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Havelland In weiterführenden Schulen wird der Platz knapp
Lokales Havelland In weiterführenden Schulen wird der Platz knapp
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18:07 08.03.2018
Jetzt schon bis auf den letzten Platz belegt: Die Bürgelschule. Und der Andrang wird noch größer werden. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Bis zum Jahr 2027 ist es noch ein Weilchen hin. Dennoch spielt das Datum in der Bildungsverwaltung des Rathenower Rathauses bereits eine wichtige Rolle. Denn wenn alle derzeitigen Prognosen zutreffen, dann werden die drei Sekundarschulen der Stadt arge Raumprobleme bekommen. „Wir sollten uns jetzt schon Gedanken darüber machen, wie wir den Schülerandrang in den 7. Klassen bewältigen“, sagt Rathenows 1. Beigeordneter Hans-Jürgen Lemle.

Grund für den vorhergesagten Boom sind die korrigierten Prognosen über die Entwicklung der Schülerzahlen. Nach aktuellen Daten aus dem Einwohnermeldeamt werden in den kommenden Jahren immer rund 200 Kinder pro Jahr eingeschult. Ein Höhepunkt wird im Sommer 2021 erreicht, wenn 228 Erstklässler auf die vier Rathenower Grundschulen verteilt werden müssen. Mit der Bildung von mindestens zehn 1. Klassen ist dann zu rechnen.

Geht man davon aus, dass diese zehn Klassen nach den sechs Grundschuljahren in die Sekundarstufe 1 (7. bis 10. Klasse) wechseln, wären die Kapazitäten der drei weiterführenden Schulen in Rathenow bereits ausgelastet. In der Gesamtschule Bruno H. Bürgel sind vier Züge vorgesehen, im Jahngymnasium ebenfalls vier (plus eine Leistungsklasse), und die Duncker-Oberschule ist für zwei Züge konzipiert.

Schüler umliegender Gemeinden kommen nach Rathenow

Das Problem: Es sind nicht nur Rathenower Schüler, die von den weiterführenden Schulen der Stadt aufzunehmen. Auch die Abgänger aus den umliegenden Grundschulen in Premnitz, Milow, Rhinow, Nennhausen, Großwudicke und Hohennauen wird es größtenteils nach Rathenow ziehen. Natürlich gibt es noch die Oberschule in Premnitz und die Koop-Schule in Freisack. Aber selbst wenn diese einen Teil des Booms abfangen, wird der Andrang in Rathenow immens sein.

Lemle zufolge muss man, das hätten Statistiken aus der Vergangenheit gezeigt, zu den Rathenower Grundschulabgängern rund 60 Prozent aus dem Umland hinzuzählen. Das ergäbe dann eine Zahl von mindestens 16 siebten Klassen im Jahr 2027. Also fünf bis sechs mehr, als nach derzeitigem Stand der Dinge von den drei Rathenower Sekundarschulen aufgenommen werden können.

Neubau nicht vorgesehen

Nun könnte man vor dem Hintergrund dieser Zahlen auf die Idee kommen, dass zur Lösung des Problems in Rathenow eine Sekundarschule neu gebaut werden müsste. Das allerdings ist eher unwahrscheinlich. Denn der Schülerboom wird aller Voraussicht nach kein permanenter sein. „Wir gehen von drei bis vier starken Jahren aus“, sagt Lemle. Danach würden die Zahlen wahrscheinlich wieder zurückgehen.

Anlass für diese Vorhersage ist ein Blick auf die Bevölkerungsstatistik. In den Jahren 1989 bis 1991 gab es einen dramatischen Geburtenknick. Das sind jene Jahrgänge, deren Kinder Ende der 20er Jahre in den Sekundarbereich kommen. Und diese Zahl wird nach aktueller Einschätzung unter den oben beschriebenen Maximalzahlen liegen.

Um diese Spitze abzufangen, muss Lemle zufolge an temporären Lösungen gearbeitet werden. Die befristete Kapazitätserhöhung sei eine Möglichkeit, Platz zu schaffen. In der nächsten Zeit will Lemle Vertreter des Kreises und der umliegenden Gemeinden an einen Tisch rufen, um über das Thema ins Gespräch zu kommen. „Auch wenn das Problem in der Ferne liegt – es kann nicht schaden, früh über eine Lösung nachzudenken“, so Lemle.

Von Markus Kniebeler

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