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Indonesien-Hühner sind Stars der Züchterschau

Rassegeflügel in Ferchesar Indonesien-Hühner sind Stars der Züchterschau

Das ganze Jahr kümmern sich 24 Mitglieder des Rassegeflügelzüchtervereins Rathenow um ihr Federvieh. Sie züchten Tauben, Enten, Gänse und Hühner. Sie pflegen zudem eine gesellige Gemeinschaft, wie am Wochenende beim Vereinssommerfest. Heimliche Stars der Veranstaltung: schwarze Hühner einer Rasse, die ursprünglich aus Südostasien stammen.

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Nicole Dahlmann (l.) und Gabriele Triebisch mit zwei ihrer insgesamt 31 indonesischen Hühnern.

Quelle: norbert stein

Ferchesar. Hühnerzüchten ist ihr Hobby. Das ganze Jahr hindurch kümmern sich die 24 Mitglieder des Rassegeflügelzüchtervereins Rathenow und Umgebung um ihr Federvieh. Sie züchten Tauben, Enten, Gänse und Hühner in verschiedenen Rassen. Sie pflegen aber auch eine gesellige Gemeinschaft, wie am Wochenende beim diesjährigen Vereinssommerfest in Ferchesar.

In gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem diskutierten die Mitglieder über die weitere Vereinsarbeit, die Vorbereitung der im Herbst beginnenden Ausstellungssaison und die Zucht von Jungtieren. Hühnerrassen wie New Hampshire und Cochin werden sie auch in diesem Jahr wieder auf Ausstellungen zeigen. Doch die einschlägigen Rassen bekommen Kongruenz im Verein. Gabriele Triebisch und Nicole Dahl-mann zeigten beim Sommerfest den Vereinsfreunden erstmals auf ihren Höfen in Garlitz und Elslaake gezüchtete Tiere der Gattung Ayam Cemani. Im Verein und im Westhavelland sind Triebisch und Dahlmann die ersten Züchter der Hühnerrasse aus Indonesien, die eigentlich in Zentral- und Ostjava sowie auf Sumatra und Mandura beheimatet ist.

Charleen Bogs, Marc Bogs und Petra Henneborn (vl)

Charleen Bogs, Marc Bogs und Petra Henneborn (v.l.). mit den Siegespokalen vom Hähnekrähen.

Quelle: Stein

„Sie sind komplett schwarz“, benennt Nicole Dahlmann das augenscheinlichste Merkmal der Ayam Cemani, von denen sie acht Tiere züchtet. Schwarz ist nicht nur das Gefieder der Tiere, sondern auch der Kamm, die Augen, die Knochen und das Fleisch. Selbst das Blut hat eine tiefe schwarz-rote Färbung. „Über die Niederlande kam die Rasse vor einigen Jahren auch nach Deutschland“, sagte Gabriele Triebisch. Sie züchtet auf ihrem Hof insgesamt 23 Tiere. Das Fleisch soll einen herzhaften Geschmack haben, sagen die Züchterinnen. Selbst gegessen haben sie Ayman Cemani aber noch nicht. „Die Rasse bereichert die Zuchtvielfalt im Verein“, sagte der Vorsitzende Günter Henneborn vor den Ausstellungskäfigen, in denen die Tiere beim Sommerfest gezeigt wurden.

Aus Südost-Asien

Das Ayam Cemani-Huhn stammt ursprünglich aus Indonesien. Es ist komplett schwarz.

Die Henne wiegt etwa 1,5 bis 2 Kilogramm, der Hahn wird bis zu 2,5 Kilogramm schwer.

Eine Henne legt etwa 80 Eier im Jahr. Die Eier sind cremefarbig.

Nach Deutschland gebracht wurde die Rasse vor 13 Jahren.

Darüber hinaus wurden bei der Veranstaltung auch die Sieger des vom Verein bereits vor einigen Wochen veranstalteten Hähnewettkrähens ausgezeichnet. Gewonnen hat in diesem Jahr Alfred Timm, dessen Hahn in der aufgrund des hochsommerlichen Wetters auf 30 Minuten verkürzten Wettkampfzeit beachtliche 74 krähte. Timm selbst konnte zwar am Sommerfest nicht teilnehmen. Für ihn nahm stellvertretend Vorstandsmitglied Petra Henneborn den Siegerpokal in Empfang.

Bei den Jugendlichen gewann Charleen Bogs bereits zum dritten Mal. Sie darf nun den ausgelobten Wanderpokal behalten. Der neu vom Verein gestiftete Pokal bleibt jedoch für ein Jahr in der Familie – er ging an Charleens Bruder Marc, dessen Hahn 71 Mal krähte.

Von Norbert Stein

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