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Havelland Jäger: Wir tun viel für den Naturschutz
Lokales Havelland Jäger: Wir tun viel für den Naturschutz
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00:17 28.04.2016
Jäger in der Küche der Gaststätte „Schwalbennest“. Quelle: Stein
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Stölln

Die Mitglieder des Hegerings Rhinluch sorgen zwischen Großderschau und Hohennauen für einen gesunden Wildbestand. 45 Stücken Rotwild, 400 Rehe und 292 Stücken Schwarzwild haben sie im letzten Jahr in ihren elf Revieren erlegt und damit die regionale Küche bereichert.

Doch selbst bei Jägern fällt kein Meister vom Himmel. „Wie Wildbret schmackhaft zubereitet wird, wissen nur wenige Jäger“, sagte Hartmut Badtke auf der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung des Hegerings, dessen Vorsitzender er ist. Nun ging der Vorsitzende mit elf Rhinluch-Jägern zum Nachhilfeunterricht in die Küche der Gaststätte „Schwalbennest“ in Stölln.

Die Jäger bei der Zubereitung von Wildbret. Quelle: Stein

Küchenchef Andreas Regenberg zeigte ihnen, wie Wildmedaillons schmackhaft zu bereitet werden. Doch nur zuschauen war für die Jäger nicht. Der Küchenchef beorderte sie zum Gemüse schnippeln und an den Herd. Als alles fertig war, wurde gespeist.

Für den Hegering war der gemeinsame Abend an Herd aber noch mehr. „Wir müssen mit unserer Arbeit in den Revieren mehr an die Öffentlichkeit“, sagte Hartmut Badtke in Bezug auf eine auf der Jahresversammlung beschlossenen Stellungnahme des Hegerings. Verfasst wurde die Stellungnahme von Gerhard Pionschek, einem erfahrenen Jäger aus Hohennauen.

Gerhard Pionschek. Quelle: Stein

Der Hegering, dessen Mitglied und Verantwortlicher für Naturschutzbelange Pionschek ist, verwehrt sich gegen Vorwürfe aus den Reihen des „Ökologischen Jagdverbandes“, die Brandenburger Jäger würden schlecht schießen, wenig Wild erlegen und somit zu wenig für den Schutz des Waldes leisten. Einer Forderung von Lobbyisten des „Ökologischen Jagdverbandes“, die Jäger sollten Rehe, Hirsche und anderes Wild radikal abschießen, als Dienstleiter für die Waldwirtschaft fungieren und somit Schutzfunktionen übernehmen, lehnt der Hegering in seiner Stellungnahme ab.

Tag und Nacht Einsatzbereitschaft

Die Jäger fühlen sich sehr wohl verantwortlich für die heimische Natur, die wildlebenden Tiere und deren Lebensraum, erklären die Mitglieder der Hegegemeinschaft. Zur Natur gehöre aber nicht nur Wald, sondern auch alle anderen Flächen.

„Durch die ständige Einsatzbereitschaft bei Tag und Nacht und hohen persönlichen Aufwand bringen wir unseren Beitrag, Wildschäden in Land- und Forstwirtschaft so gering wie mögliche zu halten“ steht in der Stellungnahme geschrieben. Neben der Regulierung der Wildbestände würden die Jäger auch neue Lebensräume, Schutzpflanzungen und Äsungsflächen anlegen für Hoch- und Niederwild.

Müll beseitigen, Wild erlegen und Exkursionen mit Schülern

Raubwild wird erlegt, um den Bodenbrütern, wie Enten und Gänsen, sowie Singvögeln ein Überleben zu sichern. Die Beseitigung von totem oder angefahrenen Wild im Straßenverkehr, der Beseitigung von Müll in den Revieren und Exkursionen mit Schulklassen werden in der Stellungnahme als weitere von Jägern wahrgenommenen ehrenamtlichen Aufgaben erwähnt. Für die Hegegemeinschaft Rhinluch bilden Wald und Wild eine natürliche Einheit, für deren Erhalt auch Land- und Forstwirtschaft eine Verantwortung haben. Das Recht, Wildtiere restlos auszurotten, habe aber niemand, steht in der Stellungnahme.

Von Norbert Stein

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