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Jan-Eric glänzt bei bundesweitem Mathecontest

Helles Köpfchen Jan-Eric glänzt bei bundesweitem Mathecontest

Der 15-jährige Jan-Eric Hellenberg, Schüler des Jahngymnasiums in Rathenow, ist beim Finale des deutschlandweiten Mathematik-Wettbewerbs Pangea in Berlin als Teilnehmer mit der besten Gesamtbilanz ausgezeichnet worden. Er hat siebenmal hintereinander teilgenommen und beim Bundesfinale fünfmal die Plätze 2 oder 3 sowie zuletzt zweimal Platz 10 erreicht.

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Jan-Eric Hellenberg mit Medaille und Urkunde.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Kein Zweifel. Der Schüler Jan-Eric Hellenberg (15 Jahre) aus Rathenow wird in die Geschichte des Pangea-Mathematikwettbewerbs eingehen. Sieben Jahre hintereinander hat er an diesem Leistungsvergleich teilgenommen und hat sich siebenmal weit vorn platzieren können. Nunmehr in der 10. Klasse des Jahngymnasiums angekommen, hat er am vergangenen Wochenende in Berlin sein letztes Pangea-Finale gesehen, denn der Wettbewerb geht nur bis Klasse 10.

Jan-Eric hat dort das Regional-Finale der drei Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gewonnen und ist in der Endauswertung der ganzen Bundesrepublik auf Platz 10 gekommen. Ganz am Ende aller Ehrungen ist ihm dann noch eine besondere Auszeichnung zuteil geworden: Er wurde auf die Bühne gerufen, um ein Ehrengeschenk für die beste Gesamtbilanz eines Pangea-Teilnehmers entgegenzunehmen.

60 Teilnehmer beim Bundesfinale

In seinen ersten fünf Jahren ist es dem Rathenower immer gelungen, im Bundesfinale einen zweiten oder einen dritten Platz zu belegen. Der ganz große Sprung auf die alleroberste Treppenstufe ist ihm dabei leider nicht vergönnt gewesen. In den letzten zwei Jahren hat Jan-Eric dann beide Male Platz 10 erreicht – was gewiss auch ein starkes Ergebnis ist, aber die Frage nahelegt, was wohl der Grund für diesen Unterschied ist. In den früheren Jahren seien immer zehn Schüler einer Klassenstufe für das Bundesfinale qualifiziert gewesen, erklärt er. In den letzten beiden Jahren hätten die Veranstalter aber jeweils 60 Teilnehmer einer Klassestufe fürs Bundesfinale zugelassen. Habe er sich also am Anfang „nur“ neun Mitbewerbern gegenüber gesehen, seien es zuletzt jeweils 59 gewesen. „Da muss man ein außergewöhnlich perfektes Ergebnis erreichen“, sagt er, „um ganz nach vorn zu kommen.“

Zum besseren Verständnis sei mitgeteilt, dass es bei Pangea seit zwei Jahren kein Bundesfinale mit einem direkten Aufeinandertreffen der Besten mehr gibt. 2016 sind vielmehr in insgesamt sieben Städten der Republik Regionalfinal-Veranstaltungen ausgerichtet worden. Die Teilnehmer haben am Vormittag alle eine einstündige Klausur mit sieben Fragen geschrieben, die anders als in den Vor- und Zwischenrunden ohne vorgegebene Wahl-Antworten gelöst werden mussten. Auch der Rechenweg war zu dokumentieren. In früheren Jahren hatten nicht wenige Teilnehmer den Pangea-Wettstreit attraktiv gefunden, weil Wahl-Antworten vorgegeben waren und die Lösungswege keiner wissen wollte.

Berufsziel Professor wieder verworfen

Ist Jan-Eric Hellenberg nun traurig, weil der ganze Pangea-Rummel für ihn zu Ende ist? „Es war so ein Zweispalt“, erklärt er. Es habe ihm immer Spaß gemacht. Die Abläufe habe er nachher alle schon gut gekannt, aber dann sei stets der Erwartungsdruck dazu gekommen. Da sei er immer froh gewesen, ins Finale gekommen zu sein und es mit einem guten Ergebnis abgeschlossen zu haben. Die Schule sei ihm immer wichtiger gewesen. Das Berufsziel Professor, das er als kleinerer Junge nannte, hat er mittlerweile aufgegeben. „Mein Talent liegt nicht im Erklären“, merkt er dazu an.

Ihm geht es mehr um das Programmieren. Zwei Jahre lang hat er bereits am Schüler-Kolleg der Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam teilgenommen und sich dort alle zwei Wochen jeweils zwei Stunden von den Software-Experten die tieferen Gründe seines Lieblingsthemas zeigen lassen. Kürzlich hat er dort seine Bewerbung für das nächste Schuljahr abgegeben. Er sei ziemlich sicher, sagt Jan-Eric Hellenberg, dass er nach dem Abi am Hasso-Plattner-Institut auch studieren wolle. Auf die Frage, was er aus dem Pangea-Wettbewerb für seinen weiteren fachlichen Lebensweg vielleicht mitnehmen könne, nennt er Ehrgeiz und Zielstrebigkeit.

Von Bernd Geske

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