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Havelland Jazz-Party in Stölln
Lokales Havelland Jazz-Party in Stölln
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13:53 14.07.2015
Das Jazzfest war ein Vergnügen für Große und Kleine. Quelle: Uwe Hoffmann d
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Stölln

Die Buga-Organisatoren hatten den Besuchern ein unglaublich klingendes Angebot versprochen: „Fly me to the moon“. Der Titel eines bekannten Jazz-Klassikers war das Motto des Jazz- und Swing-Wochenendes auf der Fliegerbühne neben dem „Airport Stölln“. Die Bundesgartenschau 2015 steht ja für einige Premieren, wie beispielsweise Blumenschauen in zwei Gotteshäusern. Auch die Stöllner haben schon einiges erreicht, wie das symbolisch für den Standort Stölln stehende Stichwort „Mut“. Und in der Tat landete 1989 in dem kleinen Ort im Rhinower Ländchen eine „Il 62“. Die auf den Namen „Lady Agnes“

Besuch in der Lady Agnes. Quelle: Uwe Hoffmann

getaufte „Interflug“-Maschine flog während ihrer Dienstzeit rund 50 Flughäfen in aller Welt an. Der Mond gehörte selbstverständlich nicht dazu. Aber zum Jazz- und Swing-Konzert ließen sich dann doch viele Besucher und extra angereiste Jazz-Freunde anlocken. Dazu gehörte Familie Buff aus Jerichow. Während des Konzertes am Sonntagnachmittag saß Töchterchen Dorothea Ida auf dem Schoß ihres Vaters und wippte mit Kopf und Füßen begeistert zum Rhythmus mit. „Wir legen zuhause gern öfter mal eine Jazz- oder Swing-CD in die Musikanlage. Ich habe selbst einmal Posaune gespielt“, erzählt Vater Frank. „Und so führen wir ganz automatisch unsere Tochter an diese Musik heran. Es gibt auch Jazz-CDs für Kinder. So auch eine Hör-CD, die spielerisch erklärt, wie und wo der Jazz entstand.“ Und so erkennt die Fünfjährige beim Hören schon einzelne Instrumente. „Ich habe gern Klavier gespielt“, sagt Dorothea Ida, als sie an der Städtischen Musikschule Rathenow den Kurs „Instrumentenkarussell“ besuchte.

„Scotch and Soda“ eröffneten den Jazz- und Swing-Nachmittag. Das Duo mit Martina Barta und Marcus Gartschock tritt seit vier Jahren gemeinsam auf. Mit ihren Begleitmusikern Hauke Renken (Vibraphon), Fabian Koch (Schlagzeug) und Fabian Timm (Kontrabass) spielten „Scotch and Soda“ in ihrem Programm Klassiker, wie Frank-Sinatra-Songs. Der Rathenower Marcus Gartschock wuchs in Rhinow auf. Seit fünf Jahren studiert er Jazz-Gesang in Berlin. Die vier Musiker kennen sich schon seit ihrer gemeinsamen Schul- und Musikschulzeit. „Wir hatten eigentlich als Rockband zusammen gespielt. Für ein Fest in der Brandenburger Steinstraße wurde eine Band gesucht“, erzählt André Wlodarski. „Seitdem spielen wir Jazz und Swing, vor allem Klassiker und Standards, wie von Herbie Hancock.“ Nach ihrem Abitur kam 2003 Sängerin Sara Pieper dazu. „Unser erster Auftritt in der Steinstraße hatte uns Spaß gemacht und so blieben wir als Jazzband zusammen“, so der Pianist weiter. Mittlerweile verfolgen alle Bandmitglieder nebenbei eigene Projekte und wohnen hauptsächlich in Berlin. So ist Matthias Kasparick Mitinhaber der Bar „Nussbreite“ in Berlin-Wedding. Jeden dritten Donnerstag im Monat findet das „Stummfilmlabor“ in der Bar statt. Matthias und André spielen dann zu Stummfilmen live die Musik. „Angefangen hat es im Brandenburger ‚Fontane-Club’ mit Klasiskern wie Fritz Langs ‚Nosferatu’“, ergänzt André Wlodarski.

Die Jazzmusiker erlebten in Stölln ein dankbares Publikum. Es wird nicht ihr letzter musikalischer Ausflug zur Bundesgartenschau gewesen sein.

Von Uwe Hoffmann

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