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Havelland Intensive Messegespräche in Berlin
Lokales Havelland Intensive Messegespräche in Berlin
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21:46 12.03.2017
Quelle: Ralf Stork
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Havelland/Berlin

Die Messehallen sind die gleichen, die Aussteller zum Teil auch, das Publikum sowieso. Und doch ist alles ganz anders als auf der Grünen Woche: Auf der ITB – der weltgrößten Tourismusmesse – ist die „Brandenburghalle“ komplett von Botswana belegt. Statt Wildschweinknacker und Schmalzstulle gehen hier Reiseprospekte und Safari-Tipps über den Tresen. Überhaupt werden viel weniger Häppchen und viel mehr Giveaways unters Volk gebracht: Kugelschreiber, Gummibärchen, Aufkleber, Plüschtiere und Schokostückchen. Wo die Grüne Woche laut wie ein Bierzelt und voll wie eine Tokioter U-Bahn ist, erinnert die ITB eher an das geschäftige Summen eines Bienenstocks. Der Geräuschpegel ist so, dass man nicht brüllen muss, und man kann bequem in einer Broschüre blättern, ohne jemandem den Ellenbogen in den Magen zu rammen. Kein Wunder, dass die Gespräche auf der ITB länger und intensiver geführt werden, als auf der Grünen Woche.

Am Stand von Siemanns Naturlandschaften. Quelle: Ralf Stork

„Man merkt, dass das Interesse der Berliner am Brandenburger Umland sehr groß ist“, sagt Carina Sanders vom Tourismusverband Havelland, der sich am Wochenende für einen Tag den Messestand mit dem Tourismusverein Kloster Lehnin teilt. Gemeinsam sind sie da, um Fragen zu Fontanes unvermeidlichem Birnengedicht zu beantworten, vor allem aber, um die steigende Nachfrage nach Outdoor-Aktivitäten im Reisegebiet zu befriedigen: „Am meisten interessieren sich die Messebesucher für die beiden großen Radwege in der Region, den Havel-Radweg und den Havelland-Radweg“, sagt Carina Sanders. Folgerichtig liegen die Prospekte mit den Radrouten auf dem Tisch ganz vorne.

Die hellten Sterne im Naturpark

Gleich daneben liegt eine Broschüre über den Sternenpark Westhavelland. Auch das ist offenbar ein Thema, das viele interessiert, ebenso die Frage nach Hausbooten für die Havel. „Rad- und Wassertourismus liegen ja schon seit Jahren im Trend“, sagt Sanders. Relativ frisch erweckt scheint die Wanderlust der Messebesucher. „Es waren schon viele am Stand, die speziell nach Wanderrouten im Reisegebiet gefragt haben“, sagt Sanders. Dafür sind solche Messeauftritte natürlich auch da – zu sehen, wo sich vielleicht ein neuer Trend entwickelt.

Das Havelland im Rundum-Kino. Quelle: Ralf Stork

Und auch, wenn das Wandern im weitgehend flachen Havelland wahrscheinlich nicht so populär werden wird wie im Hohen Fläming, ein paar schöne Spazierwege gibt es doch, die man den Besuchern empfehlen kann: Man kann um den Hohennauener See oder um die Döberitzer Heide herum wandern, über die Berge bei Milow, am Ufer des Gülper Sees entlang oder in Stölln zum Gollenberg und zur Lady Agnes.

Schwenzer in Pilotenuniform

Apropos: Auch Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal-Verein in Stölln, war am Wochenende auf der Tourismusmesse in Berlin unterwegs. In der Pilotenuniform der DDR-Fluglinie Interflug machte er Werbung für den Lilienthal-Verein und einen Besuch am Gollenberg.

Horst Schwenzer warb für den Lilienthal-Verein und für den „Airport“ Stölln. Quelle: Ralf Stork

Ein paar Meter weiter hat die Sielmann-Stiftung ihren Stand, an dem sie für die verschiedenen Naturlandschaften in Brandenburg warb. Neben der Döberitzer Heide sind das die Kyritz-Ruppiner Heide, die Großschauener Seen, die Tangersdorfer Heide und Wanninchen – viele Flächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. „Die meisten Besucher hier auf der ITB interessieren sich aber doch vor allem für die Döberitzer Heide“, sagt Susanne Wunderlich, die den Messestand betreut. Der Wisent aus Plüsch hilft ein bisschen dabei, Besucher an den Stand zu lotsen, ein kleines Quiz tut ein Übriges. Und trotzdem kommen die meisten Messebesucher an den Stand, weil sie sich ganz gezielt über das große Naturschutzprojekt informieren wollen. „Insgesamt wollen wir die Erlebbarkeit unserer Naturlandschaften in den kommenden Jahren steigern“, sagt Hannes Petrischak, der seit Oktober 2016 in der Sielmann Stiftung für den Bereich Naturschutz zuständig ist und von Elstal aus arbeitet.

Sielmanns Erbe weiterentwickeln

Während Menschen so ab 40 Heinz Sielmann noch als großen Tierfilmer erlebt haben, können jüngere Generationen kaum noch was mit dem Namen anfangen. „Dehalb ist es uns wichtig, Sielmanns Erbe, also die Naturlandschaften, weiter zu entwickeln“, sagt Petrischak. So sollen im Rahmen des Stadtumlandwettbewerbes der Stadt Potsdam in den kommenden Jahren das Wegenetz in der Döberitzer Heide erweitert und fahrradtauglich hergerichtet werden. Vor allem wird das frühere Naturschutzzentrum zum Besucherinformationszentrum mit Ausstellungen und verschiedenen Bbildungsangeboten ausgebaut. Grund genug, um auf der ITB schon einmal kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Von Ralf Stork

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