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In der Kita Kiefernwichtel ist es zu laut

Kinderbetreuung in Elstal In der Kita Kiefernwichtel ist es zu laut

In der Elstaler Kita stehen bauliche Lärmschutzmaßnahmen an. Messungen hatten ergeben, dass der Lautäußerungen der Kinder beim Sprechen oder Schreien gepaart mit Lauf- und Trampelgeräuschen für erhebliche Nachhallzeiten sorgen.

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Architektonisch hebt sich das Gebäude der Kita „Kiefernwichtel“ in Elstal von anderen ab.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Fast genau zehn Jahre ist die Elstaler Kita „Kiefernwichtel“ alt. Von außen ist das Gebäude in der Straße unter den Kiefern ein Hingucker, innen müssen jetzt die Handwerker ran, denn: es ist zu laut. „Die raumakustische Situation muss verbessert werden, und das machen wir“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Nachdem die Kitaleitung sich wegen des Lärms an die Gemeinde Wustermark als Eigentümer gewandt hatte, wurden in verschiedenen Räumen des Gebäudes Messungen veranlasst. Es zeigte sich, dass Gespräche mit tiefen Tönen, was einer normalen Geräuschkulisse bei Gesprächen entspricht, in den Räumen klar und ohne störend zu wirken, geführt werden können. Allerdings stellten die Experten fest: Lautäußerungen der Kinder beim Sprechen oder Schreien gepaart mit Lauf- und Trampelgeräuschen sorgen dafür, dass es erhebliche Nachhallzeiten im oberen Frequenzbereich gibt. Im Klartext: der Lärmpegel ist zu groß. „Deshalb sind schallabsorbierende Maßnahmen zur Senkung der Nachhallzeit an den Wand- und Deckenflächen erforderlich“, erklärt Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Dafür stellt die Gemeinde jetzt rund 27 000 Euro zur Verfügung, so haben es die Mitglieder des Hauptausschusses einstimmig beschlossen.

Als die Kita im Jahre 2007 den Betrieb aufnahm, seien alle gesetzlichen Vorgaben zur Ausstattung der Räume erfüllt und von den Genehmigungsbehörden bestätigt worden, heißt es in der Vorlage der Wustermarker Verwaltung. „Nach Angaben des Architekten, ist für dieses Gebäude der Mindestschallschutz gemäß damaliger gültiger DIN erfüllt worden“, so Wolfgang Scholz. Die Einstufung sei nach der Gebäudeklasse „Schulen und vergleichbare Unterrichtsbauten“ erfolgt und danach der bauliche Schallschutz umgesetzt worden.

Doch mit den Jahren kamen mehr Kinder unterschiedlichen Alters hinzu. Derzeit werden 26 im Krippenbereich und 56 im Kitabereich betreut, was bei dem angewandten Konzept des Hauses einer vollen Belegung entspricht.

In einem ersten Schritt wurden bereits im Bewegungsraum Schallschutzdecken und eine Gipskarton-Vorsatzschale angebracht, was für Kinder und Erzieherinnen erhebliche Verbesserungen mit sich brachte, so Scholz. Aber das reicht nicht aus. Nun werden die Räume im Erdgeschoss mit Deckensegel und Wandabsorber ausgestattet. Das alles erfolgt während des laufenden Betriebs. Mit der Kitaleitung sei abgestimmt, dass jeweils nur in einem Gruppen- mit dazugehörigem Nebenraum gearbeitet werde, so dass die sich Einschränkungen in Grenzen halten würden. Die Arbeiten sollen demnächst beginnen.

Die Finanzierung ist gesichert. Im Haushalt der Gemeinde stehen für 2017 für die Kita 50 000 Euro zur Verfügung. Mit dem verbleibenden Betrag von etwa 22000 Euro sollen 2018 die Gruppenräume im Obergeschoss mit Schallschutzelementen ausgestattet werden. Bauleistungen zur Verbesserung der Raumakustik im Treppenhaus und im Flur des Obergeschosses folgen später in einem dritten Bauabschnitt.

Von Jens Wegener

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