Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland In der Mieterinsel treffen sich Alt und Jung
Lokales Havelland In der Mieterinsel treffen sich Alt und Jung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:11 03.12.2017
Sogar eine kleine Bibliothek gibt es: Ronny Blockhus (r.) leitet die Mieterinsel in Nennhausen und wird dabei von Carola Wuschko unterstützt. Quelle: Fotos: Norbert Stein
Anzeige
Nennhausen

Auf diesen Tag freuen sich die Frauen aus Garlitz. Zweimal im Monat kommen sie zum Würfelnachmittag in die Mieterinsel nach Nennhausen. Zwölf Frauen sind es diesmal, die gemütlich zusammen sitzen, den Becher aus Leder auf den Tisch klopfen und auf gute Zahlen hoffen. Die 1 ist sehr gut, auch eine 6 nicht schlecht. Die Ergebnisse werden zwar aufgeschrieben, haben aber eine untergeordnete Rolle. Ums Gewinnen geht es nicht. Die Gemütlichkeit ist den Frauen viel wichtiger.

„Sich unterhalten, Neuigkeiten erfahren und Abwechslung haben“ – so benennt Erika Helwing beim Würfelnachmittag die Gründe, warum sie gerne und regelmäßig zur Mieterinsel kommt. Dieter Pietrusky ist an dem Nachmittag der einzige Mann in der Runde. „Einer muss doch aufpassen“, sagt er schmunzelnd. Dieter Pietrusky ist oft in der Mieterinsel. Er wohnt gleich nebenan, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Mieterinsel, die für ihn ein Stück gesellschaftliches Leben bedeutet.

In der Mieterinsel ist eigentlich immer etwas los. Männer und Frauen kommen. Sie spielen Rommé, lesen Bücher, führen Gespräche oder basteln. An jedem letzten Freitag im Monat ist Männerfrühstück. Pünktlich um 9 Uhr ist alles vorbereitet. Das Frühstück ist beliebt unter den Männern, die aus Nennhausen, Damme, Stechow und weiteren Dörfern kommen. Waren es vor drei Jahren freitags immer um die zehn Teilnehmer, sind es mittlerweile über 20, die zum Frühstück in die Mieterbibliothek kommen. Da reicht ein Tisch nicht mehr aus.

Ronny Blockhus, die Leiterin der Mieterinsel, und ihre Mitarbeiterin Carola Wuschko decken deshalb nunmehr eine ganz Tafel ein für die Männer. Es gibt Hackepeter, Wurst, Salate, Marmelade und Kaffee zum Frühstück, bei besonderen Anlässen auch ein Glas Sekt. Die Männer unterhalten sich über Handwerkszeug und Dorfgeschehen. Sie machen Witze. Wenn Ronny Blockhus und Carola Wuschko kleinen Heftchen verteilen, wissen alle Bescheid. Nun werden gemeinsam ein paar Volkslieder gesungen.

Es sind aber nicht nur die besonderen Veranstaltungen, die Besucher schätzen. Sie kommen auch, um sich lockerer Atmosphäre zu unterhalten. Eine kleine Bibliothek mit über 250 Büchern bietet guten Lesestoff. So ist vom Montag bis Freitag immer etwas los in der Mieterinsel.

2011 als Demografieprojekt des Landkreises und mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung gegründet und in einer von der WSI zu Verfügung gestellten 78 Quadratmeter großen Wohnung in der Fontanestraße 24 zweckmäßig eingerichtet, hat sie sich zu einen gut besuchten Treffpunkt entwickelt. Anders ausgedrückt: Die Mieterinsel hat im gesellschaftlichen Leben von Nenn-hausen einen festen Platz gefunden. Geworden ist aus ihr ein generationsübergreifender Freizeittreff für Menschen aus dem gesamten Amt Nennhausen.

„Die ersten Jahre waren nicht einfach“, sagt Ronny Blockhus. Sie leitet die Mieterinsel seit ihrer Eröffnung und hat eine wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung. Mittlerweile organisiert sie für die Besucher und Einwohner auch Veranstaltungsreihen, wie Buchlesungen und Vorträge. Mit einer Gesundheits-Vortagsreihe ging die Mieterinsel in alle Gemeinden des Amtes. Für interessierte Besucher werden Busreisen zu Sehenswürdigkeiten im Umland organisiert und 2017 hat die Mieterdinsel an dem vom Landkreis für das Havelland organisierten Europäischen Filmfestival der Generationen teilgenommen.

Von Norbert Stein

Westhavelländer mit einem Faible für vorweihnachtliche Stimmung hatten am Wochenende die Qual der Wahl. In mehreren Städten und Dörfern fanden Adventsmärkte statt. Von der Hüttenweihnacht in Premnitz bis zum Markt in der Stechower Festscheune reichte die Palette.

03.12.2017

Gegen Kommerz und Langeweile trat zum 19. Mal die Falkenseer Angerweihnacht an. Der nicht kommerzielle Weihnachtsmarkt bot am Sonnabend Selbstgebasteltes, Selbstgekochtes und viel gute Laune rund um den Falkenhagener Anger.

04.12.2017

Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger will es noch einmal wissen. Bei der Bürgermeisterwahl im Februar tritt der 60-Jährige noch einmal an, um sein Amt zu verteidigen. Von der CDU Rathenow wurde er am Freitagabend zum Kandidaten gekürt. Von 18 anwesenden Mitgliedern stimmten zwei gegen die Nominierung des Amtsinhabers.

04.12.2017
Anzeige