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Havelland Immerwährende Mahnung
Lokales Havelland Immerwährende Mahnung
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16:03 17.04.2019
Am 18. April 1944 fielen Bomben über Rathenow. Den Angriff flog die US-Luftwaffe. Zahlreiche Gebäude in Rathenow wurden zerstört. Quelle: Repro MAZ/Copyright Archiv Thonke
Rathenow

Das Argument ist so falsch, wie es alt ist. „Damit habe ich nichts zu tun, mich trifft keine Schuld, ich bin Jahre danach geboren.“ Darf man sich so rausreden? Ja und Nein.

Richtig ist: Schuld darf man niemandem anlasten, der nicht zu der Zeit gelebt hat. Und selbst unter denen gab es Aufrichtige – mehr, als man annimmt.

Falsch wäre es, das Gedenken an die Kriegsereignisse und die Erinnerung an die Ursachen zu verdrängen. Nur, wer sich an diese dunkelsten Momente unserer Geschichte zwischen den Jahren 1933 und 1945 erinnert, wird in der Lage sein, sich gegen alle Tendenzen zu stemmen, die diese Jahre verherrlichen.

Wer glaubt, alles sei vorbei und vergessen, der soll sich von Zeitzeugen berichten lassen, wie es damals war – in der Stadt Rathenow unter der NS-Herrschaft. Noch leben einige dieser Personen und sie haben viel zu berichten.

Hören wir Ihnen zu. Der 75. Jahrestag des Bombenangriffs auf Rathenow ist eine gute Gelegenheit, sich das wieder einmal in Erinnerung zu rufen.

Lesen Sie auch: Bomben über Rathenow und dem Westavelland.

Von Joachim Wilisch

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