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Interesse an Biotonne ist groß

Neue Mülltonne im Havelland Interesse an Biotonne ist groß

Die erste Tour, bei der die Havelländische Abfallwirtschaft Biomüll im Landkreis eingesammelt hat, ist vorbei. Michael Schmidt, Geschäftsführer der HAW, erläuterte vor dem Umweltausschuss, wie sich die Einführung der Biotonne bisher entwickelt hat.

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Seit dem 1. Januar im Havelland Biomüll eingesammelt.

Quelle: foto: dpa

Rathenow. Nach einem knappen Monat hat Kreisumweltdezernent Henning Kellner eine erste Bilanz zur Einführung der Biotonne im Landkreis Havelland vorgestellt. „Wir waren gezwungen uns mit dem Thema zu befassen, weil es das Gesetz so vorsieht.“ Aber der Start sei besser verlaufen, als erwartet. Es verwundert nicht, dass der Großteil der Biotonnen, die bisher ausgereicht wurden, in Haushalte der Stadt Falkensee geliefert wurden. Rund 31 Prozent der Biomüllgefäße sind dort.

Gerechnet hatte Kellner damit, dass zunächst etwa 720 bis 750 Tonnen benötigt werden. „Jetzt liegen Bestellungen für insgesamt 924 Tonnen vor.“ Und es ist nicht so, dass die Tonne nur in größeren Städten im Landkreis abgefragt wird. In Nennhausen wurden 20 Biotonnen ausgeliefert, in Rhinow 44 und in Friesack auch noch acht. In Rathenow stehen 103 Biotonnen, in Premnitz 25.

Das ist eine Auswahl aus der Zahlenstatistik, die dem Umweltdezernenten jetzt vorliegt. Erstmals wurde der Biomüll am vergangenen Mittwoch im Osthavelland abgefahren.Michael Schmidt, Geschäftsführer der Havelländischen Abfallwirtschaft, sagte, es sei zwar erst eine geringere Menge gewesen. „Aber irgendwann muss es ja auch einmal losgehen.“

Noch gibt es keine festen Touren. Aber es gibt Einsatztage. Am Mittwoch wird im Osthavelland abgefahren, am Donnerstag im Westhavelland. Da bis jetzt noch nicht genügend Tonnen stehen, um eine feste Tour zu planen, rufen die Leute an, wenn die Tonne abgeholt werden soll. Die HAW kommt dann je nach Lage des Ortes am Mittwoch oder Donnerstag. „Eine andere Möglichkeit ist, mit uns zu vereinbaren, dass wir bei bestimmten Haushalten auf jeden Fall zum Abfuhrtag vorbeikommen. Dann muss sichergestellt sein, dass die Tonne auch draußen steht.“

Zurzeit wird der Biomüll in die Mechanisch-Biologische-Abfallbehandlungsanlage in Schwanebeck gebracht. „Wir wollen hochwertigen Kompost herstellen aber es kommt natürlich nur das hinten raus, was vorne reingegeben wird“, sagte Schmidt. Allerdings ergebe such nach der ersten Tour das Fazit, „dass der Havelländer ganz vernünftig ist“. Mit der Versendung der Abfallbescheide werde es noch einmal eine Informationskampagne geben. „Aber wenn es uns gelingt auf freiwilliger Basis 7000 Gefäße zu platzieren, dann wäre das gut.“ Rund 2000 Tonnen Biomüll sind – so Schmidt – „zum leben zu wenig und zum sterben zu viel“. Sollte die Biomüllmenge irgendwann mal fünfstellig werden, dann müsse man über die Vergärung des Biomülls nachdenken. „Aber das ist Zukunftsmusik.“ Wenn der Biomüll, der bisher im Hausmüll mit entsorgt wurde, plötzlich nicht mehr in der grauen Tonne entsorgt wird, dann ändert sich das Müllaufkommen. Aber auch das würde sich erst dann in Zahlen ablesen lassen, wenn es im Landkreis deutlich mehr Biomüllbehälter gibt.

Umweltdezernent Henning Kellner denkt, dass in Haushalten, in denen es Biomülltonnen gibt, etwa 10 bis 15 Prozent weniger Hausmüll anfällt. „Insgesamt steigt die Müllmenge“, sagt Kellner.

Bis zum Jahr 2020 will der Kreis pro Kopf im Jahr rund 30 Kilo Biomüll einsammeln. Bis dahin soll noch mehrfach über diese Abfallart informiert werden.

Von Joachim Wilisch

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