Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland In Nauen fallen die Hüllen
Lokales Havelland In Nauen fallen die Hüllen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:05 04.12.2014
Am Montag begann der Abbau der ersten Gerüste am Nauener Rathausturm. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Die Spitze des Nauener Rathauses scheint jetzt weithin zu leuchten. Für diesen Eindruck sorgt das neue Kupferblech, das in den vergangenen Wochen aufgebracht worden ist. Es wird den Turm die nächsten Jahrzehnte wieder zuverlässig vor der Witterung schützen. Insgesamt rund 60 Prozent der alten Kupfereindeckung mussten ersetzt werden.

Die Dacharbeiten an dem markanten Bauwerk waren Teil der Turmsanierung, die derzeit läuft. Gestern wurde bereits damit begonnen, die Rüstung von ganz oben bis auf die Balkonebene abzubauen. Bis 12. Dezember laufen nun noch verschiedene Restarbeiten. So sollen beispielsweise in dieser Woche die vier Ziffernblätter der Turmuhr wieder von einem Berliner Uhrmacher eingesetzt werden, teilt Horst Neitsch mit, Sachbearbeiter Hochbau bei der kommunalen Dienstleistungsgesellschaft (DLG). „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt er. Die Bedingungen seien für die Bauleute gut gewesen. „Wir hatten den Wettergott auf unserer Seite. So konnte ununterbrochen gearbeitet werden.“

Schon vergangene Woche kam die Bekrönung wieder auf ihren alten Platz, bildet jetzt wieder den höchsten Punkt des Rathauses. Das rund 100 Kilogramm schwere Metallgestell war zuvor in einer Schlosserei überarbeitet worden. Es hielt eine Farbbeschichtung, Zierelemente wurden ergänzt. Neu ist auch die Kupferkugel. Die alte Kugel enthielt eine Schachtel – darin ein Brief mit Daten zu Dachdeckerarbeiten in den Jahren 1930 und 1972, als die Firmen Schmitz & Sohn beziehungsweise Ziehn das Turmdach auch schon einmal mit neuen Kupferblechen versehen haben. Das Originalschreiben kam jetzt wieder in die neue Kugel hinein, zusammen mit einer Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Eigentlicher Grund der Turmsanierung ist, dass die Holzwürmer Teile der Tragkonstruktion angegriffen haben. Deshalb wurde befürchtet, dass die Standsicherheit in absehbarer Zeit nicht mehr gewährleistet sein könnte. Somit wurden jetzt an vielen Stellen der Konstruktion schadhafte Hölzer ausgetauscht. Außerdem sollen neben zusätzlichen hölzernen Querbalken jetzt auch noch Spannstähle über die gesamte Turmhöhe für mehr Stabilität des Bauwerks sorgen, damit dieses für künftige Stürme gewappnet ist. Denn ein solches Desaster wie 1911, als der Turm bei einem Orkan abgekippt war und im Rathausdach steckenblieb, will man nicht noch einmal erleben.

Rathaus

Das Nauener Rathaus mit seiner roten Fassade wurde in den Jahren 1888 bis 1891 im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet.
Im Februar 1911 riss ein Sturm den Turm herunter. Dieser kippte ab und blieb danach mit der Spitze im Dach des Rathauses stecken, ragte mitten in den Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes. Verletzt wurde niemand.
Bereits im Herbst 1930 sowie im Herbst 1972 haben Dachdecker das Kupferblech am Turm erneuert. Zudem wurden 1930 auch Arbeiten an der Uhr ausgeführt. <MC>ak

Neu angefertigt wurde zudem auch das Geländer des Rathausturmes. Das alte war ebenfalls vom Holzwurm befallen und schon recht wackelig gewesen. Die gesamte Sanierung des Rathausturmes kostet rund 280.000 Euro. Darin enthalten sind auch Städtebaufördermittel.

Ursprünglich hatte man überlegt, den Turm für die Sanierung noch vor den Herbststürmen 2013 abzunehmen und die Arbeiten am Boden durchzuführen. Ein Statiker konnte nach einer Prüfung per Krangondel im November aber Entwarnung geben. So fiel die Entscheidung, das Bauwerk 2014 an Ort und Stelle wieder herzurichten. Doch es dauerte länger als gedacht, eine Gerüstbaufirma zu finden. Erst bei der zweiten Ausschreibung klappte es.

Von Andreas Kaatz

Havelland Jugendliche aus dem Havelland und Oberhavel zur Verwendung von Plastiktüten - Ein Weg zur sauberen Welt

Etwa eine Billion Plastiktüten, also 1000 Milliarden, werden auf der Welt im Jahr weggeworfen. Für die Umwelt ist das eine große Belastung: Unter anderem landet der Plastikmüll im Meer, wo er von Tieren mit Nahrung verwechselt und verschluckt wird. Viele Tiere sterben. Doch Jugendliche in der Region sind sich nicht einig, ob es auch ohne Plastiktüten geht.

01.12.2014
Havelland Vorübergehend künstlerisch - 30 Kreative stellen aus - "Galerie auf Zeit" in Falkensee

Die Galerie auf Zeit in der Falkenseer Innenstadt wirkte am Freitagabend wie ein Magnet. Zahlreiche Falkenseer strömten in den Kreativmarkt in der Bahnhofstraße, mit dem nach längerem Leerstand auch wieder Leben in den ehemaligen Elektroladen eingezogen ist. Bis zum 23. Dezember präsentieren dort mehr als 30 Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeiten.

01.12.2014
Havelland Polizei in Falkensee vernimmt Zeugen - Disko-Schlägerei bleibt rätselhaft

Zwei Tage nach der Disko-Schlägerei vor dem Falkenseer Capitol mit fünf Leichtverletzten herrscht immer noch Rätselraten über die Umstände. Die Polizei vernimmt derzeit Zeugen und versucht, den Ablauf des aus dem Ruder gelaufenen Abends zu rekonstruieren.

01.12.2014