Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Investor will Nauener Wohngebiet erweitern
Lokales Havelland Investor will Nauener Wohngebiet erweitern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:34 20.10.2016
Blick auf die Gartenstadt (mit Neubauland) aus Richtung Süden. Quelle: Faltin
Anzeige
Nauen

Nauen wächst. Viele junge Familien aus dem Havelland und neuerdings vermehrt aus dem Berliner Raum suchen Grundstücke in der Funkstadt. Im Bereich des stetig wachsenden Wohngebietes – der Gartenstadt Nauen – im Westen der historischen Kernstadt, bereitete der Nauener Investor Carl Prager in diesem Jahr weitere Grundstücke vor. Dort sollen Ende Oktober die ersten Baufahrzeuge anrollen.

Ist eine Gartenstadt im digitalen Zeitalter, in einer Zeit knappen Wohnraums überhaupt noch zeitgemäß?

Carl Prager: Gartenstädte, also Siedlungsbereiche mit viel Grün, mit Bäumen und genügend Platz für Kinder und Familien, sind ein Reflex auf die urbanen, verdichtenden Entwicklungen großer Städte.

Ist also die Metropole Berlin der Taktgeber für die Entwicklung in der Stadt Nauen?


Prager: Die Gartenstadt Nauen ist nicht wegen der Nähe zu Berlin und Potsdam entstanden, sie ist aber ohne diese Nähe auch nicht denkbar.

Ist also das romantische Dorf die Antwort auf die Probleme moderner Stadtentwicklung?

Prager: Die Gartenstadt ist gut an die Infrastruktur der Stadt mit den Einkaufsmöglichkeiten, den Schulen, den Gesundheitseinrichtungen und der öffentlichen Verwaltung angebunden. Und Nauen selbst ist eingebunden in die Verkehrsinfrastruktur der Metropolregion Berlin.

Ist das neue Wohngebiet für die Zukunft gerüstet?

Prager: Ob Elektromobilität oder vernetztes, autonomes Fahren, Smartphones, digitale Mediennutzung: Die Infrastruktur und der dazu nötige Raum sind vorhanden. Wir versorgen das gesamte Gebiet mit Glasfaser, also schnellstem Internet. Dafür habe ich erhebliche Mittel aufgewendet. In Städten wird um Plätze für Ladestationen für E-Mobile gekämpft. In der Gartenstadt ist das kein Problem, weil jeder auf seinem Grundstück sein E-Auto problemlos laden kann.

Was können Sie tun, um die Umgebung der Gartenstadt Nauen zu verbessern?

Prager: Die Stadtverwaltung prüft und ermittelt ein neues Verkehrskonzept. Ich habe mich an den Kosten beteiligt. Aber die Gartenstadt Nauen fördert allein durch ihre Existenz neue Entwicklungen. Das nahe Luchcenter wurde aufwendig modernisiert. Aldi hat einen komplett neuen Markt gebaut. Das alles ist auch eine Reaktion auf die zunehmenden Einwohnerzahlen.

Welchen Zeitplan haben Sie?

Prager: Noch im Oktober wollen wir die erste Straße neu bauen, den Kirschweg. Darüber hinaus die Verbreiterung des Märkischen Rings und die Vollendung der Stöckerstraße. Damit werden 26 Grundstücke erschlossen. Für die gibt es bereits Interessenten. Ein Teil hat schon einen Kaufvertrag unterzeichnet.

Sind alle Grundstücke vergeben?

Prager: In diesem Verkaufsabschnitt ja. Aber es ist mir wichtig, dass die Käufer Zeit zum Überlegen haben und langfristige und solide Finanzierungen mit den Banken vereinbaren können. Insofern werden im nächsten Frühjahr, also auch nach Abschluss des Straßenbaus, sicher wieder einige Grundstücke aus dem aktuellen Abschnitt verfügbar sein.

In den letzten Jahren sind die Grundstückspreise in der Region, auch in Falkensee und Dallgow-Döberitz, extrem gestiegen. Ist dies auch ich Nauen so?


Prager: Ja. Die Entwicklungskosten für die Gartenstadt Nauen sind sehr hoch, die Infrastruktur wird neu gebaut oder erweitert. Die Kosten für Straßenbau und Erschließungsleitungen steigen ständig. Schon im aktuellen Abschnitt gibt es Nachforderungen, um das umliegende öffentliche Leitungsnetz zu erweitern.

Es gibt also weitere Abschnitte?


Prager: Der Bebauungsplan sieht noch den Blütenring und die Straße An der Heuwiese vor. Letztere wird der nächste Abschnitt werden. Das könnte 2017/2018 sein. Dort können vier sehr große Grundstücke mit einer Streuobstwiese entstehen. Zwei Streuobstwiesen entstehen in der Gartenstadt Nauen insgesamt. Sie bilden den Übergang von der urbanen Situation Nauens und der Gartenstadt in die Feldflur, die havelländische Natur.

Von Norbert Faltin

Havelland MAZ-Serie „Zuhause in...“ - Schwanebeck: Ein eigenes Völkchen

Die Bahnstrecke hat Schwanebeck von den anderen Nauener Ortsteilen abgeschnitten. Von ein paar Feldwegen abgesehen führt nur noch eine einzige Straße ins Dorf. Der zweitkleinste Nauener Ortsteil hat durch die exponierte Lage einen ganz besonderen Charakter entwickelt.

20.10.2016
Havelland Finanzminister im MAZ-Interview - Görke: „Rathenow soll Kreisstadt bleiben“

Der Havelländer Christian Görke (Die Linke) ist Finanzminister des Landes Brandenburg. Der in Rathenow lebende Politiker ist maßgeblich an der umstrittenen Kreisgebietsreform beteiligt, die unter anderem der Stadt Brandenburg an der Havel den Status kreisfrei nehmen soll.

19.10.2016

Wenn am Freitag das Museum Barberini mit einer Ausstellung von Werken des Impressionismus eröffnet wird, dann würdigt der im Westhavelland lebende Künstler Lutz Friedel dieses Ereignis auch mit einem eigenen Beitrag. Er beteiligt sich an der Präsentation „Im Freien“ im Kunstraum Potsdam, mit der die Barberini-Eröffnung begrüßt werden soll.

19.01.2017
Anzeige