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In Strodehne liegt Musik in der Luft

Gitarrenduo „Hands on Strings“ gibt Sommerkonzert In Strodehne liegt Musik in der Luft

Was hat das Haveldorf Strodehne nur, was andere Dörfer nicht haben? Diese Frage haben sich viele gestellt, eine Antwort zu finden ist schwer. Er dürften mehrere Faktoren dazu geführt haben, dass sich das brandenburgische Örtchen an der Grenze zu Sachsen-Anhalt gelegen, in einen wahren Kulturort verwandelt hat. Am Samstag steht hier wieder mal ein tolles Konzert an.

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Zu den Sommerkonzerten ist die Dorfkirche stets gut gefüllt.

Quelle: privat

Strodehne. Zahlreiche Künstler fühlen sich hier wohl. Es gibt eine Dorfkneipe, in der man sich nicht nur in den Abendstunden zum Bier trifft. Unweit davon haben die Werkfreunde Strodehne sich in den 1990er Jahren in der ehemaligen LPG-Kantine einquartiert und stellen immer wieder neue Kulturprojekte auf die Beine. Und dann sind da noch die Strodehner Sommerkonzerte. Eine Veranstaltungsreihe, die mittlerweile seit 21 Jahren stattfindet. Organisiert wird sie vom Verein Kunsthaus Strodehne, dessen Mitglieder aber keineswegs aus der Region kommen, sondern aus der Landeshauptstadt.

Michael Wegener, unter anderem Projektmanager der Schöller Festspiele, kümmert sich seit 2007 darum, dass die Dorfkirche jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Juli fünf Mal mit Musik gefüllt wird. Von Bachs Goldberg Variationen bis Balkanbeats, von Chorgesang bis urbanen Jodelkonzert – die Bandbreite der Reihe ist äußerst vielfältig. Aber warum macht ein Potsdamer Musik in der Provinz für die Provinz? Es muss wohl an der Anziehungskraft dieses Dorfes liegen, in dem der Kunsthaus Verein seit 1988 seinen Sitz auf dem Gahlberg hat.

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Das Konzert am 12. Juli beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Dem erlag auch Gitarrist und Vereinsmitglied Stephan Langer, der 1995 die Konzertreihe ins Leben rief. Später übernahm Wegener die Organisation und im Mai dieses Jahres kündigte er das 100. Konzert in der Dorfkirche an. „Mittlerweile gibt es einen richtigen Fankreis und ich begrüße unsere treuen Gäste mit Handschlag“, freut sich der Potsdamer. Auch er spielt Gitarre und gab 2011 selbst ein Konzert im Haveldorf – allerdings etwas unfreiwillig. „Die Musiker steckten im Stau und ich musste einspringen“, erinnert sich Wegener. Zufällig hatte er sein Instrument dabei und konnte das Publikum mit Klassik, Flamenco und Volksliedern begeistern.

Auch morgen gibt es Gitarrenklänge in der Strodehner Kirche zu hören. Thomas Fellow und Stephan Bormann werden das letzte Konzert dieser Saison geben. Als Duo „Hands on Strings“ haben sich die beiden einen Platz in der internationalen Gitarrenszene erspielt und werden sich auch in Strodehne begeistern. Wenn das Publikum dann applaudiert und sich einmal mehr bei Wegener für das Erlebnis bedankt, weiß er wieder warum er Musik ins Dorf bringt: „Das Feedback der Menschen gibt mir die Kraft, diese Reihe zu stemmen.“

Von Christin Schmidt

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