlich: „Dass die Botschaft von Madagaskar in Falkensee zu finden ist, ist ein echter Glücksfall für die Stadt. Ich finde es bemerkenswert, wie sehr sich die Botschaftsmitarbeiter für Falkensee interessieren und immer wieder Kooperationen anstreben.“

Eben diese Kooperationen möchte auch Sven Steller, Vorsitzender des Fußballvereins Falkensee-Finkenkrug gern wieder intensivieren: „Vor fünf, sechs Jahren haben wir schon einmal ein Freundschaftsspiel zwischen Falkensee und der Botschaft organisiert. Das würden wir zu gern wiederholen. Ich freue mich sehr, dass es so unkompliziert ist, mit der Botschaft in Kontakt zu treten und solche Ideen anzusprechen.“

Einmal mehr trat bei dem Fest der Chor der Erich-Kästner-Grundschule in Falkensee auf, zu der die Botschaft eine besondere Beziehung unterhält: Die Schüler haben schon oft Spenden gesammelt, um eine Schule auf Madagaskar finanziell zu unterstützen. Zwölf Kinder sangen die Nationalhymne von Madagaskar – in der Landessprache. Ein Gänsehautmoment, als die Mitarbeiter der Botschaft in den Gesang mit einstimmten.

Zwischen Reden und Politik war auf der von vielen Diplomaten besuchten Veranstaltung in Falkensee auch Platz für lockere Gespräche. Ein warmes Buffet lockte mit madagassischen Leckereien, an vielen Ständen konnte man sich farbenfrohe Mode aus der Äquatornähe anschauen, mit Hilfsorganisationen wie Vary Lange in Kontakt treten oder einfach nur der Musik aus Madagaskar lauschen.

Von Carsten Scheibe

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