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Jecken übernehmen das Westhavelland

Rathenow Jecken übernehmen das Westhavelland

„Die Landkreise kommen und gehen, der RCC der bleibt bestehen“ – mit dem Motto ist der Rathenower Carnevalsclub am Freitag in die fünfte Jahreszeit gestartet. Eine gute Stunde ging es vor dem Rathaus der Stadt ausgelassen und sehr lustig zu. Und Rathenows Erster Beigeordneter Hans-Jürgen Lemle stellte völlig neue Qualitäten unter Beweis.

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RCC-Präsident Mario Lienig (re.) schenkte dem Beigeordneten Hans-Jürgen Lemle einen Knüppel aus dem Sack.

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow. Ja, ja: das Rathaus in Rathenow. Die Auseinandersetzung um den Rathausstandort, der kommunalpolitische Streit und das Ergebnis des Bürgerentscheides dürften so manche Büttenrede in den Prunksitzungen des Rathenower Carnevalsclubs prägen. Am Freitag übernahmen die Narren aus Rathenow um 11.11 Uhr die Herrschaft für ein paar Wochen. Hans-Jürgen Lemle hatte gedichtet und legte eine Büttenrede hin, wie sie in den letzten 20 Jahren kein Rathaus-Verantwortlicher hinbekommen hat. Ob Hans-Jürgen Lemle deswegen so viele Faschingsorden an der Brust hatte? Die Krawatte passte übrigens auch zum Thema. Alles sehr lustig und bunt. „Fast hätten wir den Schlüssel dem RCC geschenkt“, witzelte Lemle. „Aber da wir ja nun im Rathaus bleiben dürfen, wollen wir ihn auch wieder zurück haben.“

Glühwein und Pfannkuchen

Der Glühwein, den Bürgel-Schüler nebst den unvermeidlichen Pfannkuchen an den Mann und die Frau brachten, wärmte bei Temperaturen um null Grad Celsius wohlig. Nötig hatten das vor allem die Rathenower Sternchen. Die Tanzgruppe des RCC – was wären Rathenows Narren ohne sie – legte zu südländischen Rhythmen ziemlich leicht bekleidet den ersten Carnevalstanz auf die Straße.

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In Großwudicke, Premnitz und Rathenow haben die Carnevalsvereine die Macht übernommen. Überall ließen sich Prinzenpaare die Rathausschlüssel aushändigen. Bei Musik und guter Stimmung ließ es sich auch bei Temperaturen um null Grad draußen aushalten.

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Schon ab 10 Uhr waren die RCC-Narren auf einem Wagen unterwegs durch die Stadt, spielten laut und donnerten ihr Helau in die Rathenower Kälte. Kurz vor elf hieß es dann: auf zur Polonaise mit Kindern und Erwachsenen. Da ließen sich auch die Besucher, die das Spektakel verfolgten anstecken.

Endlich Kussfreiheit

Prinz Mirko und seine – in letzter Minute – gefundene Prinzessin verkündeten Kussfreiheit. Hans-Jürgen Lemle gebührte der erste Knutscher. „23 Jahre musste ich warten“, sagte er. So lange hatten es sich die Bürgermeister nicht nehmen lassen, den Prinzessinnenkuss zu absolvieren. Doch diesmal war Ronald Seeger im Urlaub und Lemle durfte sich satt küssen.

Der Elferrat

Zum Elferrat des RCC gehören Mario Lienig, Thomas Fischer, Roger Sengespeick, Horst Fröhlich, René Schmidt, Simone Kuschel, René Lange, Christian Bührer, Stefan Meyer, Andreas Kämpfe und Henryk Razeng.

fDer Vorverkauf für Karten zu den RCC-Veranstaltungen erfolgt bei Augenoptik Fischer, Berliner Straße 2a. Die Tickets für den Seniorenfasching gibt es im Bürgerbüro der Stadt.

Eine verzweifelte Prinzen- und Prinzessinnensuche kann sich der RCC übrigens demnächst sparen. „Wir sind schon fündig geworden“, jubelte RCC-Präsident Mario Lienig. „Wer bei uns jetzt Prinzenpaar sein will, der muss auf die Warteliste“.

Bunte Schnipsel in der Luft

Dann krachte die Konfettikanone. Bunte Schippselchen machten das Novembergrau gleich sehr viel freundlicher. Und darauf hatten die Kinder gewartet: Hans-Jürgen Lemle griff in die Bonboniere und warf mit Süßigkeiten. Da hielt sich auch das Kinderprinzenpaar nicht mehr ans Protokoll.

Schlüsseltanz am Abend

Am Abend trafen sich die RCC-Narren zum Schlüsseltanz. Erstmals feierte der Carnevalsclub den Rathaus-Sturm auf diese Weise. Ab sofort nehmen sich die Narren aber noch eine Pause, um für die Sitzungen im Januar und Februar zu üben. Nach Silvester wird es dann richtig bunt.

Um 12 war es rund ums Rathaus wieder grau. Der RCC war von dannen gerast, die Rathaus-Belegschaft hatte sich ins Wochenende zurückgezogen und nur der Pfannkuchen-Verkauf hatte in den Bäckereien der Kreisstadt noch Hochkonjunktur.

Von Joachim Wilisch

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