Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Infoveranstaltung zu Flüchtlingsheim in Nauen
Lokales Havelland Infoveranstaltung zu Flüchtlingsheim in Nauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 25.05.2015
Nur wenige sind der Einladung zur Informationsveranstaltung zum geplanten Flüchtlingsheim gefolgt. In Nauen blieben die Sitze leer. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Nauen

Die gute Nachricht vorweg: Diesmal blieb alles ruhig. Nach den Tumulten bei der Nauener Stadtverordnetenversammlung im Februar wurde am Donnerstagabend sachlich über die Asylbewerberunterkunft am Waldemardamm diskutiert. Der Landkreis hatte Bewohner und Institutionen aus der direkten Nachbarschaft des Heims zur Informationsveranstaltung in die Aula des Oberstufenzentrums eingeladen. Allerdings, und das ist die weniger gute Nachricht, nahmen nur wenige Bürger das Angebot an.

Weitere Unterkünfte

  • Drei Flüchtlingsheime gibt es derzeit im Havelland: in Rathenow, Premnitz und Friesack. Letzteres soll in diesem Jahr vorübergehend erweitert werden, erklärte Dezernent Wolfgang Gall.
  • Der Bau von zwei weiteren Asylbewerberunterkünften in Falkensee ist bereits beschlossen. Das erste an der Ecke Kremmener Straße/Bergstraße soll im Juni eröffnen. Im Gespräch ist ein weiteres Heim in Wustermark.

Zu Beginn hatte Kreisdezernent Wolfgang Gall (CDU) einen Überblick über die Flüchtlingssituation in Deutschland und im Landkreis gegeben und die gesetzlichen Grundlagen vorgetragen. Demnach werden in diesem Jahr im Havelland 1150 Asylbewerber erwartet, eine deutliche Steigerung gegenüber den 485 im Jahr 2014.

Im Februar 2016 sollen die ersten Asylsuchenden einziehen

Anfang Juni soll der Bauantrag gestellt werden, in der zweiten Augusthäfte beginnen die Arbeiten. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2016 vorgesehen.

Bürger fürchten Kriminalitätsanstieg

Niemand müsse befürchten, dass ihm die Flüchtingen die Sozialleistungen oder den Kitaplatz streitig machen. "Keiner nimmt Ihnen irgendetwas weg", so Gall.

"Was uns fremd ist, das macht uns Angst"

Einige Anwohner äußerten Bedenken, dass wegen des Flüchtlingsheims die Kriminalität steigen könnte. Sie befürchteten Zustände wie am Görlitzer Park in Berlin, wo mit Drogen gehandelt wird, und dass junge Frauen auf den Straßen bald nicht mehr sicher sind. "Wir können aber nicht feststellen, dass es im Havelland im Umfeld von Asylunterkünften eine erhöhte Kriminalitätsrate gibt. Unter den Deutschen ist die Kriminalität weitaus größer", erklärte Polizeichef Lutz Gündel.

"Was uns fremd ist, das macht uns Angst. Also versuchen wir es kennenzulernen", meinte Irene Petrovic-Wettstädt, Leiterin des Leonardo-da-Vinci-Campus. Projekte mit Flüchtlingen sind deshalb schon in Planung. Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) sagte: "Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, Kriegsflüchtlingen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen."

Von Philip Häfner

Havelland Sommerausstellung im Museum zeigt beliebte Fernsehfiguren - Sandmannvielfalt in Falkensee

Sandmann, lieber Sandmann: Wer kennt diese Melodie nicht? Kinder lieben die Kultfigur, die seit Jahrzehnten zauberhaften Sand verstreut. Im Falkenseer Museum gibt es seit Freitag eine Ausstellung zum Sandmännchen. Zu sehen gibt es märchenhafte Konstellationen und fantasievolle Fahrzeuge.

23.05.2015
Havelland Bürgermeister der fünf Buga-Kommunen haben entschieden - Buga: Bismarckturm soll geöffnet werden

„Durchbruch im positiven Sinne!" Die Bürgermeister der fünf Buga-Kommunen haben am Donnerstag über den Bismarckturm in Rathenow entschieden. Buga-Besucher sollen die Sehenswürdigkeit künftig besuchen können. Trotz massiver Proteste der Besucher hatte der Buga-Zweckverband den Turm aus Sicherheitsgründen gesperrt.

21.05.2015
Havelland Groß- und Klein Behnitzer See im Stadtbesitz - Nauen übernimmt Gewässer vom Land

Kaum wurde ein Geschenk des Landes so kontrovers in Nauen diskutiert: Die Übernahme des Großen und Kleinen Behnitzer Sees. Bis zuletzt hatte die Stadtverwaltung vor einem unkalkulierbaren Kostenrisiko gewarnt. Nun haben die Stadtverordneten eine mehrheitliche Entscheidung zugunsten der Übernahme getroffen.

24.05.2015
Anzeige