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Indian Summer-Party in der Schulaula

Perwenitz Indian Summer-Party in der Schulaula

Country-Musik und Linedance waren am Samstag in der Perwenitzer Grundschule angesagt. 250 Besucher kamen zum elften Indian Summer der Glien Dancer. Getanzt wurde bis die Füßen qualmten.

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Uwe Linke von „Western Express“ sorgte dafür, dass alle Tänzer fachgerecht ausgestattet waren.

Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande

Perwenitz. Vicky Müller, Linedancerin aus Falkensee, begutachtete die große Hutauswahl, die Uwe Linke in seinem mobilen Westernstore, dem „Western Express“ am Wochenende mit zum elften „Indian Summer“ zur Aula nach Perwenitz gebracht hatte.

Die Tänzerin, die beim SV Dallgow trainiert, entschied sich schließlich für einen Cowboyhut im Stil der amerikanischen Flagge. „Das passt: Ich habe ein Kleid mit einem blauen Oberteil mit Sternen und einem Tellerrock mit rot-weißen Streifen“, erklärte die leidenschaftliche Tänzerin aus Falkensee. Ihr habe Linedance geholfen, nach mehreren Schlaganfällen auf die Beine zu kommen. „Ich wollte unbedingt wieder tanzen, ich mag die ganze Lebensart des Linedance, die Musik ist Motivation und der Tanz ist gut für die Koordination.“ Der Sport sei eben für jeden geeignet, egal welchen Alters und welchen Gewichts, lachte sie.

Ganz so zum Lachen war Klaus-Günter Jordan, Trainer der Glien Dancer und Organisator des „Indian Summer“ nicht zu Mute. Denn in den vergangenen zehn Jahren habe man die Veranstaltung stets im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien gemacht, erzählte er. 2017 sei es aus terminlichen Gründen nicht möglich gewesen. Auch die Konditionen seien ungünstiger geworden, ergänzte er, obwohl stets rund 500 Besucher in den Erlebnispark gekommen waren. Umso glücklicher sei er jedoch, dass er für die beliebte Veranstaltung, die in Anlehnung an den amerikanischen Herbst wegen der markanten Blätterfärbung als Indian Summer bezeichnet wird, mit der Schulaula in Perwenitz eine Ausweichmöglichkeit gefunden hatte. Auch wenn dort nur halb so viele Besucher hineinpassen.

Herbstlich wurde der Saal mit Countryaccessoires dekoriert. Die Tanzfläche war stets gut gefüllt. Außen drehten Paare im Westernlook oder in Jeans und Turnschuhen ihre Kreise, während innen typischer Linedance getanzt wurde.

Unter den Gästen waren Tänzer der Country Lindedancer aus Zühlsdorf. „Wir bedauern, dass nicht im MAFZ getanzt wird“, sagte Solveig Ehrhardt. Doch sei es gut, dass eine Alternative gefunden wurde. „Es ist erstaunlich, was man aus der Turnhalle gemacht hat.“

Bereits Freitagabend stand der erste Workshop auf dem Programm, in dem der „Irish Country Boy“ gelernt wurde. Samstag studierten die teilnehmer zur Linedancemusik „Drinking Problem“ den Paartanz „Champagne Cha“ ein, eine Anlehnung an den traditionellen Chachacha. Neben den Workshops steht vor allem das freie Tanzen ganz oben auf der Hitliste. Mit solchen stellte DJ Mike West sein Musikprogramm zusammen. „Wunschlisten sind meine Arbeitsweise“, sagte der Musiker. Die Tänzer dankten es ihm mit einer vollen Tanzfläche. 80 Titel schaffe man so in fünf Stunden, verriet er. Dabei wiederholt sich kein Tanz. Jeder hat andere Schrittfolgen. „Linedance ist eben körperliches, geistiges und Ausdauertraining“, erklärte Fachmann Klaus-Günter Jordan.

„Wir wollen tanzen bis die Füße qualmen“, lachte Solveig Eckhardt, der das Treffen mit anderen Linedancern am Herzen liegt. „Man kann sich austauschen, schließlich haben wir haben alle ein gemeinsames Hobby. Das verbindet.“

Von Ulrike Gawande

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