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In der Dachsberg-Grundschule wird es eng

Premnitz In der Dachsberg-Grundschule wird es eng

Im neu vorgelegten Schulentwicklungsplan des Kreises wird vorhergesagt, dass es in der Dachsberg-Grundschule Premnitz eng werden könnte. Bis vor kurzem war sie zweizügig. In diesem und im vergangenen Jahr sind aber je drei 1. Klassen eingeschult worden. So soll es in den nächsten Jahren bleiben. Für 2020/21 und 2021/22 werden sogar vier 1. Klassen prognostiziert.

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Dieser Raum muss für drei Zwecke genutzt werden: WAT Holzbearbeitung, die Vorbereitungsgruppe und für den Kreativbereich des Horts. Rechts Schulleiter Jens Martin

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Dachsberg-Grundschule in Premnitz wird im neu vorgelegten Schulentwicklungsplan des Landkreises als eine von wenigen Bildungsstätten genannt, in denen es in den nächsten Jahren eng werden kann. Schulleiter Jens Martin geht davon aus, dass diese Prognose zutreffen könnte. Wie er berichtet, ist seine Schule in den letzten Jahren komplett zweizügig gewesen. Sie hat also von Stufe 1 bis 6 jeweils zwei Klassen gehabt. Im diesem und auch im vergangenen Schuljahr sind aber je drei 1. Klassen aufgenommen worden. Auch für das nächste Schuljahr können drei 1. Klassen als sicher gelten. Dieser Trend soll laut Schulentwicklungsplan weiter so bleiben. Die gegenwärtige Vorhersage gipfelt dann sogar darin, dass für die Schuljahre 2020/2021 und 2021/2022 sogar vier neue 1. Klassen angekündigt werden.

2007 hat die Dachsberg-Grundschule noch 247 Schülerinnen und Schüler gehabt, derzeit sind es 321. Nicht zu vergessen ist, dass es seit Beginn des Schuljahres zwei Vorbereitungsgruppen für Kinder mit Migrationshintergrund gibt, für die an drei Tagen der Woche auch zwei Räume benötigt werden. Der Hort braucht ebenfalls Räume, wobei nicht vergessen werden darf, dass die Doppelnutzung eines Raumes für Schule und Hort eigentlich nicht gestattet ist. Gegenwärtig werden durch den Hort allein zwölf Räume genutzt, zwei befinden sich wegen beginnender Knappheit bereits in Doppelnutzung und ein Raum wird sogar für drei Zwecke verwendet: für den WAT-Bereich Holzbearbeitung (WAT = Wirtschaft-Arbeit-Technik), für eine Vorbereitungsgruppe und für den Kreativbereich des Horts.

Schulleiter Jens Martin sagt: „Wir brauchen mehr Klassenräume“

„Wir brauchen mehr Klassenräume“, stellt Schulleiter Jens Martin fest. Für die benötigten Hortplätze reichten die Kapazitäten gerade noch aus. Bekomme die Schule nicht mehr Räume, könne es zu Problemen kommen, sagt der Schulleiter. In diesem Jahr werde von der Stadt ein Kellerraum unter der Judohalle so umgebaut, dass zum neuen Schuljahr der genannte dreifach genutzte WAT-Raum dort einziehen kann. Dadurch werde im Schulgebäude ein weiterer Klassenraum frei. Werden dann nicht Jahr für Jahr weitere Räume für die Schule erschlossen, sieht Jens Martin etwas wenig Wünschenswertes kommen.

Dann bliebe aus seiner Sicht nur, die viel und gern genutzten Fachräume für Musik, Englisch und Kunst in Klassenräume zu verwandeln. „Es wäre eine Katastrophe für die Schulentwicklung, wenn man Fachräume streichen müsste“, findet der Schulleiter. Ab 2017/2018 beginne die Einführung der neuen Rahmenlehrpläne. Darin sei vorgegeben, dass Fachbegriffe an Wänden visualisiert werden sollen – was sich nur in Fachräumen sachgerecht machen lasse. Bislang habe die Zusammenarbeit mit der Stadt gut geklappt, resümiert Jens Martin. Er hoffe, dass die Verantwortlichen dort auch in Zukunft Möglichkeiten finden, damit weitere Räume für die Schule zur Verfügung gestellt werden können.

Zweizügig, dreizügig und vierzügig

Seit 2011 war die Dachsberg-Grundschule in Premnitz komplett zweizügig.

Das heißt, sie hatte in jeder Stufe zwei Klassen.

In den Jahren 2015 und 2016 sind jeweils drei 1. Klassen eingeschult worden.

In den nächsten Jahren soll dieser Trend laut Schulentwicklungsplan des Kreises mit drei 1. Klassen so bleiben.

Für die Schuljahre 2020/2021 und 2021/2022 sagt der Kreis sogar vier 1. Klassen voraus.

2023 und 2024 sollen die Schülerzahlen laut Stadtentwicklungskonzept von Premnitz aber wieder zurück gehen.

Carola Kapitza, Fachbereichsleiterin der Stadt, teilt mit, dass die Verwaltung aufgefordert ist, bis zum 10. März eine Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan des Kreises abzugeben. Sie bestätigt, dass unter der Judo-Halle ein WAT-Raum hergerichtet werden soll. Nach den Daten des Stadtentwicklungskonzeptes, erklärt sie, würden die Schülerzahlen an der Dachsbergschule ab 2023/24 wieder abnehmen. Wenn der Trend vorerst so bleibe, könne man sich vielleicht nicht den „Luxus“ leisten, sagt sie, Klassen- und Fachräume zu haben und müsse mal einen Fachraum als Klassenraum nutzen. Zwar sei die Schule für 620 Kinder gebaut worden, doch sei damals zu DDR-Zeiten eine Doppelnutzung für Schule und Hort möglich gewesen – was heute nicht mehr gestattet sei. Die Verwaltung werde auch mit den Hortverantwortlichen sprechen, kündigt Carola Kapitza an, um das vorhergesagte Raumproblem zu lösen.

Von Bernd Geske

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