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Havelland Jäger müssen für Wildschäden im Wald zahlen
Lokales Havelland Jäger müssen für Wildschäden im Wald zahlen
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00:18 13.03.2017
Ob Rotwild oder Rehe – wenn die Tiere auf den Wiesen und Äckern keine Nahrung finden, fressen sie gern Rinde von Bäumen. Quelle: foto: imago
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Nauen

Knospen, Triebe und Rinde von Bäumen schmecken Rehen und Hirschen offenbar gut. Der Fachmann nennt das Verbiss oder Schäle. Was das Wild freut, ärgert den Waldbesitzer und damit auch den Jäger. Denn: Am Ende zahlt der Jäger die Rechnung für den Schaden, den Rehe, Wildschweine und Rotwild, in seinem gepachteten Jagdrevier anrichten. Auch Frank Wilke, gerade zum Vorsitzenden des Jagdverbandes Nauen wiedergewählt, musste schon Wildschäden aus der eigenen Tasche begleichen. „Allerdings hielten sich die Summen in Grenzen“, sagt er. Aber im Einzelfall können dabei schon vierstellige Beträge zusammen kommen, wenn ein großer Bestand von Jungbäumen von Rehen oder Rotwild abgefressen wird oder ein Rotte Wildschweine in einem Mais- oder Weizenfeld wütet.

Deshalb hatte der Jagdverband Nauen in einer Mitgliederversammlung jetzt über die im Vorjahr zustande gekommene Vereinbarung zur Regelung von Wildschäden im Wald zwischen Waldbesitzern, Landesjagdverband und Landwirtschaftsministerium informiert.

„Grundsätzlich geht es darum, den Jägern im Havelland deutlich zu machen, dass sie in ihrem Revier die Verantwortung für die Wildtiere und die von ihnen verursachten Wildschäden haben“, sagt Frank Wilke. Mit der Vereinbarung sei ein Leitfaden empfohlen, der helfen soll, Wildschäden möglichst zu verhindern und finanziell zu begleichen, ohne in gerichtliche Auseinandersetzungen mit Waldbesitzern zu gehen.

Wenn der Waldbesitzer Schäden an Bäumen feststellt, kann ein Wildschadengutachter herangezogen werden oder Jäger und Waldbesitzer einigen sich ohne fachliche Hilfe. Frank Wilke erklärt: Für jede Baumart gelten andere Entschädigungssätze. Beispielsweise werden für eine abgefressene junge Kiefer grob gesagt 38 Cent gezahlt. Es fließt mit ein, wie alt und wie groß der junge Baum war. Aber wenn Rot- oder Rehwild auf einer Fläche mit 10 000 Kiefern ein Fünftel schält oder verbeißt, dann ist das schon merklich.“

Umso wichtiger sei, dass die Jäger vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um diese Wildschäden so gut es geht zu verhindern. Dazu zählt das Regulieren des Wildbestandes durch Abschuss genauso wie das Anlegen von Wildäckern, wo die Tiere Ausweichnahrung finden oder das Einzäunen von aufgeforsteten Flächen. „Es ist zudem ratsam, mit dem Waldbesitzer darüber zu sprechen, zu welchem Zeitpunkt Bäume gefällt werden oder wann Baumschnitt erfolgt“, so Wilke. „Auch immer mit dem Gedanken darauf, dass das Schalenwild eine angemessene Ausweichäsung vorfindet.“

Selbst wenn es in den Jagdrevieren im Westhavelland mehr Wald und im Osthavelland mehr Feld gibt, mit den Wildschäden haben Jäger in beiden Jagdverbänden zu tun. Wobei Frank Wilke einschätzt, dass die von Wild verursachten Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen um ein Vielfaches höher sind als im Wald. Auch Landwirte können von den Jägern für solche Ernteausfälle Entschädigungen fordern.

Von Jens Wegener

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