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Investoren wollen fünf neue Windräder bauen

Ketzin/Havel (Havelland) Investoren wollen fünf neue Windräder bauen

In Ketzin steht am Dienstag die Entscheidung zum weiteren Umgang mit den Windparks in der Gemarkung an. Die Bürgerinitiative „Gegenwind Ketzin“ lehnt jede weitere Anlage ab. Doch die potenziellen Investoren verweisen auf den Regionalplan Havelland-Fläming 2020.

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Der Streit um neue Windkraftanlagen hält an.

Quelle: Celina Aniol

Ketzin/Havel. Viele Falkenrehder blicken gespannt auf Dienstagabend, wenn die Ketziner Stadtverordneten eine besonders für sie wichtige Entscheidung zu Windkraftanlagen treffen. Es geht darum, vier geltende Ketziner Bebauungspläne zur Windenergie an die Grenzen des neuen, im Regionalplan Havelland-Fläming 2020 festgelegten Windeignungsgebietes 13 „Nauener Platte“ anzupassen. Das jedenfalls fordern die potenziellen Investoren, die Bürgerinitiative „Gegenwind Ketzin“ lehnt es ab, weil aus ihrer Sicht mit 47 genug Anlagen in der Gemarkung stehen.

Über die Konsequenzen der Entscheidung gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während die Bürgerinitiative davon ausgeht, dass bei einem Nein der Stadtverordneten zur Änderung der Bebauungspläne auch keine weiteren Windräder aufgestellt werden (MAZ berichtete), sagen die Investoren: „Aus Sicht der Bauleitplanung wird es keine Null-Variante geben“, so Jan Köneke, Prokurist MDP Oldenburg GmbH. Die Stadt Ketzin/Havel sei verpflichtet, zumindest den Flächennutzungsplan an die Vorgaben des Regionalplans Havelland-Fläming 2020 anzupassen. Das bedeutet, dass neue Winkraftanlagen in den Bereichen möglich sind, die nicht im Einzugsbereich der geltenden Ketziner Wind-Bebauungspläne wohl aber im Windeignungsgebiet Nauener Platte liegen. Und das seien Areale, die näher an die Wohnbebauung in Richtung Falkenrehde ranrücken“, so Köneke.

Um genau das aber auszuschließen, hatten die potenziellen Investoren mehrere Kompromissvorschläge im Vorfeld angeboten. Zunächst wurde die Anzahl der neu zu errichtenden Windräder von 17 auf fünf reduziert. Außerdem gebe es die Möglichkeit, „im Kern der Bestand-Windparks neue Anlagen aufzustellen, statt in die Randbereiche in Richtung Falkenrehde zu gehen“, sagt Ralf Breuer, Geschäftsführer von UKA Meißen und ergänzt: „Die Stadtverordneten können direkt Einfluss nehmen, indem sie die B-Pläne Etzin I, Etzin II, Renergiefarm Knoblauch und Windpark Ketzin im öffentlichen Verfahren belassen.“ Im Ketziner Bauausschuss hatte es noch eine knappe Mehrheit für die Fortsetzung des Verfahrens zur Änderung der vier B-Pläne gegeben, im Hauptausschuss wurde das abgelehnt.

Frank Buchholz, Projektleiter UKA Meißen, zeigt sich enttäuscht, „dass es in den letzten sieben Monaten nicht gelungen ist, alle Parteien an einen Tisch zu laden.“ Der von Bürgermeister Bernd Lück im Frühjahr angekündigte Runde Tisch zur Kompromissfindung zwischen der Bürgerinitiative, der Stadt Ketzin und den Windplanern habe mit der Beteiligung der Investoren nicht stattgefunden. Basierend auf einer schriftlichen Selbstverpflichtung seien die Investoren bereit, maximal fünf neue Anlagen zu erstellen. „Jetzt bedarf es des Dialogs am Runden Tisch mit allen Parteien, um dies auch zu fixieren. Hierzu sind wir nach wie vor gern bereit.“

Von Jens Wegener

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