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Havelland Havelland: Jobcenter erreicht Zielvorgaben
Lokales Havelland Havelland: Jobcenter erreicht Zielvorgaben
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02:15 03.03.2016
Dennis Granzow, Jobdezernent im Havelland. Quelle: Jana Einecke
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Rathenow

Zum Ende des vergangenen Jahres gab es weniger Bedarfsgemeinschaften, als zu Beginn. Das geht aus dem Bericht zur Grundsicherung hervor, den das Jobcenter Havelland jetzt vorgelegt hat. Darin sind alle Zahlen rund um das Thema Hartz IV aufgelistet. Im ersten Quartal 2015 waren es 7696 Bedarfsgemeinschaften im Landkreis Havelland, zum 31. Dezember waren es noch 7080. Dem entsprechend sank die Zahl derer, die Leistungen aus Hartz IV beziehen. Von 10029 auf 9283.

In dieser Zahl enthalten sind auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit Flüchtlingen. Im Januar waren es noch 19, im Dezember bereits 138. Auch diese Zahl ist daher geeignet einen Hinweis darauf zu erhalten, wie sich die Zahlen der Flüchtlinge allgemein entwickelt haben. Die Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften mit Flüchtlingen stieg von 58 auf 275.

Unterschiedlich auf die Regionen verteilt

Wie unterschiedlich die Verteilung zwischen den Regionen des Landkreises ist, zeigt ein Blick auf die Quoten, aufgeschlüsselt auf Städte und Gemeinden. Die höchste Quote, gemessen an der Einwohnerzahl, hat die Stadt Rathenow mit 15,5 Prozent. Die niedrigste weist die Gemeinde Dallgow-Döberitz vor – 3,1 Prozent. Hohe Anteile weist der Bericht für die Städte Nauen (12,9) und Premnitz (11,4) aus. Ebenso hoch ist die Quote im Amt Rhinow (10 Prozent). Primus im Westhavelland ist die Gemeinde Milower Land (6,4 Prozent).

Aufstocker müssen auch zum Jobcenter

Ein besonderes Kapitel ist den so genannten Aufstockern gewidmet. Das sind Arbeitnehmer, die eigentlich eine Beschäftigung haben, hier aber so wenig Geld einnehmen, dass sie Leistungen vorn Jobcenter dazubekommen. 2645 Personen, die im Dezember 2015 Arbeitslosengeld II eingenommen haben, gehörten zur Aufstocker-Gruppe. Aus versicherungspflichtiger Arbeit sind es 1456 Havellländer. Aus geringfügiger Erwerbstätigkeit 985. Dazu kommen noch einige Personen mit Einkommen aus selbstständiger Nebentätigkeit.

Schaut man nur auf die Quote der Hartz-IV-Leistungsempfänger, so sank diese von zehn Prozent im Januar 2015 auf acht Prozent im Dezember.

Viel wichtiger sind für das Jobcenter allerdings die Zielwerte. Diese gehen aus einer Zielvereinbarung hervor, die der Landkreis Havelland mit dem Arbeitsministerium abschließt. Für 2015 war festgelegt worden, dass die Integrationsquote dann erreicht ist, wenn 2350 Personen integriert wurden. Das bedeutet, dass diese Personen wieder erwerbstätig sind. 2015 wurden insgesamt 2 481 Personen integriert, die Zielvorgabe ist eingehalten. Spannend ist in dem Zusammenhang auch die Frage der Nachhaltigkeit – also wie viele Personen bei dem neuen Arbeitgeber verbleiben. Hier liegen Vergleichzahlen nur bis September 2015 vor. Danach verblieben nach drei Monaten im Durchschnitt 74 Prozent der integrierten Personen im Arbeitsverhältnis. Nach sechs Monaten waren es noch knapp 60 Prozent.

Alter und Verbleibdauer

Der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse, die länger als zwölf Monate dauern, ist allerdings eher gering im Vergleich zu den befristeten Stellen, die weniger als zwölf Monate im Vertrag haben. Und auch hier gibt es wieder die Zuordnung zu den Städten und Gemeinden. In Rathenow gelang es, 25 Personen zu integrieren, in Nauen zwölf, in Falkensee zehn. Außerhalb des Landkreises Havelland wurden 37 Personen integriert.

Der größte Teil der Langzeitarbeitslosen, die im Jobcenter betreut werden, ist zwischen 25 und 60 Jahre alt. Zwischen 25 und 49 Jahre liegt sogar die größte Gruppe insgesamt.Bei den 17 bis 24 Jahre alten Arbeitslosen und bei den über 60jährigen sind die Zahlen deutlich niedriger.

Ein Blick auf die Abrechnung zeigt, dass die Haushaltsvorgaben eingehalten wurden. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 1799 Widersprüche zu Bescheiden. 1615 wurden bearbeitet, Derzeit sind 516 Klageverfahren anhängig.

Zum Schluss der Blick nach vorn

Mit einem Blick auf die Zukunft heißt es im Dezernat 6, die Zahl der Flüchtlinge, die zu integrieren sind, wird weiter steigen.Derzeit stehe die Unterbringung in Wohnungen und die Vorbereitung auf dem Arbeitsmarkt im Fokus.

Von Joachim Wilisch

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