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Havelland Jetzt erst recht: Musik gegen Hass
Lokales Havelland Jetzt erst recht: Musik gegen Hass
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00:18 11.02.2016
Zuletzt hatte sich die Jugend im Juli 2014 im Mühleninnenhof des Optikparks ausgetobt. Quelle: U. Hoffmann
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Rathenow

Trotzdem das gesamte Laut und Bunt Team mittlerweile aus dem Havelland nach Berlin gezogen ist und Arbeit und Studium wenig Zeit für ehrenamtliches Engagement lassen, stand der Entschluss fest: Rathenow muss wieder laut und bunt werden. Am 23. Juli wird das Festival zum achten Mal gefeiert. Die Zahl passt wunderbar in das Jahr, das ganz im Zeichen des 800-jährigen Stadtjubiläums steht. Deshalb wird das Fest den Titel „Laut und Bunt 8.00“ tragen. Untertitel: „ Spirit of Change“, was so viel bedeutet wie Geist des Wandels. Einen Wandel wünscht sich die Jugend angesichts der aktuellen Lage in Rathenow. Dass hier alle zwei Wochen öffentlich gegen Flüchtlinge gehetzt wird und dass sich die Mehrheit der Rathenower nicht dagegenstellt, bereitet ihnen Sorge.

„In diesen Zeiten braucht Rathenow ein Festival, das sich für Toleranz und Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit richtet, mehr denn je“, sagt Maria Beyer. Die 24-Jährige half bereits bei der Organisation des ersten Laut und Bunt-Spektakels 2008. Mittlerweile ist sie ausgebildete Veranstaltungskauffrau und studiert Kommunikation und Eventmanagement. Auch Johanna Lämmel und Julia Schmidt sind von Anfang an dabei. Gemeinsam mit fünf weiteren Mitstreitern, die alle im Havelland aufgewachsen und zwischen 18 und 27 Jahren alt sind, erarbeiten sie nun das Programm für den 23. Juli.

Bis 1. März bewerben

Dabei ist ihnen die Unterstützung der Optikpark-Mitarbeiter so gut wie sicher. „Die haben richtig Lust auf uns“, freut sich Maria Beyer. Jetzt geht es darum, Bands auszuwählen, das Drumherum zu organisieren und die Finanzierung sicherzustellen. „Wir wollen in diesem Jahr Flüchtlingsbands auf die Bühne holen“, so Beyer. Verschiedene Gruppen wurden bereits angefragt, darunter auch die iranische Combo Pallett. Zugleich muss das Team aus den zahlreichen Bewerbungen von Bands aus ganz Deutschland und aus Rathenow auswählen. Insgesamt sind acht Auftritte geplant, davon werden zwei an Bands aus Rathenow vergeben. Bis 1. März können sich die Musiker bewerben. Einziges Kriterium: „Sie müssen laut und bunt sein.“ Anschließend soll auf Facebook öffentlich abgestimmt werden, wer das Festival bereichern darf.

Politische Lage angreifen

Ziel des Ganzen ist es, die politische Lage in der Stadt und im gesamten Land aufzugreifen, so Beyer. Dazu sollen unter anderem auch gezielt Flüchtlinge eingeladen werden. Geplant ist eine Ausstellung die anhand von Einzelschicksalen das Thema Flucht näherbringt. Auch ein internationales Fußballturnier soll organisiert werden. „Wir wollen ein Zeichen für Toleranz setzen, das über die Grenzen des Havellandes hinaus strahlt.“

Jegliche Unterstützung ist erwünscht. Wer dem Laut und Bunt Team helfen möchte, egal ob finanziell, mit Manpower oder anderweitig schreibt eine E-Mail an: Lautundbunt.rathenow@googlemail.com oder meldet sich unter  01 74/9 67 42 23.

Von Christin Schmidt

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