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Integration führt über Sprache

Nauen Integration führt über Sprache

Die Integration Geflüchteter bleibt eine schwierige Aufgabe. Im Arbeitsamtsbezirk Neuruppin werden fast 1000 geflüchtete Menschen als arbeitslos gezählt.

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Die Vermittlung von Geflüchteten ist schwierig.

Quelle: Friedrich Bungert

Nauen. „Die Integration von geflüchteten Menschen ist und bleibt eine Aufgabe, die Zeit braucht. Viele der Angekommenen haben keine formale Ausbildung. Deshalb werden wir in den nächsten Jahren höhere Investitionen leisten müssen, um diesen Personenkreis in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu integrieren“, informiert Cornelie Schlegel von der Agentur für Arbeit Neuruppin zur aktuellen Arbeitsmarktsituation anlässlich des internationalen Migrationstages am Montag.

Bei der Aufgaben setzt die Agentur für Arbeit auf die Förderung von berufsrelevanten Sprachkenntnissen in Verbindung mit berufsfachlichen Qualifizierungen, um eine nachhaltige Integration zu erreichen.

Im gesamten Agenturbezirk Neuruppin, zu dem das Havelland gehört, sind zurzeit 998 geflüchtete Menschen arbeitslos gemeldet. Im November 2016 waren es 1 172 Personen. 89 Prozent der arbeitslos gemeldeten Menschen werden von den Jobcentern betreut. Bezogen auf alle 1 562 arbeitslosen Ausländer gehören 63,9 Prozent, also zwei Drittel, diesem Personenkreis an.

Etwas mehr als 50 Prozent der arbeitslosen Flüchtlinge kommen aus Syrien/Arabische Republik und knapp 15 Prozent aus Afghanistan.

Für die meisten der geflüchteten Menschen ist es zunächst wichtig, die deutsche Sprache zu erlernen. Aktuell nehmen 1 207 Personen an Integrations- oder sonstigen Sprachkursen teil. An weiteren Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik waren es im August 357 Personen, davon überwiegend an Maßnahmen der beruflichen Eingliederung mit 193 Teilnehmenden.

Die Integration gestaltet sich nach wie vor schwierig und nimmt mit der Verbesserung der Deutschkenntnisse zu. Seit Januar 2017 konnten 478 geflüchtete Menschen eine Arbeit aufnehmen.

Auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigen sich die Auswirkungen der Fluchtmigration. So ist insbesondere die Beschäftigung von Syrern, Afghanen und Iranern im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hier ist aber zu beachten, dass es sich oft um Menschen handelt, die schon länger in Deutschland leben.

Die Arbeitsagentur und die Jobcenter unterstützen mit teilweise speziell für geflüchtete Menschen entwickelte Maßnahmen, die auch berufsbezogene Deutschkenntnisse beinhalten und oft im Schwerpunkt der Ermittlung und der damit verbundenen Vermittlung beruflicher Kompetenzen dienen. „Aus früheren Flüchtlingswellen wissen wir, dass im jeweiligen Zuzugsjahr etwa zehn Prozent in Beschäftigung integriert werden können, nach fünf Jahren 50 Prozent und nach 15 Jahren 70 Prozent, erklärte Cornelie Schlegel.

Von MAZ-online

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