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Havelland In Grünefeld lebt der größte Mercedes-Fan
Lokales Havelland In Grünefeld lebt der größte Mercedes-Fan
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11:13 01.06.2016
Mit einem W-Modell auf der Wiese: Hans-Jürgen Brand. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Grünefeld

Im zarten Alter von 16 Jahren war der Weg für den aus dem Raum Stuttgart stammenden Hans-Jürgen Brand bereits vorgegeben. Nicht der berufliche, aber der bezüglich seiner späteren Fahrzeuge. „In unserer Familie gab es zwei Fraktionen: BMW und Mercedes. Da sich mein Onkel für Mercedes entschieden hatte und ich als Junge mit ihm schrauben durfte, blieb mit keine Wahl“, sagt der 67-Jährige. Allerdings konnte er damals noch nicht ahnen, dass er mal im havelländischen Grünefeld eine neue Heimat finden und dort die Geschäftsstelle des Vereins Mercedes-Benz W 123 Club leiten würde.

Das W 123 steht für eine Modellreihe von Mercedes, die seit mehr als 30 Jahren nicht mehr produziert wird, natürlich aber noch viele Liebhaber hat. „So ein W 123 war im September 1987 mein erster Mercedes. Noch heute steht er in meiner Garage und ist fahrbereit“, erzählt Hans-Jürgen Brand und schwärmt: „Diese Autos sind nicht tot zu kriegen. Die funktionieren einfach. Und wenn mal etwas kaputt ist, dann gibt es bei unserem Verein Tipps und Hilfen“.

Womit er den wesentlichsten Grund für die 1996 erfolgte Gründung des Vereins W 123 angesprochen hat. Es sei eine Plattform für aktives und wertvolles Vereinsleben für inzwischen fast 2000 Mitglieder, die größtenteils aus Deutschland und Europa kommen. Nur dass sich die inhaltliche Arbeit des Vereins in den letzten 20 Jahren wesentlich verändert habe. „In den Zeiten ohne Internet kamen die Autobesitzer zu uns, weil sie wissen wollten, wie und vor allem wo man was reparieren lassen kann. Das heißt, sie suchten die richtigen Werkstätten, in denen man sich mit diesen älteren Fahrzeuge noch auskannte“, sagt Brand. Heute sind es eher die Liebhaber, die Genießer, die solch ein voll funktionstüchtiges Fahrzeug haben und darüber reden möchten.“

Dafür hat der Verein, verteilt über ganz Deutschland, monatliche Stammtische eingerichtet. Der für den Raum Berlin/Brandenburg ist am ersten Freitag in Berlin. Eine weiteres Angebot des Vereins sind mehrere Ausflugsfahrten im Jahr, zudem sich die Beisitzer verabreden, um dann in großen Gruppen fahren zu können. „Die sehen das Auto als soziales Schmiermittel, als Kommunikationsobjekt, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Warum nicht“, sagt Brand. Die Faszination dieser Modellreihe W 123 verstehen oft nur die Freaks, Insider, Besitzer solcher Autos. „Es sind keine Elektronikautos, keine Chipschachteln“, wie Hans-Jürgen Brand moderne Fahrzeuge nennt.

Wie viele Havelländer unter den 2000 Vereinsmitgliedern sind und den 50 Euro-Jahresbeitrag investieren, kann er nur schätzen: „Vielleicht zwei Hände voll. Aber ich registriere die Wohnorte nicht.“ Dem Grünefelder, der von Beruf Diplom-Ingenieur für Umwelttechnik und jetzt in Ruhestand ist, macht seine ehrenamtliche Aufgabe, sein Hobby einfach Spaß. „Leute rufen an, wollen bei mir Autos oder Teile kaufen. Manche finden keine Werkstatt, die diese Oldtimer wieder auf Vordermann bringen kann. Dann helfen zu können, ist pure Freude.“ Er selbst war nur selten in einer Werkstatt. Was irgendwie geht, bringt er an seinen Fahrzeugen selbst in Ordnung. Und für den Fall, dass er doch mal einen Rat oder Hilfe braucht, gibt es ja den Verein W 123.

Von Jens Wegener

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