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In Nauen entsteht ein neues Wohngebiet

Havelland In Nauen entsteht ein neues Wohngebiet

Ein neues Wohngebiet soll im äußersten Westen der Nauener Kernstadt entstehen. Direkt neben dem Einkaufszentrum Luchcenter ist die Errichtung von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern geplant. In unmittelbarer Nachbarschaft soll es zudem bald mit einem weiteren Wohngebiet losgehen, dessen Entwicklung schon Ende der 90er-Jahre geplant war.

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Mehr als 40 Einfamilien- und Doppelhäuser können im Baugebiet westlich vom Luchcenter entstehen. Hinzu kommen zahlreiche Mehrfamilienhäuser.
 

Quelle: Fiedrich

Nauen.  Nach der Wende wurde auch in Nauen ein Bebauungsplan nach dem anderen für Mietwohnungen und Einfamilienhäuser aufgelegt. Doch die hochtrabenden Erwartungen erfüllten sich nicht. Der Bedarf war nicht da, die vorgesehenen Flächen blieben leer. Das ist seit zwei Jahren anders. Unter anderem im Südwesten von Nauen wächst die Nachfrage nach Baugrundstücken enorm. Und so ist jetzt ein weiteres Wohngebiet im äußersten Westen der Nauener Kernstadt in Vorbereitung, das der Nauener Unternehmer Bernd Fiedrich und seine Frau entwickeln wollen. Sie nennen es „Luchblick II“.

Auf einer rund sieben Hektar großen Fläche, westlich neben dem Einkaufszentrum Luchcenter, sollen voraussichtlich ab nächstem Jahr Einfamilien- Doppel- und Mehrfamilienhäuser entstehen. „Wir wollen das Wohngebiet so entwickeln, dass es einen eigenen Charakter bekommt“, sagt Fiedrich. So ist unter anderen vorgesehen, dass dort auch Doppelhäuser möglich sind, bei denen die älteren Bewohner mit ihren Kindern auf einem Grundstück leben können.
Ansonsten soll in den Mehrfamilienhäusern, die am Havellandradweg errichtet werden, Barrierefreiheit ganz oben stehen. So werden auch Fahrstühle zur Ausstattung der Dreigeschosser gehören und beispielsweise die Türrahmen in den Wohnungen so breit gehalten werden, dass man sie mit Rollstühlen passieren kann. „Bei uns wird es keine Mietpreise von 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter geben, sondern sieben Euro“, sagt Fiedrich. Geplant sind Zwei- und Dreiraumwohnungen mit 55 beziehungsweise 80 Quadratmeter.

Großen Wert wollen die Investoren auch auf die Außengestaltung legen. „Wir möchten, dass sich die Leute dort wohlfühlen“, sagt Fiedrich. Es soll viel Grün geben und auch einen Spielplatz. Ziel ist es, eine so genannte vorzeitige Baureife zu erzielen und mit der Errichtung der Häuser 2018 zu beginnen. Fiedrich geht von zwei Jahren Bauzeit insgesamt aus. Die Mehrfamilienhäuser will er in Eigenregie errichten, die Grundstücke für die Eigenheime indes an Bauwillige veräußern, die sich dann an die Vorgaben des Bebauungsplanes halten müssen. Das Konzept wurde bereits mit der Stadt vorabgestimmt.

Ein Verkehrskonzept ist bereits in Auftrag gegeben. So soll die Haupterschließung des neuen Wohngebietes von der Hamburger Straße aus erfolgen. „Außerdem soll das Wohngebiet mit dem nebenan geplanten Wohngebiet der GGN über eine Straße verbunden werden“, so Fiedrich. Dabei handelt es sich um den B-Plan Lietzow-Platz von 1996 für ein Gebiet nördlich und östlich des Luchcenters. Eine Fläche von 5,5 Hektar, die zu zwei Dritteln der kommunalen Grundstücksgesellschaft Nauen (GGN) und zu einem Drittel der Bundesimmobilienanstalt (Bima) gehört.

Dass mittlerweile Aktivitäten laufen, dieses Gebiet nach so langer Zeit nun zu entwickeln, bestätigt GGN-Geschäftsführerin Marion Grigoleit. „Wir haben schon Entwürfe und Kostenschätzungen für die Erschließung“, sagt sie. Ab Mitte nächsten Jahres soll es an die konkrete Umsetzung gehen. „Derzeit überlegen wir in Abstimmung mit der Bima, wie das Gebiet gestaltet werden kann“, sagt sie. Vorgesehen ist, dass im südlichen Teil hinter Aldi altengerechtes Wohnen ermöglicht werden soll. Weiter nördlich sind Einfamilienhäuser geplant.

Ursprünglich sollte das Gebiet schon Ende der 90er-Jahre entwickelt werden. Ging man doch auch in Nauen davon aus, dass die Bonner Bundesbediensteten, die nach Berlin umziehen müssen, Wohnraum in der Region benötigen. Nauen gehörte aber dann letztlich doch nicht zu den von den Beamten bevorzugten Standorten. „Und wir hatten auch noch mit der Entwicklung des Wohngebietes Am Mahlbusen sowie des Gewerbegebietes Ost zu tun“, sagt Marion Grigoleit. „Seit zwei Jahren hat nun aber die Nachfrage nach Baugrundstücken deutlich zugenommen.“ Jetzt ist die GGN dabei, einen Investor für dieses Gebiet zu finden.

Von Andreas Kaatz

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