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Integrationszentrum für 20 Flüchtlingsfamilien

Brieselang Integrationszentrum für 20 Flüchtlingsfamilien

Ursprünglich war in der Brieselanger Thälmannstraße eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge geplant. Aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen wird das vom Landkreis Havelland angemietete Gebäude für diesen Zweck jedoch nicht mehr benötigt. Jetzt soll hier ein Integrationszentrum für bis zu 20 Flüchtlingsfamilien

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Geflüchtete Familien werden in dem neuen Integrationszentrum auf den deutschen Alltag und die Arbeitswelt vorbereitet.

Quelle: AFP

Brieselang. Ursprünglich war in der Brieselanger Thälmannstraße eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge geplant. Aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen wird das vom Landkreis Havelland angemietete Gebäude für diesen Zweck jedoch nicht mehr benötigt. Der Kreisausschuss für Grundsicherung und Arbeit stimmte daher kürzlich für die Umnutzung zu einem Integrationszentrum für Flüchtlingsfamilien. Eine endgültige Entscheidung über das von Dezernent Dennis Granzow vorgestellte Konzept muss der Kreisausschuss in der kommenden Woche treffen.„In der Thälmannstraße könnten bis zu 20 Familien unterkommen. Die Wohnungen werden bereits hergerichtet und könnten, sollte die Entscheidung in der nächsten Woche fallen, wahrscheinlich schon zum 1. Dezember bezogen werden“, so Granzow. Intensive Betreuung als Weg in die Integration sei das Ziel der Variante mit einer Laufzeit von vorerst zwei Jahren. „Drei Betreuer sind ständig für die Familien da und unterstützen sie intensiv. Der Deutschunterricht wird zunächst im Vordergrund stehen, um so den Weg auf den Arbeitsmarkt zu ebnen“, sagte Dennis Granzow.

In Einzelcoachings sollen die Geflüchteten an eine Arbeit oder eine Ausbildung herangeführt werden. „Wir haben den Standort Brieselang bewusst gewählt. Logistik und Pflege sind hier die Schwerpunktbranchen, auf die sich die Menschen, sofern sie noch keinen Berufswunsch haben, konzentrieren können“, so Granzow weiter. Die Geflüchteten erhalten Hilfe beim Bewerbungsverfahren und werden zu Vorstellungsgesprächen oder Praktika begleitet. Sobald sie einen Beruf und eine eigene Wohnung gefunden haben, könnten andere Familien nachrücken, erklärt der Dezernent.

Auf die Bedenken einiger Ausschussmitglieder, dass das Projekt nicht genügend zur Integration und Sprachentwicklung betragen würde, erwiderte Granzow: „Die Familien leben zwar unter einem Dach, jedoch in abgeschlossenen Wohneinheiten. Und selbst wenn ihre Nachbarn keine Deutschen sind, so ist das Coaching doch ein guter Weg in die Integration.“ Rund 416 000 Euro, die dem Landkreis aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt werden, kostet die Finanzierung des Projektes.

Von Laura Sander

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