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09:52 22.10.2013
Ein Teilstück, auf dem der neue Radweg entstehen soll: Die B 188 kurz hinter der Landesgrenze. Quelle: Ralf Stork
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Großwudicke

Wann immer es um die Schönheit des Havellandes im Allgemeinen und das daraus resultierende touristische Potenzial geht, sind die Radfahrer nicht weit. Radfahren liegt im Trend. Im Sattel lassen sich die Schönheiten der Landschaft am besten erschließen. Radfahrer sind keine Billigurlauber, die sich kein Auto leisten können, sondern im Gegenteil sogar ziemlich ausgabefreudig. So oder so ähnlich lautet das Mantra der Touristiker, das sie nicht müde werden, zu wiederholen. Recht haben sie. Denn auch wenn die Anzahl der Bed & Bike-Betriebe an der Strecke noch sehr zu wünschen übrig lässt, sieht man jedes Jahr mehr schwer bepackte Radfahrer zwischen Brandenburg und Havelberg. Die Bedingungen für sie werden stetig besser. Im Sommer wurde bei Rathenow ein besonders attraktives Stück des Havelradweges eingeweiht.

Nach den Vorstellungen des Landes könnte sich auch die Radverbindung Rathenows Richtung Westen deutlich verbessern. Geplant ist ein straßenbegleitender Radweg, der auf der B 188 von der Landesgrenze hinter Wust bis zum Abzweig Buckow führt.
 „Es geht um den Anschluss des Havelradwegs an den Elberadweg“, sagt Felix Menzel, Bürgermeister des Milower Landes. Die Gemeinde besitzt selbst viele Flächen, die für den geplanten Radwegebau benötigt werden und hat bereits für deren Verkauf gestimmt. Menzel empfiehlt auch den übrigen Eigentümern, dem Radweg zuzustimmen. „Jetzt würde das Land alle Kosten übernehmen und den Radweg noch vor der Buga fertig stellen.“ Im kommenden Jahr soll ohnehin die Fahrbahn der B 188 erneuert werden. In dem Zusammenhang könnte der Radweg gleich mit gemacht werden. Das Land hat die Maßnahme inklusive Radweg bereits für 2014 fest eingeplant. Das klappt allerdings nur, wenn alle Grundstückseigentümer noch in diesem Jahr freiwillig zustimmen.

Ansonsten ist ein langwieriges und für das Land teures Planfeststellungsverfahren zur Realisierung des Radweges nötig. Ob das Land diese Mühe wirklich auf sich nehmen würde, ist zumindest fraglich. „Von dem Radweg würde die Region profitieren, vor allem, wenn er vor der Buga fertig wird“, sagt Menzel. In Gesprächen mit anderen Grundstückseigentümern hat er deshalb nachdrücklich für das Verbindungsstück geworben. Bislang mit Erfolg. Einige Unentschlossene hat er schon überzeugt. Trotzdem gibt es noch eine Handvoll Eigentümer, die sich noch nicht entschieden haben.

Der straßenbegleitende Radweg soll von der Landesgrenze bis zum Abzweig Buckow gebaut werden. Von Buckow aus erreicht man dann über eine kaum befahrene Straße Steckelsdorf und damit den Anschluss an den Havelradweg.

Von Ralf Stork

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