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Havelland Immer mehr Menschen setzen ihre Tiere aus
Lokales Havelland Immer mehr Menschen setzen ihre Tiere aus
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00:18 25.03.2017
Paddy wird im Falkenseer Tierheim gut versorgt. Anne Krüger sorgt sich um den Hund. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee/Dallgow

Inzwischen geht es Maja und Nelly wieder gut. Die vier Monate alte Welpen sind im Wald ausgesetzt worden. Eine Frau fand sie und gab sie im Falkenseer Tierheim ab. Einer der beiden Hunde ist in einer Probewoche, der andere ist reserviert.

Maja und Nelly sind im Wald gefunden worden. Quelle: Tierheim

„Die Hunde waren herzlos im Wald ausgesetzt“, sagt Rico Lange, Vorsitzender des Tierschutzvereins Falkensee, „glücklicherweise wurden sie rechtzeitig gefunden.“ Mit Sorge nehmen die Mitarbeiter des Tierheims und die Vereinsmitglieder einen steigenden Trend zur Kenntnis, dass sich Leute ihrer Haustiere auf solche Art entledigen. In den ersten zweieinhalb Monaten diesen Jahres gab es schon mehr Fälle als im ganzen vergangenen Jahr zusammen genommen. „Das ist nicht nur herzlos, das ist auch strafbar“, erklärt Rico Lange.

Das Aussetzen eines Tieres, seien es Hund, Katze oder andere Kleintiere, ist verboten und kann mit einem Bußgeld bis zu 25 000 Euro belegt werden. Das Tierschutzgesetz verbietet solche Art der Aussetzens, Zurücklassens oder Entledigens. Das trifft nicht nur auf die Fälle zu, wo ein Tier im Wald zurückgelassen wird, sondern auch auf die Fälle, wo Menschen das Tier in der Nähe des Tierheimes anleinen oder in dessen Nähe eine Katzenbox hinstellen. Hier ist lediglich die Wahrscheinlichkeit größer, dass das verstoßene Tier gefunden wird.

Leere Katzenbox gefunden

Aber immer klappt das auch nicht, wie Rico Lange vor ein paar Tagen erleben musste. Da ist auf der Fläche zwischen Tierheim und Hofladen eine leere Katzenbox gefunden worden. Die Spuren zeigten eindeutig, dass kurz zuvor ein Tier in der Box gewesen war. Ob das Tier sich zu einem neuen Heim durchschlägt oder an der B 5 endet, ist ungewiss. „Helfen konnten wir da nicht“, bedauert Rico Lange. „Auch wenn die persönliche Situation vielleicht schlimm ist: Wer sein Tier nicht mehr halten kann oder will, kann mit uns reden“, appelliert er an Menschen, die ihr Haustier aus welchen Gründen auch immer nicht mehr weiter versorgen können.

Vermittlung exotischer Tiere

Im vergangenen Jahr hatte das Tierheim Falkensee 359 Tiere betreut, Pensionstiere nicht eingerechnet. Auch wegen exotischer Tiere wird manchmal nachgefragt, hier versuchen die Falkenseer an Tierheime zu vermitteln, die sich um Schlangen und andere seltene Tiere kümmern können. In Falkensee sind es vor allem Katzen, die in das Heim gelangen.

Dank der Unterstützung des Landes konnte ein weiteres Katzenzimmer vergittert und mit einer Schleuse für das Außengehege der Vierbeiner gebaut werden, dafür erhielt der Verein eine 75-prozentige Förderung. Das Tierschutzauto finanziert sich komplett über Werbung, sechs Patenschaften wurden übernommen. Das sind Leute, die mit Hunden raus gehen oder die Geld spenden. „Wir führen das Tierheim ehrenamtlich, da sind wir auf Spenden angewiesen“, erklärt Rico Lange. Zum Sommerfest am 1. Juli wollen sie wieder auf das Heim und seine Arbeit aufmerksam machen. Die Spenden sind auch nötig, um weiter freilebende Kater zu kastrieren. „Die Aktion kann Katzenleid verhindern“, sagt Rico Lange.

Von Marlies Schnaibel

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