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Havelland Jetzt kommt die Stadtgeschichte ans Licht
Lokales Havelland Jetzt kommt die Stadtgeschichte ans Licht
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11:24 29.11.2017
Peter Dietze, Vorsitzender des Fördervereins Heimatmuseum Rathenow, und KWR-Chef Hartmut Fellenberg in dem Ladenlokal, das im kommenden Jahr für Ausstellungen genutzt werden soll Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Läuft alles nach Plan, dann wird es in Rathenow ab dem 1. April einen neuen Ausstellungsraum für heimatgeschichtliche Exponate geben. In einem leer stehendes Ladenlokal in der Berliner Straße 80 sollen drei Jahre lang Dinge präsentiert werden, die für die Stadthistorie Rathenows von Bedeutung sind.

Konzipiert und betreut wird die Ausstellung vom Förderverein Heimatmuseum Rathenow. Der hatte die Stadt im Spätsommer um Unterstützung gebeten, um die Miete für die rund 140 Quadratmeter großen Räume bestreiten zu können. Wie Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann am Montagabend im Bildungsausschuss bekannt gab, werden zu diesem Zweck 7500 Euro in den Nachtragsetat der Stadt eingestellt.

Damit geht ein lang gehegter Wunsch des Fördervereins in Erfüllung. Seit seiner Gründung bemühen sich die Geschichtsfreunde um ein Domizil, in dem sie ihre lokalhistorischen Schätze dem Publikum präsentieren können. Bis zum Sommer blieb diese Suche ohne Erfolg. Dann bot Hartmut Fellenberg, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow, dem Verein die besagten Räumlichkeiten an – für eine Jahresmiete von 10 000 Euro.„Von vornherein war klar, dass wir die Sache nicht aus eigener Kraft stemmen können“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Dietze. Deshalb habe er sich bei der Stadt um Unterstützung bemüht.

Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann hatte sich wegen der angespannten Finanzlage der Stadt anfangs bedeckt gehalten. Nachdem viele Stadtverordnete die Sache gutgeheißen hatten, gab es ein Gespräch mit KWR-Chef Fellenberg. Und nachdem der sich bereit erklärt hatte, die Räume für 7500 Euro im Jahr zur Verfügung zu stellen, fiel die Entscheidung das Geld in den aktuellen Nachtragshaushalt einzustellen, der am 20. Dezember verabschiedet werden soll.

„Wir vom Förderverein sind hocherfreut über diese Entscheidung“, sagt Peter Dietze. Mit der Möglichkeit, stadtgeschichtliche Exponate zu präsentieren, komme man übrigens dem Wunsch vieler Rathenower entgegen. Beim Entwurf des Leitbilds für die Zukunft der Stadt Rathenow habe vor einigen Jahren eine überwältigende Mehrheit der Bürger die Einrichtung eines Heimatmuseums befürwortet.

So weit ist es freilich noch nicht. Die Nutzung des Ladenlokals ist zeitlich begrenzt, der Mietvertrag läuft über drei Jahre. „Wir werden uns weiterhin um eine dauerhafte Lösung bemühen“, sagt Dietze. Aber auf dem Weg dorthin sei mit der jetzigen Lösung ein wichtiger Schritt getan. „Wir wollen ja in der Öffentlichkeit für unser Anliegen werben“, so Dietze. Und das funktioniere nur, wenn man anhand von Zeignissen der Vergangenheit zeige, wie spannend und erhellend es sei, sich mit der Rathenower Stadtgeschichte zu beschäftigen.

Wird der Nachtragshaushalt genehmigt, dann startet das Mietverhältnis mit der KWR am 1. Januar. „Wir werden rund drei Monate brauchen, um ein Konzept für die Nutzung der Räume zu erarbeiten und diese dann entsprechend einzurichten“, sagt Dietze. Deshalb habe man den 1. April als Eröffnungstermin ins Auge gefasst.

In drei Jahren, nach Ablauf des Mietvertrags, soll eine Bilanz gezogen werden. „Dann wollen wir sehen, wie groß der Zuspruch war“, sagt Dietze. Fällt die abschließende Bewertung positiv aus, dann steht einer Fortsetzung nichts im Wege. In den Mietvertrag ist wohlweislich eine Verlängerungsklausel eingearbeitet worden.

Der Förderverein Heimatmuseum

Der Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow wurde am 19. August 2009 gegründet und hat 43 Mitglieder aus allen Teilen der Rathenower Bürgerschaft.

Ziel des Vereins ist der Aufbau und die Einrichtung eines Rathenower Heimatmuseums.

Der Verein ist im Besitz von über mehr als 300 Einzelexponaten aus allen Bereichen der Geschichte Stadt Rathenow – darunter Materialien aus der Zeit der Ziegelindustrie, der Rathenower Braukunst oder Zeugnisse aus der Geschichte der Stadt Rathenow als Garnisonsstadt.

Von Markus Kniebeler

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