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Investitionsbedarf in Falkensee beträgt 22 Millionen Euro Von Kita-Dach bis See-Steg

40 kommunale Gebäude - von der Schule bis zum Kulturhaus – muss die Stadt Falkensee unterhalten. Der Investitions- und Instandhaltungsbedarf beträgt 22 Millionen Euro. Schulen und Kitas bleiben besonders kostenintensiv.

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Die Kita Burattino soll zum Hort umgebaut werden.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Wie viel Geld braucht die Stadt Falkensee, um ihre städtische Infrastruktur und ihre Anlagen auf Vordermann zu bringen? Fast 22 Millionen Euro für die Gebäude hat das Rathaus errechnet. Gestellt wurde die Frage von der CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung, sie wollte wissen, wie hoch der Investitions- und Instandsetzungsbedarf bei städtischer Infrastruktur und bei baulichen Anlagen ist. Baudezernent Thomas Zylla (CDU) antwortete darauf im jüngsten Hauptausschuss am Mittwochabend.

Die Fachbereiche hatten ein umfangreiches und detailreiches zehnseitiges Material zusammengetragen. Etwa 40 städtische Standorte müssen unterhalten, saniert oder ausgebaut werden. Das reicht vom Rathaus über das Bürgeramt, die Schulen, Kitas, Horte bis zu den kulturellen Einrichtungen, wie Museum, Kulturhaus, Bibliothek und Haus am Anger. Auch der Geschichtspark mit seinen baulichen Anlagen bedarf für den Erhalt Mittel, sagte Zylla. Friedhöfe und der Sportplatz Rosenstraße stehen auf der Instandhaltungs- und Investitionsliste. Genau hatte das Amt 21,86 Millionen Euro errechnet. „Wir haben vor, den Bedarf in fünf bis zehn Jahren abzudecken“, sagte Zylla.

Für den Bereich Straßen, Wege und Plätze stehen in diesem Jahr etwa 1,17 Millionen Euro im Haushalt. Das entspricht dem Wert des Vorjahres. In diesem Bereich sind auch die 55 000 Euro für die Instandsetzung der Lichtanlagen und die 90 000 Euro zu werten, die jährlich für die Wartung des Stadtmobilars aufgewendet müssen, rechnete Zylla vor.

Im aktuellen Haushalt stehen 500 000 Euro für Rad- und Wegebau drin, mit der Umsetzung wird jetzt begonnen. Ziel ist es, in der Richtung weiter zu arbeiten, um in dem Bereich kontinuierlich etwas verbessern zu können. Eine Prioritätenliste der schlimmsten Rad- und Gehwege, war von den Abgeordneten beschlossen worden. Ein großer Kostenpunkt wird auch weiterhin der Anliegerstraßenbau sein, hier beträgt der jährliche Investitionsbedarf bei etwa 6 Millionen Euro.

Im Bereich Grünflächen sind vor allem die 10000 Euro zu nennen, die jährlich für die Pflege und Reparatur von Spielplätzen ausgegebenen wird. Zu den Gewässern konnte Zylla nur erste Ansätze vorstellen. Noch fehlt ein Seekonzept, aber drei öffentliche Steganlagen sind geplant, da ist pro Anlage mit 25000 Euro zu rechnen. Geld wird auch für Beregnungsanlagen auf dem Friedhof gebraucht.

Daniela Zießnitz, Vorsitzende der CDU-Fraktion, dankte schließlich zwar für die „umfangreiche Beantwortung“, war aber doch nicht zufrieden mit dem Vorgelegten. Sie hätte sich neben „unbedingt notwendig“ auch Maßnahmen der Kategorie „wünschenswert“ vorgestellt, um Ideen, Pläne und Visionen greifbar zu machen.

Die Abgeordneten diskutierten dann aber weniger über den Inhalt der Antwort, als über ihre Art. Bereits Mitte April hatten die Christdemokraten die Anfrage gestellt, erst jetzt lag eine Antwort vor. Zylla verwies auf den komplexen Charakter der Materie und den großen Arbeitsaufwand, den so eine Anfrage nach sich ziehe. Scharfe Kritik an der Art des Antwortens übte Amid Jabbour von der FDP. Nicht zum ersten Mal bemängelte er, dass die Abgeordneten mündlich mit einem Zahlenwerk überschüttet werden, so sei keine inhaltliche Debatte möglich.

Von Marlies Schnaibel

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