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Havelland Investor ändert Konzept für Baumschulenwiese
Lokales Havelland Investor ändert Konzept für Baumschulenwiese
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17:46 27.06.2016
So ähnlich könnte das Wohngebiet Baumschulenwiese in Ketzin mal aussehen. Im oberen Bereich ist das Betreute Wohnen geplant. Quelle: Simulation Leonwert
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Ketzin/Havel

In Zentrumslage soll in der Havelstadt Ketzin eine neue Wohnsiedlung entstehen. Das 2,8 Hektar große Areal wird von der Rudolf-Breitscheid-Straße im Westen, der Feldstraße im Norden und Osten und der Potsdamer Straße im Süden begrenzt. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Baumschulenwiese“ haben die Stadtverordneten im Februar gefasst.

Doch bevor das Verfahren überhaupt beginnt, will jetzt der Projektentwickler – die in Potsdam beheimatete Leonwert Immobilienmanagement GmbH – das Konzept ändern. Statt der geplanten 25 Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser, sollen ausschließlich mehrgeschossige Gebäude entstehen. Diese neuen Fakten und die Beweggründe erklärte der verantwortliche Planer Egon Behrens im Ketziner Bauausschuss.

Im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen sei Leonwert zu der Erkenntnis gekommen, dass aufgrund der hohen Grundstücks- und Erschließungskosten eine Bebauung mit Einfamilienhäusern finanziell nicht darstellbar sei, so Behrens. Einfach gesagt, es wäre zu teuer. Deshalb die Kehrtwende hin zu mehrgeschossigem Wohnungsbau. Behrens sprach von Viergeschossern mit Staffelgeschoss. „Die Fläche bietet die letzte innerstädtische Möglichkeit für Geschosshäuser.“ Im vorgestellten Entwurf waren elf Mehrgeschosser zu sehen. Insgesamt ist von 120 bis 160 barrierefreien Wohnungen die Rede, wobei es eine Mischung aus Eigentum und sozialem Wohnungsbau sein soll.

Außerdem entsteht, wie ursprünglich geplant, ein Bereich für betreutes Wohnen mit Tagespflege. Angelegt würden auch drei kleine Spielplätze, eventuell sei sogar ein Kindergarten möglich. Ein Blockheizkraftwerk werde die Wärmeversorgung für die Wohnungen übernehmen, so Egon Behrens.

Die Sorge des Bauausschussvorsitzenden Erhard Zeine (FDP), dass bei der Masse an Wohnungen nicht alle Fahrzeuge in dem Gebiet abgestellt werden könnten, versuchte der Planer auszuräumen: „Pro Wohnung wird ein Stellplatz angelegt.“ Kritischer ist jedoch die verkehrsseitige Erschließung des Areals. Die Feldstraße können so viele Fahrzeuge nicht mehr aufnehmen, zumal dort die Ketziner Feuerwehr ihr Domizil habe, sagte Eckehard Roß (Freie Wähler Etzin). Laut Planer prüfe man derzeit, ob ein Stichweg hin zur Potsdamer Straße möglich ist, der dann nur von Anliegern genutzt werden darf. Mit viermal Ja, bei einer Enthaltung, stimmten die Bauausschussmitglieder für die Planänderung. Entscheiden werden die Stadtverordneten im Juli. Wie Leowert-Geschäftsführer Wolfram Konow bereits im Januar im Ketziner Bauausschuss erklärt hatte, sei Ketzin/Havel interessant, weil die Stadt noch zum Randgebiet Potsdams zähle, wo der Wohnraum inzwischen sehr teuer geworden sei. Die Immobilienmanagementfirma war aufmerksam geworden, als auf besagter Fläche der Bau eines Demenzdorfes für 70 bis 80 Menschen im Raum stand. Nachdem dieses Vorhaben scheiterte, weil der potenzielle Investor – die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben – einen Rückzieher machte, sprang Leonwert ein. Mit den bisherigen Eigentümern der größtenteils brachliegenden Fläche gebe es Absprachen bezüglich eins Verkaufes, so Konow.

Obwohl das Areal „Baumschulenwiese“ in Zentrumsnähe liegt, befindet es sich größtenteils im Außenbereich, was wiederum einen Bebauungsplane erforderlich macht. Der wird in einem beschleunigten Verfahren realisiert, eine Umweltprüfung entfällt. Laut Bauamstleiterin Sabine Pönisch könnte der Bebauungsplan spätestens Anfang 2017 genehmigt sein und der Baubeginn erfolgen.

Von Jens Wegener

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