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Havelland Jagdverband fürchtet den Wolf und die Schweinepest
Lokales Havelland Jagdverband fürchtet den Wolf und die Schweinepest
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21:06 21.02.2018
Stefan Meyer (rechts), Vorsitzender des Jagdverbandes, ehrt Wolfram Lempe mit dem Verdienstabzeichen des Landesjagdverbandes. Quelle: Norbert Stein
Rathenow

Wölfe haben 2017 wieder Kälber auf den Weiden im Westhavelland gerissen. Spuren der streng geschützten Art werden in der Natur immer wieder von Jägern und Spaziergängern entdeckt. Dem Wildbeauftragten des Jagdverbandes Rathenow wurden im letzten Jahr sieben Wolfsbeobachtungen gemeldet. Die Menge der Wölfe nimmt landesweit zu und beschäftigte auch die Mitglieder des Jagdverbandes Rathenow am Samstag auf ihrer Jahresversammlung im Havelrestaurant Schwedendamm.

Der Verbandsvorsitzende Stefan Meyer sagte, das Land würde im Umgang mit dem Wolf versagen. Das Wolfsmanagement sei 2017 ausgelaufen und das Land habe keine verbindliche Regelung geschaffen. „Der Wolf gehört ins Jagdgesetz“, forderte Gerhard Pionschek, langjähriger Jäger aus Hohennauen, unter Zustimmung weiterer Verbandsmitglieder. Um ein Zeichen zu setzen, rief der Vorstand die Mitglieder auf zur Teilnahme an einer Wolfswache, die für den 9. März, 18 Uhr, auf dem Dorfanger in Spaatz gemeinsam von Landwirten und Jägern organisiert wird.

Die Jäger trafen sich im Havelrestaurant Schwedendamm. Quelle: Norbert Stein

Während Wolfswachen in vergangenen Jahrhunderten ausschließlich dem Schutz der Weidetiere und der Gefahrenabwehr galten, geht es an dem Tag landesweit in 19 Orten um eine Solidaritätsbekundung mit den Weidetierhaltern. „Unsere Kritik richtet sich an die Landesregierung, die langsam erkennen muss, dass die Wolf-Willkommenskultur verfehlt ist und zudem einer EU-Politik nachhängt, die reale Situationen in den Mitgliedsstaaten nicht anerkennt“, heißt es in dem Aufruf.

Ein weiteres prägendes Thema war die Afrikanische Schweinepest (ASP). Über die inzwischen in Europa bis Polen ausgebreitete ASP und notwendige Schutzmaßnahmen bei deren Ausbruch hierzulande informierte Dörte Wernecke, Amtstierärztin des Landkreises Havelland, die Jäger. Weil die Seuche von Wildschweinen übertragen werden kann, sind die Jäger zur Bestandsreduzierung der Tierart aufgefordert. Sie sollen mehr Wildschweine erlegen und für jedes über den Abschussplan des Vorjahres erlegtes Tier 50 Euro erhalten.

Kosten für Trichinenuntersuchung von 10 auf 5 Euro gesenkt

Die Kosten für die Trichinenuntersuchung hat der Landkreis 2017 bereits von 10 auf 5 Euro gesenkt. Verendeten Wildschweinen sollen die Jäger Bluttupferproben entnehmen und im Bürgerbüro des Landkreises abgegeben. Es habe den Anschein, dass die Jäger allein verantwortlich gemacht werden für die Reduzierung des Bestandes, sagte Stefan Meyer. Dabei mitwirken müssten aber auch Landwirte, Behörden und weitere Verantwortungsträger.

Der Landkreis solle die Abholung der Proben vom Jäger organisieren und die Kosten übernehmen, fordert der Jagdverband. Wildschweinfleisch sei ein Nahrungsmittel, sagte dessen Vorsitzender und warnte vor einem Preisverfall als Folge zunehmender Abschüsse. „Die Händler werden nur einen Preis zahlen, der die Jäger davon abhält, das Wild selbst zu vermarkten“, sagte Meyer. Dieser Preis könnte dann bei 20 bis 40 Cent pro Kilogramm Fleisch liegen. Dörte Wernecke sagte zu, die Sorgen der Jäger mitzunehmen in die weiteren Beratungen zur ASP mit dem Land.

Von Norbert Stein

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