Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Ins Baugeschehen kommt wieder Bewegung

Nauen Ins Baugeschehen kommt wieder Bewegung

Große Pläne hatten Investoren in der 90er-Jahren in Nauen. Riesige Wohngebiete sollten entstehen, doch nur wenig davon wurde realisiert. Wegen der Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Wohnungen interessieren sich jetzt wieder Investoren für die entsprechenden Flächen. In den nächsten Jahren könnten somit mehr als 350 neue Wohnungen entstehen.

Voriger Artikel
Karneval in Rathenow: Plötzlich Prinzessin
Nächster Artikel
Kita „Flax und Krümel“ feiert 50. Geburtstag

Das Nauener Wohngebiet an der Bauernfeldallee ist nur zu zwei Dritteln fertiggestellt worden.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Wären nach der Wende im Südwesten alle geplanten Bauvorhaben umgesetzt worden, dann käme Nauen dort von der Verdichtung her auf Großstadtniveau. Im Bereich zwischen Hamburger und Ketziner Straße hätte ein Haus neben dem anderen gestanden. Doch es kam bekanntlich anders, nur ein Teil der Pläne wurde umgesetzt. Einige Investoren gingen Pleite, andere zogen sich zurück. Der „Wohnpark Hamburger Straße“ mit seinen rund 400 Wohnungen ist eines der wenigen Gebiete, die realisiert worden sind.

Nach jahrelanger Pause kommt nun Leben ins Nauener Baugeschehen, werden die Flächen für Investoren wieder interessant. Vor allem Einfamilienhäuser sind in den jetzigen Niedrigzinszeiten gefragt, aber nicht nur. Ein Beispiel: das Gebiet an der Bauernfeldallee, wo einst mehr als 500 Wohnungen entstehen sollten. Nur etwa zwei Drittel sind dort realisiert, dann strich das Land die Förderung. Jetzt – mehr als 15 Jahre danach – will ein Investor in dem restlichen Gebiet neun Stadtvillen mit insgesamt 126 Wohnungen errichten. Für zwei Häuser sind die Baugenehmigungen bereits erteilt.

Nach Abschluss aller neu geplanten Bauvorhaben wird Nauen etwa 365 weitere Wohnungen im Stadtgebiet haben. „Wir rechnen mit bis zu 700 neuen Einwohnern, wenn alles realisiert wird“, sagt Gunther App vom Nauener Bauamt. Als ein weiteres Gebiet, in dem sich etwas tut, nennt er die „Gartenstadt“ südlich der Schützenstraße. Auch dort waren einst Geschosswohnungen in großem Stil geplant – mehr als 600 sollten in den 90er-Jahren gebaut werden. Es gab einen rechtskräftigen Bebauungsplan, der Investor führte sogar einen eingeschränkten Architektenwettbewerb durch. Passiert ist aber nichts. Aufgebaut war alles auf Wohnungsbauförderung, die blieb jedoch aus, wie sich App erinnern kann. Seit geraumer Zeit werden in dem Gebiet erfolgreich Grundstücke veräußert, aber nicht für Mehrgeschosser, sondern ausschließlich für Einfamilienhäuser. So sollen nach Änderung des Bebauungsplanes für den größten Teil des Gebietes demnächst rund 70 Eigenheime entstehen, auf 6,3 Hektar Wohnbaufläche. „Ich habe keinen Zweifel, dass das Gebiet schnell vermarktet werden kann“, so App, der dabei auch die Erfahrungen in anderen Wohngebieten im Blick hat.

Bewegung soll darüber hinaus in den Bereich der so genannten verlängerten Ziegelstraße südlich der Bauernfeldallee kommen. Für einen kleinen Teil des Gebietes gibt es einen rechtskräftigen B-Plan, für 40 Einfamilienhäuser ist Platz. In den vergangenen Jahren ist dort gerade einmal eine Hand voll Häuser gebaut worden.

Neu ausgewiesen werden soll das Neubaugebiet „Ketziner Straße“, wo sich derzeit noch Acker befindet. Hinter dem Seniorenzentrum der Havelland Kliniken ist ein Mix aus bis zu viergeschossigen Bauten und Einfamilienhäusern vorgesehen. Rund 100 Wohnungen könnten entstehen. Was tatsächlich gebaut wird, hängt letztlich von der Marktlage ab. Und schließlich ist für ein Gebiet dahinter, das an die Ziegelstraße heran reicht, ein B-Plan für 12 bis 20 Einfamilienhäuser aufgestellt worden. Platz zum Bauen gibt es aber auch darüber hinaus. „Luchblick II“ heißt ein Vorhaben, das nördlich der Hamburger Straße, hinter dem Luchcenter, entstehen könnte und wo auch Geschosswohnungen denkbar sind.

Wo mehr Menschen wohnen, gibt es auch mehr Verkehr. Deshalb hatte die Stadt für den Bereich Südwest eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob die Verkehrsanlagen den Zuwachs aushalten. Im Ergebnis ist Gunther App erleichtert: „Die vorhandenen Straßenquerschnitte und die Knotenpunkte reichen für die Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs aus.“

Von Andreas Kaatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg