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In drei Monaten zur Baugenehmigung

Bauordnungsamt des Kreises In drei Monaten zur Baugenehmigung

Das Bauordnungsamt des Kreises Havelland ist eine Behörde mit vielen Aufgaben. Dort sind nicht nur Baugenehmigungen zu erteilen, es sind auch Widerspruchsverfahren an der Tagesordnung und immer wieder stehen die Mitarbeiter im Fokus, wenn es um fehlende Genehmigungen geht.

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Baudezernent Jürgen Goulbier.

Quelle: Marotzke

Rathenow. Jürgen Goulbier steht einer Behörde vor, in der es ums Bauen geht. Und um Genehmigungen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Goulbier kennt das und bleibt zumindest nach außen gelassen, wenn es mal wieder brenzlig wird. Das Kreisbauamt hat jetzt seine Bilanz für das Jahr 2015 vorgelegt. Der Bauausschuss des Kreistages bekommt die Zahlen einmal im Jahr und darf sich ein Bild davon machen, wie die Behörde arbeitet.

Und da ist viel Routine dabei. Das zeigt sich auch in der Bilanz des Jahres 2015. Hier einige der Kennziffern für das Jahr. Vergleichszahlen aus anderen Kreisen gibt es noch nicht, die gibt das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft später heraus. Insgesamt gab es 970 Baugenehmigungsverfahren. Im vereinfachten Modus wurden 143 dieser Verfahren abgearbeitet. Dazu kommen 58 Bauanzeigeverfahren und 123 Verfahren für Vorbescheide. In Summe sind das 1294 Verfahren.

Bauordnungsamt

Im Dezernat IV, das von Jürgen Goulbier geleitet wird, ist das Bauordnungsrecht ein wichtiges Thema, das bearbeitet wird. Aber es sind viel mehr Aufgaben, mit denen sich die Mitarbeiter hier befassen.

Eng mit Bauangelegenheiten verknüpft sind immer wieder die Entscheidungen der Unteren Denkmalbehörde und der Widerspruchsbehörde.

Das Kataster- und Vermessungsamt ist vor allem für die Kartierung zuständig.

Gebäude- und Immobilienmanagement hat mittlerweile einen höheren Stellenwert. Das hängt mit der Suche nach brauchbaren Flüchtlingsunterkünften zusammen. Bei Jürgen Goulbier laufen die Fäden bei der Suche zusammen.

Interessant sind auch die Aussagen zur Verfahrensdauer: 46 Prozent – also fast die Hälfte – der Verfahren wurden in zwei Monaten abgeschlossen. Bei knapp 24 Prozent dauerten die Verfahren bis zu drei Monate und in knapp 20 Prozent der Fälle dauerte es bis zu sechs Monate. Daraus ergibt sich ein Quote, mit der man im Havelland zufrieden sein wird: 70 Prozent der Bauanträge sind innerhalb von drei Monaten abgeschlossen.

Die Einnahme aus Gebühren liegen deutlich über dem Ansatz. Zu Beginn des vergangenen Jahres ging man davon aus, dass man im Bauordnungsamt Gebühren in Höhe von 1,1 Millionen Euro erheben wird. Tatsächlich sind es nun 1,5 Millionen gewesen.

Bei den ordnungsrechtlichen Verfahren wurden 742 Fälle abgeschlossen, 80 Widerspruchsverfahren sind erledigt, 19 Klageverfahren ebenfalls. Und eine hohe Ziffer machen die so genannten „sonstigen Verwaltungsverfahren aus: 963 an der Zahl. Bei den erledigten Verwaltungsverfahren je Mitarbeiter ist man bei der Bilanz auf 116 gekommen und letztlich sind 499 Verfahren zu Dienstbarkeiten abgeschlossen worden.j

Wenn man sich Vergleichszahlen aus dem Kreis des Jahres 2014 und 2013 ansieht, so ist zu erkennen, dass die 70-Prozent-Quote in etwa seit einigen Jahren schon gehalten wird. Nun warten die Amtsleiter rund um den Dezernenten gespannt darauf, wie es in anderen Kreisen aussieht. Ein bisschen Wettbewerb ist immer. Gut dastehen wollen sie am Ende auch.

Von Joachim Wilisch

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