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Havelland Jahrbuch wird Sonntag vorgestellt
Lokales Havelland Jahrbuch wird Sonntag vorgestellt
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18:59 06.02.2018
Eugen Gliege mit dem druckfrischen Jahrbuch vor der Semliner Kirche. Quelle: Markus Kniebeler
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Semlin

Was bliebe vom Leben ohne die Erinnerung? Nichts, außer einer endlosen Reihe von Momentaufnahmen, ohne Ordnung und Zusammenhang. Erst die Fähigkeit, sich zu erinnern und Beziehungen zwischen den Ereignissen herzustellen, füllt das Vergangene mit Sinn und Leben.

Eugen Gliege hat dieses Erinnern professionalisiert. Zum fünften Mal seit 2013 hat der über die Region hinaus bekannte Zeichner und Geschichtenerzähler den Jahreslauf in seinem Heimatdorf chronologisch und systematisch festgehalten. Am kommenden Sonntag, dem 11. Februar, wird Gliege „Das Jahrbuch von Semlin 2017“ um 14.30 Uhr im Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen vorstellen. 100 druckfrische Exemplare des 172 Seiten starken Buchs bringt er mit. Wer eines besitzen will, kann es am Sonntag (und danach) für den Preis von 10 Euro erwerben.

Die Hobbyfotografin Margit Semmler-Grade hat diese Dorfansicht aufgenommen, die den Titel des Jahrbuchs ziert. Quelle: privat

Das Buch ist eine Chronik im klassischen Sinn. Vom Neujahrstag („frostfrei und bewölkt“) bis zum 31. Dezember sind die für das Dorf wichtigen Ereignisse des Jahres 2017 Monat für Monat in Wort und Bild dokumentiert. Jedem der zwölf Kapitel ist ein kurzer meteorologischer Abriss sowie eine Erläuterung des jeweiligen Monatsnamens vorangestellt. Und dann wird auf Grundlage von Zeitungsartikeln, Polizeimeldungen, offiziellen Verlautbarungen und Erzählungen von Dorfbewohnern über das berichtet, was im Ort vorgefallen ist. Angereichert ist das alles mit Fotos und Illustrationen, hin und wieder stößt man sogar auf Gedichte und Liedtexte.

Die großen Semliner Jahresveranstaltungen – Sommerfest, Drei-Seen-Lauf, Weihnachtsmarkt – sind ausführlich dokumentiert, ebenso die Teilnahme Semlins am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Der Leser erfährt außerdem, was in den Ortsbeiratssitzungen auf dem Programm stand und zu welchen Einsätzen Polizei und Feuerwehr gerufen wurden.

Zum Jahreslauf einer Dorfgemeinschaft zählen auch Neuzugänge und Verluste, Geburt und Tod. Vor allem die schmerzvollen Abschiede stechen heraus. 2017 endete – in allen Fällen viel zu früh – das Leben von drei über die Maßen engagierten Dorfbewohnern. Im Februar starb Frieder Neumann, der sich in Gemeindekirchenrat und Ortsbeirat für die Belange seines Heimatdorfes einsetzte. Im März folgte ihm der Heimatmaler und Chronist Helmut Neitzel. Und im Dezember erlag Martin Keune, Mitbegründer des Drei-Seen-Laufs, Herausgeber der Semliner Hefte und leidenschaftlicher Liebhaber seiner Wahlheimat Semlin, einer schweren Krankheit.

Willkommen und Abschied, Freude und Trauer, Feste, Verbrechen und Verlautbarungen – das Jahrbuch hält fest, was das Dorf Semlin 2017 erlebt hat. „Viele Ereignisse, auch wenn man sich unbedingt an sie erinnern will, verblassen im Lauf der Zeit und geraten irgendwann in Vergessenheit“, sagt Eugen Gliege. Diesem Prozess setzt er seine Jahrbücher entgegen. „Geschichte fängt im Kleinen an – in der Familie, in der Straße, am Ort, in dem man lebt.“ Diese Geschichte festzuhalten sei sein Ziel. Denn je mehr man wisse über seine Heimat und seine Vorfahren, desto größer werde die Bindung, die man zu diesem Ort entwickele. Fünf Semliner Jahrbücher sind bereits erschienen – und es soll weitergehen. Die Sammlung für die Chronik 2018 ist bereits in vollem Gange. „In den ersten Wochen des Jahres ist schon wieder jede Menge passiert“, verrät Eugen Gliege. Da freut sich das Chronistenherz.

Von Markus Kniebeler

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