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Havelland Interkulturelles Soccer-Turnier bei PreJu
Lokales Havelland Interkulturelles Soccer-Turnier bei PreJu
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17:21 29.09.2017
Bürgermeister Ralf Tebling überließ den Ehrenanstoß einem Jungen aus einer in Premnitz wohnenden Flüchtlingsfamilie. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Als seinen Beitrag zur Interkulturellen Woche im Landkreis Havelland hat am Freitagnachmittag der Premnitzer Jugendklub PreJu ein Soccer-Turnier organisiert. Soccer ist eine Variante von Fußball, bei dem Fair Play im Vordergrund steht. Gespielt wird auf kleinem Platz mit Bande und Fangnetzen ringsherum. Die Tore sind klein und ein Schiedsrichter ist nicht vorgesehen. Bei PreJu gingen fünf Spieler pro Team aufs Feld, Auswechseln war ständig möglich.

Angetreten waren vier Mannschaften. Zwei Teams von der Grundschule Am Dachsberg, bei ihnen waren auch einige Flüchtlingskinder dabei. Die Street-Kickers hatten einige PreJu-Klubgänger in ihren Reihen und nicht zuletzt spielte ein Team von jungerwachsenen Asylbewerbern mit, die regelmäßig den Klub besuchen. Es wurde durchaus herzhaft gespielt. Beim Pressschlag bekam mal ein Fuß etwas ab, es ging mal ein Ball schmerzhaft an die Lippe, ein kleiner Junge stieg vor Spaß grinsend heftig ein – aber es war immer zu sehen, dass die Großen auf die Kleinen Rücksicht nahmen und keiner dem anderen wehtun wollte.

Barbara Rothkopf (PreJu): „Für uns war klar, dass wir mitmachen“

PreJu hatte für Getränke, Kuchen und Kaffee gesorgt, wofür Teilnehmer und Helfer nichts bezahlen mussten. Am Ende gab es Pokale. Aber da schon aufgrund der körperlichen Größenverhältnisse bereits zu Beginn ziemlich klar war, wer wohl gewinnen würde, stand viel mehr der Spaß und nicht der Sieg im Vordergrund. „Für uns war klar, dass wir mitmachen würden, als vom Landkreis die Ausschreibung für die Interkulturelle Woche kam“, sagte Barbara Rothkopf, die PreJu-Vereinsvorsitzende. Das sei auch der Wunsch der Stadt gewesen, diese habe dann die Kosten fürs Mieten der Soccer-Anlage vom Kreissportbund übernommen.

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sprach ein paar Worte zur Eröffnung. Er ließ die Kinder raten, wie viele Ausländer wohl unter den 8600 Bewohnern von Premnitz seien. Sie tippten: 4000? 400? Er teilte es mit: Genau 276. Viele seien aus Syrien, Afghanistan, der russischen Föderation. Aber auch einzelne aus Thailand, Ungarn und Brasilien. Wichtig sei, sich gut zu verstehen, erklärte er, und über die Probleme zu reden. Er habe früher in Mögelin selbst Fußball gespielt, erzählte er, auch heute noch sei er Mitglied des MSC. „Und wisst ihr, wer in unserer 1. Mannschaft die meisten Tore schießt?“, fragte er und antwortete gleich selbst: „Das ist Victor Otieno, und der kommt aus Kamerun.“

Von Bernd Geske

Eine zeitweise heftige Debatte gab es, als die Premnitzer Stadtverordneten am Donnerstagabend über die Prioritätenliste ihrer Investitionen im Jahr 2018 sprachen. Es spitzte sich zu auf die Frage, ob der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für Mögelin verschoben werden sollte, um mehr Plätze in Kitas zu schaffen. Am Ende kam die Liste mit zehn zu vier Stimmen durch.

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